Adams Venture 2: König Solomons Geheimnis - Review

Vor etwas über einem Jahr schickte uns Vertigo Games das erste Mal auf ein Abenteuer mit dem jungen Entdecker Adam Venture. Auf der Suche nach dem Garten Eden gab es eine Menge unterirdischer Höhlen zu erforschen, die allerdings aus vielerlei Sicht nur wenig Anlass zur Freude gaben. Die dargebotenen Rätsel waren nicht sonderlich abwechslungsreich oder gar fordernd, die Steuerung zeigte einige Mängel auf und die Handlung wollte ebenfalls nicht so richtig in Fahrt kommen. Doch ein Jahr ist eine Menge Zeit, um für den Nachfolger 'Adam's Venture 2: König Solomons Geheimnis' an Kritikpunkten zu arbeiten und einiges anders und hoffentlich sogar besser zu machen. Ob das auch gelungen ist? Wir haben unsere Abenteuerstiefel geschnürt und einen Fuß in das biblisch angehauchte Adventure gesetzt.

Bilder

Fazit

Wertungs-Lupe 58%

Eine Steigerung zum ersten Teil der Reihe ist in 'Adam's Venture 2: König Solomons Geheimnis' klar zu erkennen. Und dennoch bleibt am Ende der fade Beigeschmack, dass aus den eigentlich ganz netten Ansätzen noch einiges mehr rauszuholen wäre. Zwar scheint die immer noch seichte Geschichte langsam ein wenig besser in die Gänge zu kommen und verzichtet glücklicherweise ebenfalls darauf, zu stark die religiöse Keule zu schwingen, aber die stereotypen Charaktere und überaus flachen Dialoge bleiben auch weiterhin ein treuer Begleiter. Zudem zeigt sich durch den sehr niedrig gehaltenen Schwierigkeitsgrad und der häufigen Wiederkehr mancher Aufgaben noch einiges an Steigerungspotenzial bei den Knobeleien. Vor allem Gelegenheitsrätsler, die besonders großen Wert auf eine nette Grafik legen und sonst keine großen Erwartungen haben, könnten in 'Adam's Venture' durchaus gut aufgehoben sein, wobei auch jüngere Spieler dank der gewaltfreien Handlung ruhig einen vorsichtigen Blick riskieren dürfen. Wer hingegen eher knackige Rätsel, gute Dialoge, eine mitreißende Handlung und eine weniger hakelige Steuerung bevorzugt, sollte die Investition auch wegen der überaus knappen Spielzeit lieber noch einmal überdenken.

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2 Kommentare

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kunze (Gast) 06.10.11 19:11 Uhr #1
Das Spiel ist nicht zu kurz, bei dem Preis , bei langen Spielen stellt sich irgend wann ein "abarbeiten" der Handlung ein.
Bei Spielen suche ich Kurzweile,es gibt genügend Spiele auf dem Markt die man sich zu legen kann ohnem daß mangel aufträte.
Andreas,nur sehr wenige sind Profispieler wie du,deshelb sind die Rätsel auch nicht zu leicht,zumal das Spiel ab 6 Jahre ist.
In 2 Stunden schafft das auch kein normaler Spieler,ich sitze an einem Rätsel schon mal 30 min. um es zu lösen.Was soll da ein 6 Jähriger dran sitzen.
Du siehst das Ganze nur aus deiner Sicht,das Spiel ist gut gemacht, kein Frust bei den Rätseln und keine langweilige Suche nach dem endlichen Ende.
Die meisten Spiele sind zu lang, lieber dafür mehr Spierle zu einem besseren Preis um die 20 Euro.as Spielprinzip zieht sich durch ds ganze Spiel, da wäre Abwechslung interessanter.
Adams venture , weiter so, preiswert,super Grafik, super Preis.

D
Dolgsthrasir 06.10.11 19:55 Uhr #2
Es ist schön, dass dir Adams Venture gefällt :). Bei mir war das leider auch mit dem zweiten Teil immer noch nicht der Fall. In dem Zusammenhang ist der Begriff "leicht" natürlich Definitionssache. Wir sind eine Adventureseite und da versuche ich auch ein wenig zu schauen, wie würden das vielleicht auch andere Adventure-Spieler im direkten Vergleich mit den gängigsten Adventures empfinden? Das sogar eher unbewusst, denn das ergibt sich meist schon daraus, dass man eben selbst schon ewig und drei Tage Adventures spielt und dann nur noch die eigenen Eindrücke zu schildern braucht :).

Dass Gelegenheitsrätsler und jüngere Spieler durchaus gut bedient sein dürften, erwähne ich übrigens auch entsprechend. Die meisten Adventure-Spieler dürften allerdings chronisch unterfordert sein. Die Altersfreigabe selbst muss dabei auch nicht immer ein Indiz für den Schwierigkeitsgrad sein. Mal als Beispiel angeführt, ein "The Whispered World" ist ebenfalls ab 6 Jahren freigegeben ;). Darüber hinaus fließt auch der Preis eines Spiels nicht in die Wertung mit ein. Werden Spiele besser, wenn sie günstiger werden? Natürlich nicht, der Spielspaß bleibt der gleiche, einzig das Preis-/Leistungsverhältnis ändert sich. Mal abgesehen davon finde ich übrigens, dass 20€ für gerade einmal 2 Stunden kein besonders gutes Preis-/Leistungsverhältnis sind. Das sind ja zudem nicht die einzigen Schwächen, wenn man nur auf die oberflächlichen Charaktere und die immer noch nur lauwarme Geschichte schaut. Ebenfalls sei gesagt, dass man nicht immer nur auf die Spielspaßwertung schielen sollte, die sich natürlich vor allem an die Kerngruppe der Adventurespieler und somit die Mehrheit der Leser richtet. Wer sich da nicht zuzählt, wird aus einem Test allerdings immer Rückschlüsse ziehen können, ob es einem selbst nicht doch gefallen könnte. Dafür ist der Text ja da, um gelesen zu werden :). Es gibt schließlich keine allgemeingültige Meinung, die zu jedem passt. Somit auch keine falschen und richtigen Meinungen. Ein Review ist immer eine subjektive Sicht der Dinge, die man versucht, mit Begründungen zu untermauern. Und wer das anders sieht, dem steht es frei, sich die entsprechenden Punkte draufzuaddieren. Einen Eindruck vom Spiel und was ihn erwartet sollte dennoch jeder bekommen :)

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