Fran Bow - Review

Mitte des Jahres 2013 startete Killmonday eine Indiegogo-Kampagne zur Finanzierung eines Horror-Adventures. Dahinter steckt das Ehepaar Natalia Figueroa und Isak Martinsson aus Schweden, die in Interviews während der Kampagne zugaben, dass sie vor der Entwicklung kaum Adventures gespielt hatten, sich nun aber ins Genre verliebt hätten. Die Finanzierung war dennoch erfolgreich: 28.295 Dollar kamen am Ende zusammen. Nun ist 'Fran Bow' erschienen und wir haben uns gespannt in die Gruselwelt gestürzt. Was bei dem ungewöhnlichen Erstlingsprojekt herausgekommen ist, verraten wir Euch in unserem Test.

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Fazit

Wertungs-Lupe 82%

'Fran Bow' ist ein überaus gelungener Einstieg ins Adventure-Genre von Killmonday und ein Beweis dafür, dass Crowdfunding-Projekte durchaus sehr gute Spiele hervorbringen können. Die Geschichte fesselt vom Anfang bis zum Ende und die Mischung aus friedlicher Märchenwelt und verstörenden Psychosen weiß zu gefallen. Über die gesamte Zeit bleiben die Rätsel zwar anspruchsvoll, aber nicht frustrierend. Auch die Arcade-Artigen Minispiele können unterhalten und sind auch für ungeübte Spieler zu schaffen. Wer Spaß an Grusel-Adventures hat, sollte sich 'Fran Bow' unbedingt einmal ansehen.

Fazit von Matthias Glanznig: Bei 'Fran Bow' ist gleich spürbar, wie sehr es dem Entwickler-Duo am Herzen gelegen haben muss. Für mich ist es allerdings kein echtes Grusel-Adventure, sondern eher ein morbides Märchen-Adventure. Die Geschichte ist sehr fantasievoll und bietet eine schöne Portion Abwechslung, wobei man sich mit dem bewusst kindlich gehaltenen Erzählstil vielleicht erst arrangieren muss. Trotz des düsteren Themas, steckt viel Lebensfreude in diesem Abenteuer und es fällt schwer, die kleine Fran nicht zu mögen, auch wenn sie nicht immer nette Sachen macht. Jedoch ist der finale Akt für meinen Geschmack ein wenig konfus geraten, was den positiven Eindruck etwas trübt. Zudem ist das Dialogsystem unausgereift und eine Sprachausgabe wäre schön gewesen. In spielerischer Hinsicht ist 'Fran Bow' dafür stimmig und abwechslungsreich. Alles in allem also ein gutes Abenteuer mit solidem Umfang (acht bis zehn Stunden), das man Genre-Fans ans Herz legen kann.

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3 Kommentare

Kimberly Bernhard (Gast) vor 4 Jahren
Das ist schön wenn das Spiel gratis währ
Mikej vor 4 Jahren
Kimberly Bernhard hat geschrieben:Das ist schön wenn das Spiel gratis währ
Von irgendetwas müssen Entwickler ja leben. Man kann nicht immer erwarten, dass alles umsonst ist.
kicker04 vor 2 Jahren
Ohne Sprachausgabe finde ich es relativ uninteressant.

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