Assassin's Creed: Odyssey - Storyteller-Test

Nicht einmal ein Jahr ist es her, seit wir den Medjai Bayek auf seiner abenteuerlichen Reise durch das alte Ägypten begleitet haben – schon legt Ubisoft mit 'Assassin's Creed: Odyssey' den nächsten Teil der Assassinen-Reihe vor. Das liegt nicht etwa daran, dass die Entwicklung lediglich ein Jahr gedauert hat. Vielmehr wurden 'Origins' und 'Odyssey' phasenweise parallel entwickelt, und das merkt man in vielen Bereichen. Rechnen darf man hier mit einer Spielzeit von etwa 50 bis 100 Stunden, weshalb sich dieser Storyteller-Test diesmal nur auf das erste Drittel des Abenteuers bezieht.

Bilder

Fazit

Wertungs-Lupe ?

'Assassin's Creed: Odyssey' geht noch etwas stärker in Richtung Rollenspiel als das beim Vorgänger der Fall war. Neue Features wie Dialogoptionen oder etwa die Wahl des Hauptcharakters tun dem Spiel ebenso gut wie verbesserte Quests und das dynamischere Kampfsystem. Die Geschichte macht in den ersten Stunden einen spannenden EIndruck und birgt so manch überraschende Wendung.

Die riesige Spielwelt lädt zum Erkunden ein. Sie ist voll gepackt mit Dingen, die man tun und erleben kann. Bisweilen kann einen das überfordern, wobei wie immer gilt: Man kann alles machen, muss aber nicht. Wem das Spiel zu schwierig wird, der sollte die Möglichkeit nutzen, den Schwierigkeitsgrad und unter Umständen auch den Gameplay-Modus – geführtes Spiel vs. Erforschertum – zu ändern.

Abzüge gibt’s für Kleinigkeiten, wie etwa den fehlenden Schild oder den Umstand, dass man zwar selbst speichern kann, das Spiel aber in gewissen Situationen genau dieses selbstständige Speichern unterbindet. Auch in Sachen Kopfgeldjäger und Kultisten hätte Ubisoft gut daran getan, die Devise „Weniger ist mehr“ anzuwenden.

Unterm Strich ist 'Assassin's Creed: Odyssey' ein unterhaltsames Spiel. So mancher mag beklagen, dass es sich um kein „richtiges“ 'Assassin's Creed' mehr handelt. Mir persönlich gefällt diese bereits durch 'Origins' eingeläutete Entwicklung sehr gut, und wenn Ubisoft so weitermacht, bekommen wir es bald mit einem reinrassigen Rollenspiel zu tun.

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2 Kommentare

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otheroldschoolgamer (Gast) 15.12.18 21:39 Uhr #1
Ich bin AC Spieler der ersten Stunde und hab alle Teile und Ableger durch. Ich bin normalerweise kein Rollenspieler, aber ich finde die Entwicklung ok. Solange freies Klettern und im Verborgenen Meucheln weiterhin möglich ist, bleibt es ein AC. Etwas mehr Abwechslung bei den kleinen Lagern hätte dem Spiel gut getan, dar war viel Copy&Paste am Werk...

J
Jehane 17.12.18 15:56 Uhr #2
Das ist allerdings wahr, die Lager und teilweise auch die Festungen sind schon sehr copy/paste. Ansonsten sind die neuen Elemente echt fein, wobei ich mir bei den Dialogen noch etwas mehr Freiheit gewünscht hätte - oder einfach die Möglichkeit, einem anderen Charakter die eigene Entscheidung zu erklären anstatt von dem zusammengestaucht zu werden, weil man was nicht so gemacht hat, wie er wollte. Konkret denke ich da an
Spoiler:
die Quest in Arkadien, bei der man mit Brasidias und Myrinne unterwegs ist und in der es darum geht, den Archon und damit einen der Kultisten auszuschalten. Ich hab darauf verzichtet, Myrinnes Weg zu gehen - d.h. ich hab keine Kornspeicher verbrannt, weil ich das einfach blöd fand. Stattdessen hab ich Lagos' Familie gerettet, was eh schon nicht sooo einfach war, und mich dann in die Festung geschlichen, in der er sich aufgehalten hat (was dank der blöden Söldner auch nicht so einfach war). Ich hab auch im Dialog mit ihm die Option gewählt, dass es noch nicht zu spät ist und er den Kult ja verlassen kann. Wollte er nicht, also hab ich ihn blöderweise umbringen müssen. Zurück bei Brasidias, darf ich mir eine Standpauke anhören, dass das jetzt nur Chaos bringen wird.

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Das fand ich ärgerlich. Mir hat da einfach die Dialogoption "Der wollte es nicht anders, ich hab mich eh bemüht" gefehlt. Aber grundsätzlich find ich's gut, dass man endlich mal über Dialoge stärker ins Geschehen eingreifen kann als das bisher der Fall war.

Die Nebenquests sind z.T. etwas generisch, grad die, die man über die Tafeln in den einzelnen Orten einsammelt. Da sehen teilweise sogar die Questgeber identisch aus. Die Hauptgeschichte find ich aber nach wie vor gut, und wenn man erst mal über Level 30 drüber ist, wird das Ganze auch ein bisschen einfacher :)

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