Mörder auf dem Mississippi - Klassiker-Test

Früher, in der „guten, alten Zeit“, als der Commodore 64 noch das Maß der Dinge war und PCs erstens extrem teuer und zweitens nur zum Arbeiten gedacht waren, sorgte ein Spiel dafür, dass Spieler reihenweise fluchten – unlösbar schien der Fall, mit dem Sir Charles Foxworth im Adventure 'Mörder auf dem Mississippi' konfrontiert wurde. Wir haben uns den Brotkasten aus dem Keller geholt, das Spiel aus dem Jahre 1986 noch einmal angeschaut und sogar durchgespielt. Warum das damals nicht möglich war und welche Kuriositäten das Abenteuer um einen Mord auf einem Raddampfer noch bereit hält, verraten wir in unserem Klassikertest.

Bilder

Fazit

Wertungs-Lupe 5 / 10

'Mörder auf dem Mississippi' ist als eines der ersten Grafikadventures, die komplett auf Tastatureingaben verzichten, einer der Pioniere unter den „klassischen Adventures“. Schon daher ist es einen Blick wert. Die Geschichte um den Mord an Raleigh Cartwright III und die Verbindungen des Opfers mit den anderen Passagieren könnten direkt aus einem Agatha Christie-Roman stammen. Das ist dann auch der Grund, warum man das Spiel immer wieder spielt, ehe man endlich weiß, wer der Bösewicht ist – Allen Frustmomenten und Löchern in der Geschichte zum Trotz. Wer das Spiel beenden möchte, sollte zumindest für die Notizen unbedingt auf eine Komplettlösung zurückgreifen.

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5 Kommentare

Indiana vor 10 Jahren
Hier einmal die benötigten Gesprächsnotizen:
Spoiler:
Gladys Des Plaines über den Kapitän: "Ich vertraute ihm meine Juwelen an"
Richter Carter über Henry Stoker: "Stoker nicht sagen wo naechste Halt sei"
Henry Stoker über Aussage Carter: "Halt sind Entscheidungen des Captains."
Kapitän über Aussage Stoker: "wollte Brief für Smallworth aufgeben"
Mr. Humphreys über Gladys Des Plaines: "ihr tolles voellig unuebliches Parfuem"
Gladys Des Plaines über Aussage Humphreys: "Parfuem das mir Twylla geliehen hat"
Twylla über Aussage Gladys Des Playnes: "ich gab Daisy du Pree Parfuem zurueck"


Spoiler können gelesen werden, indem man die Textbox mit der Maus markiert!
Gast (Gast) vor 10 Jahren
Ganz kleine Korrektur: Boris Schneider hat nicht alle LucasArts-Adventures übersetzt (und schon gar nicht lokalisiert), seine letzte Übersetzung war vielmehr "Fate of Atlantis".

Kleine Korinthenkackerei, ansonsten schöner und interessanter Test (normalerweise taucht das Spiel in der Adventuregeschichte unter "ferner liefen" auf).
Indiana vor 10 Jahren
Das stimmt natürlich, ist korrigiert. Danke für den Hinweis und das Lob :)
Grumeral (Gast) vor 9 Jahren
Ich fand die Bewertung erst ziemlich hart, aber kann mich selber noch gut daran erinnern, wie ich das Spiel auf dem C64 gespielt habe und oft in solche Fallen (egal ob echte oder eben falsche Wortwahl) getappt bin. Allerdings muss man schon einige Aspekte mehr berückischtigen. Früher hat man erheblich mehr Zeit mit einem Spiel verbracht als heute und war auch erheblich frustresistenter. Wer mal Bard´s Tale gezockt hat, weiss was ich meine. Auch die ersten LucasArts - Adventures waren alles andere als Nutzerfreundlich, in Maniac Mansion oder Zak McKracken konnte man Dinge machen, die dazu führten das Spiel nicht mehr zu schaffen war(ohne das man es wusste) und man konnte sterben. Trotzdem haben beide Spiele TOP-Wertungen bekommen. Vieles ist heute viel zu einfach geworden. Von daher sehe ich Mörder auf dem Mississippi eher bei einer "4" für Leute, die sich von sowas nicht abschrecken lassen.
Tom S. Fox (Gast) vor 9 Jahren
„Für die humorvolle Übersetzung ins Deutsche zeichnete sich übrigens ein gewisser Boris Schneider verantwortlich …“

Das merkt man. Schon der Titel allein ist falsch übersetzt.

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