Reviews: 3 Skulls of the Toltecs:

3 Skulls of the Toltecs


Mit '3 Skulls of the Toltecs' lieferte Revistronic im Jahr 1996 ein interessantes Wild West-Adventure ab, das in Kürze sogar einen Nachfolger spendiert bekommt. Warum wir hoffen, dass dieser besser wird, erfahrt ihr im folgenden Test...


Fenimore Fillmore ist ein Cowboy, wie er im Buche steht. Als er einen Reisenden vor ein paar üblen Halunken beschützt geht für ihn der Ärger los - aber es eröffnet sich auch die Möglichkeit an unglaubliche Reichtümer zu gelangen. Bevor der Reisende durch einen dummen Zufall stirbt, berichtet er Fenimore nämlich vom Schatz der Tolteken und den drei goldenen Schädeln, die das Tor zu ihm öffnen. Und wie es der Zufall will, waren die drei Schädel seit langer Zeit nicht mehr so dicht beieinander. Fenimore muss nun sein Bestes geben, um in Besitz der Schädel zu gelangen und den Schatz an Licht zu bringen...

Revistronic bedient in seinem ersten Adventure quasi sämtliche Klischees, die der Wilde Westen nur so hergibt: Friedenspfeife rauchende Indianer, die kein Feuerwasser vertragen, dürfen dabei genauso wenig fehlen, wie der böse Revolverheld oder der vertrottelte Hilfssheriff. Die Aufgabe des Spielers besteht größtenteils daraus, Gegenstände zu finden, miteinander zu kombinieren und an den richtigen Stellen anzuwenden, oder eines der zahlreichen Dialogrätsel zu lösen. Bei letzteren ist es teilweise nötig erst ausführlich mit allen möglichen Leuten zu reden, um später in einem Gespräch eine benötigte Antwort zu wissen. So muss Fenimore beispielsweise zunächst den Namen des vertrottelten Hilfssheriffs herausfinden, um später einem Türsteher weiszumachen, dass er früher einmal mit ihm auf der Schule war. Die Rätsel sind im Großen und Ganzen logisch, wenn auch manchmal nicht unbedingt nahe liegend. Was eine Trompete in einem Fluss, oder ein Korkenzieher an der "Stern von Mexiko" Medaille verloren hat, wird wohl auf ewig das Geheimnis der Programmierer bleiben.

Die Grafik

Die Grafik von '3 Skulls of the Toltecs' ist mittlerweile natürlich nicht mehr auf dem neusten Stand und konnte auch zum Erscheinungszeitpunkt des Spiels nicht mit den Spitzenreitern des Genres mithalten. Dennoch hat die Wild-West-Comic-Grafik ein gewisses Flair und überzeugt teilweise durch seine Einfachheit.

Musik und Sound

Musikalisch erreicht das Spiel vor allem in den Zwischensequenzen, in denen oft sehr stimmungsvolle Westernstücke zum Einsatz kommen, seinen Höhepunkt. Während des Spiels wird darauf leider größtenteils verzichtet. Stattdessen plätschern nur hin und wieder spärlich eingesetzte Midi-Musikstücke im Hintergrund vor sich hin.
Auch die durchgängige Sprachausgabe ist häufig etwas nervig. Einige Sprecher versuchen zu sehr die Western-Klischees zu bedienen, während Fenimores Kommentare nicht besonders hilfreich zur Lösung der Rätsel sind. Als weiteres Ärgernis kommt noch hinzu, dass man die Dialoge nicht abbrechen kann.

Steuerung und Co.

Bei der Steuerung verlässt man sich auf eine leichte Abwandlung des bewährten LucasArts SCUMM Point & Click Systems. Dazu stehen im unteren Bildschirmbereich sechs Verben und einige Icons, mit deren Hilfe man Fenimore steuern und Aktionen ausüben lassen kann. Mit der rechten Taste kann man dabei die häufigste Aktion ausüben (z.B. Öffne Tür, Rede mit Person,…). Die Icons kann man mit der linken Taste ansehen und mit der rechten benutzen.
Fenimore bewegt sich ausgesprochen langsam mit einem sehr seltsamen Cowboy-Gang. Glücklicherweise kann man dies aber meistens per Doppelklick abbrechen, oder die praktische Übersichtskarte verwenden, sofern man die Gegend vorher schon einmal erkundet hat. Das ist auch bitter nötig, da Fenimore teilweise konfuse Laufwege verwendet. Es kann gut vorkommen, dass er einmal im Kreis rund um den kompletten Bildschirm läuft, um letztlich bei einem Zelt anzukommen, das direkt neben ihm steht.


Galerien

Fazit:

Wertung: 66%

Insgesamt ist '3 Skulls of the Toltecs' ein Spiel mit Höhen und Tiefen. Es zeigt viele gute Ansätze, ist aber im Endeffekt nicht wirklich ausgereift. Zu häufig wird der Spielspaß durch irgendwelche Kleinigkeiten getrübt, sei es das nervige Herumgelaufe, die Sprachausgabe oder der teilweise recht platte Humor. Fans von Wild-West-Spielen können dennoch unbesorgt zugreifen.

geschrieben am 29.06.03, Matthias Mangelsdorf

Systemanforderungen Weitere Links
Windows 3.1, 95, 98
CD-ROM



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