The Bunker - Review

FMV erlebt noch immer eine kleine Renaissance. Nicht zuletzt AAA-Projekte, die bekannte Schauspieler verwenden und per Facial Capturing (detaillierte Aufnahme der Gesichtsbewegungen) ins Spiel bringen, zeigen diesen Trend auch indirekt. Der britische Entwickler Splendy Interactive hat sich auf dieses Genre spezialisiert und produziert ausschließlich Live Action Spiele. Gemeinsam mit Wales Interactive bringen sie heute, am 20. September, 'The Bunker'heraus. Dabei setzen sie ausschließlich auf Videoaufnahmen in einem echten Atombunker – ohne computergenerierte Effekte und Motion Capturing. Um dies glaubwürdig umzusetzen, greifen sie auf ziemlich bekannte Schauspieler zurück: Adam Brown ('The Hobbit') und Sarah Greene ('Penny Dreadful'). Außerdem schrieb eine ganze Riege an bekannten Autoren am Film mit. Der Bekannteste für Adventure-Fans wird Steve Ince ('Baphomets Fluch') sein. Sehen wir uns das Spiel um den Atombunker genauer an.

Bilder

Fazit

Wertungs-Lupe 76%

Zählt im Review das Vorkommen von »gut« (ganze 5 Mal), merkt man schon in welche Qualitätsrichtung das Spiel geht. Es weiß atmosphärisch zu überzeugen und ist auch ziemlich spannend erzählt. Gleichzeitig hat man aber immer wieder das Gefühl, dass man so etwas Ähnliches doch schon einmal gesehen hat. Dazu kommt der Hauptcharakter John, der mir schlichtweg unsympathisch war. Panikattacken verhindern ein Weiterkommen und seine eigene Schwäche und Abhängigkeit ist dem Spieler ständig klar. Ganz klar wurden diese Eigenschaften bewusst gewählt und werden auch richtig überzeugend vermittelt. Den Hut kann man nur vor der schauspielerischen Leistung von Adam Brown ziehen, der seine Rolle überzeugend wiedergibt. Für mich waren es schließlich dann zu wenig interaktive Elemente, um es in den Olymp der sehr guten Spiele zu heben. Für FMV-Fans führt ohnehin kein Weg vorbei, denn selten sieht man so professionelle Schauspieler in einem Spiel. Alle anderen müssen sich ins Bewusstsein rufen, dass Interaktivität an letzter Stelle steht und der Charakter von John dem Spieler liegen muss. Es bleibt ein gut gemachtes FMV-Adventure, das schon Lust auf mehr Spiele dieser Art von Allan Plenderleith und seinem Studio macht.

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