There Is No Game: Wrong Dimension - Review

Ende 2016 startete Draw Me A Pixel eine Kickstarter-Kampagne für 'There Is No Game: Wrong Dimension', bei dem es u.a. darum geht, auf humorvolle Art und Weise die vierte Wand zwischen Spiel und Spieler zu durchbrechen. Das Crowdfunding-Ziel wurde klar verfehlt und der Name schien gewissermaßen Programm zu sein. Damit weit gefehlt: Vier Jahre später meldete sich das kleine Indie-Studio überraschend mit dem fertigen Projekt zurück (für Windows PC, Mac und mobile Geräte - inklusive deutscher Untertitel). Das Resultat kann sich sehen lassen. Und wie!

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Fazit

Ausgezeichnet mit dem Adventure Corner Award
Wertungs-Lupe 91%

Schade, dass ausgerechnet diese Spiele-Perle bei Kickstarter eine Bruchlandung erleiden musste. Draw Me A Pixles 'There Is No Game: Wrong Dimension' arbeitet mit einfachen technischen Mitteln, nutzt diese aber ausgesprochen kreativ, um eine vielschichtige und originelle Story zu vermitteln.

In mancher Hinsicht erinnert die Erzählweise an Hits wie 'The Stanley Parable' oder 'Bastion', die Story geht freilich eigene Wege. Kritikpunkte musste ich bei diesem humorvollen Mix mit der Lupe suchen. Der Mittelteil hätte vielleicht einen Ticken kürzer sein können, doch das ist Meckern auf sehr hohem Niveau. Und klar, diese Art Meta-Erzählung ist vermutlich nichts für Spieler, die eine klassische Geschichte mit strukturiertem Gameplay bevorzugen. Teils muss man Herumprobieren, denn das gehört zum narrativen Konzept.

Wem es hingegen Spaß bereitet, Spiele nicht nur oberflächlich betrachten, der liegt bei diesem klug durchdachten Indie-Titel goldrichtig. Ich für meinen Teil wurde großartig unterhalten - so gut wie schon lange nicht mehr. Sehr empfehlenswert!


Fazit von Peter Färberböck: Man kann das Fazit kurz machen: Großartig. Oder länger: 'There Is No Game: Wrong Dimension' ist einmal oder sogar mehrere Male um die Ecke gedacht. So spielt es sich von Anfang bis Ende. Zu Beginn war ich skeptisch, weil es die Meta-Keule geradezu bewusst schwingt. Das kann nicht gut gehen und irgendwann müssen die guten Ideen, die Draw me a Pixel von den ersten Momenten hat, doch ausgehen, oder? Fehlanzeige. Es bleibt über die ganzen sechs Stunden kreativ und erzählt eine Geschichte über Spiele.

Das Adventure hatte einige Kopfnüsse parat und schaffte es, mich mehrfach laut zum Lachen zu bringen. Somit war es für mich sehr unterhaltsam und machte mich nachdenklich zugleich. Es ist sicherlich eine der herausragenden Erfahrungen der letzten Jahre. Insgesamt ist es satirischer Blick auf Spiele und zerlegt Spielmechaniken bewusst und fordert auf, mit denen das Spiel kaputt zu machen. Großartig.

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7 Kommentare

sinnFeiN vor 1 Monat
Spielen (oder eben Nicht-Spielen)! Unbedingt!
Mikej vor 1 Monat
Jep, einer der wenigen Lichtblicke 2020 :top:
Lisa Duck vor 1 Monat
Ui... Das liest sich interessant und sieht interessant aus. 91%? Meine Güte... Dann sollte es wohl auf die "To-Do-Liste" für dieses Jahr! Danke für den informativen Text.
Mikej vor 1 Monat
Danke sehr :)

Ja, ich finde es lohnt sich. Mal ein erfrischend anderer Zugang und ein sehr kreativer Humor.
unseenharper vor 1 Monat
Habs bisher nur kurz in LPs gesehen. Für manche ist es sogar das Spiel des Jahres, oder zumindest sehr weit oben.
Es sieht auf jeden Fall interessant aus. Ich hab auf jeden Fall Bock.
Schäfer Timmäh (Gast) vor 1 Monat
Ich hoffe und warte noch auf eine Switch-Umsetzung. Wenn die bis 2023/24 nicht erfolgt ist, werd ich TING:WD aber definitiv via Steam nachholen.
MissSuki vor 1 Monat
Ich mag Spiele mit unverbrauchtem Gameplay. Bin gespannt!

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