The Medium - Review

Psychologischer Horror von Bloober Team ('Layers of Fear', 'Blair Witch'). Das ist doch sicher wieder so ein First Person Ding? Die Trailer zeigten dann, dass es sich um Third Person handelt, einen auffälligen Art-Stil hat und auch noch verspricht, ein klassisches Adventure zu sein. Am 28. Januar war es soweit und es wurde für Xbox Series X/S und Windows PC auf den Markt gebracht. Dazu war es dann auch noch im Xbox Game Pass inkludiert. Es war Zeit das ambitionierte, polnische Projekt anzusehen.

Bilder

Fazit

Wertungs-Lupe 82%

Wieder so ein psychologisches Horror-Adventure. Die Skepsis war schon recht groß und der letzte große Hit des polnischen Entwicklungsstudios ist schon eine Weile her. Nach den ersten Spielminuten war das aber recht schnell vergessen, denn 'The Medium' weiß von Beginn an zu überzeugen. Es sieht stellenweise hervorragend aus und im schlimmsten Fall zumindest für ein Adventure ganz gut. Die Steuerung ist ebenso in Ordnung, die Rätsel sind abwechslungsreich genug. Spielmechanisch ist es also "nur" solide. Wie immer wird die Story Geschmackssache sein.

Wer aber nichts gegen eine übernatürliche Atmosphäre von 'Akte X' gemischt mit den Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs und des Sowjet-Regimes danach hat, wird sich freuen. Das Design der Geisterwelt ist großartig. Die Geschichte hat mich genug gefesselt, um es in wenigen Abenden durchzuspielen. Somit bleibt trotz solidem Spiel eine echt spannende Geschichte, die es wert ist, gespielt zu werden. Einziges deutliches Manko sind die hohen Systemvoraussetzungen, die das Spiel aber über weite Strecken auch rechtfertigt. Selbst mit aktueller Hardware kann es an manchen Stellen schwer ruckeln. Alles in allem ist ‘The Medium‘ ein überraschend guter Start in das Adventure-Jahr 2021.

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5 Kommentare

realchrisatcorner (Gast) vor 8 Monaten
Layers of Fear war besser. Es ist kein schlechtes Spiel. Denke aber, bei diesen Spielen funktioniert First-Person irgendwie besser. Ich finde es mitunter auch etwas kitschig.
sinnFeiN vor 8 Monaten
Es ist halt kein Horror-Spiel und schon gar keines, das auf Jump Scares setzt. Es erinnert mich ziemlich an SOMA, nur aus ganz klassischer Adventure-Perspektive. Von der Perspektive wie ein altes Resident Evil oder Grim Fandango - nur mit agiler Steuerung.

Da ist die Perspektive deswegen eigentlich relativ egal. Die Stimmung finde ich ganz gut gelungen, aber das liegt auch zu einem großen Teil an der Optik. Die ist mit allem technischen Schnickschnack über Teile sensationell atmosphärisch.

Layers of Fear hatte für mich das Problem, das es irgendwie zu lange war. Irgendwann fühlte es sich dann relativ gleichförmig an.

Die Story-Kritik kann ich verstehen. Die wird nicht jedem gefallen und das trägt auch viel vom Spiel.
Schäfer Timmäh (Gast) vor 8 Monaten
Es wurde in der Vergangenheit im Zuge der Vergangenheitsbewältigung immer öfter das Argument hervorgebracht, Adventures seien in ihre heutige bedeutungsarme Nische gedrängt worden, weil sich andere, weniger statisch wirkende, Genres ihrer Mechaniken bedienten. Könnte man als Lob verstehen, oder? :P
sinnFeiN vor 8 Monaten
Ja!
Definitiv haben sich da RPGs, Shooter, Actin-Adventures und noch so einige Genres daran bedient und so dynamischere Spiele erreicht. Uncharted würde als "Abenteuer-Film" perfekt durchgehen. Das ist in den ruhigen Elementen aber einfach ganz viel klassisches Adventure :). Tomb Raider als Vorgänger ohnehin :D.
advfreak vor 7 Monaten
Die Herren von "Auf ein Bier" haben sich The Medium zur Brust genommen und einen unterhaltsamen Podcast (für alle frei zugänglich) gemacht! ;)

Hier der Link:

Runde 308: The Medium

Viel Spaß beim Hören! :P

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