Shadow of the Comet - Klassiker-Test

Horror Papst Steven King bezeichnete ihn einmal als sein größtes Vorbild und zugleich als den besten Schriftsteller der klassischen Horrorliteratur des 20. Jahrhunderts. Die Rede ist von Howard Phillips Lovecraft. Dem Erfinder des bekannten Necronomicons, des Cthulhu-Mythos, sowie Autor diverser Kurzgeschichten mit Gänsehautgarantie. Das getestete Adventurespiel 'Shadow of the Comet' verwendet einige Elemente aus seinen zwei Werken 'Shadow over Insmouth' und 'The Dunwitch Horror'. Hierbei handelt es sich jedoch um keine werkgetreue Wiedergabe der zugrundeliegenden Kurzgeschichten, sondern um eine eigenständige Storyline, die im Lovecraft Universum angesiedelt ist. Beispielsweise heißt das Fischerdorf im Spiel nicht wie aus der Vorlage bekannt, Insmouth, sondern Illsmouth. Ob das in 1993 über Infogrames erschienene Adventure auch heute noch überzeugen bzw. eine Gänsehaut verursachen kann, erfahrt ihr in diesem Klassikertest.

Bilder

Fazit

Wertungs-Lupe 7 / 10

'Shadow of the Comet' hat mir wirklich sehr gut gefallen. Die Handlung ist überzeugend und vermag zu fesseln. Man möchte unbedingt das Geheimnis um Illsmouth und den Kometen entschlüsseln. Neben der interessanten Story trägt auch die sehr gute englische Sprachausgabe viel zur tollen Grusel-Atmosphäre bei. Allerdings gibt es auch einige Punkte, die nicht so positiv sind. Der Frustfaktor steigt gegen Ende aufgrund der zahlreichen Tode merklich an und einige Rätsel sind auch nicht von schlechten Eltern. Beispielsweise die Fotoentwicklung. Dennoch sollte der geneigte Adventure- und Lovecraftfan dieses Spiel einmal genauer anschauen. Wer bis zum Ende durchhält, wird mit einer interessanten Geschichte und einem unverbrauchten Szenario belohnt. Geübte Adventurespieler dürften das Spiel in ca. 9 Stunden durchgespielt haben. Falls euch 'Shadow of the Comet' gefallen hat, empfehle ich euch unbedingt, den Nachfolger 'Prisoner of Ice' einmal anzuspielen, der einige Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger vorzuweisen hat.

Hinweis zur getesteten Version:

'Shadow of the Comet' wurde 1993 zunächst in einer Floppy-Version von Infogrames, heute Atari, veröffentlicht. Vertriebspartner war die Chaosium Inc.. Eine Pen and Paper Rollenspielschmiede, die bis heute im Besitz der 'Call of Cthulhu Lizenz' ist, von der einige Charaktere im Spiel vorkommen. 1994 wurde aufgrund der zunehmenden Verbreitung der CD-ROM als neues Speichermedium eine CD-ROM Version mit englischer Sprachausgabe und deutschen Untertiteln veröffentlicht. Diese Version war die Grundlage für diesen Test und ist der Floppy Version unbedingt vorzuziehen.

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2 Kommentare

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W
WintermuteZero (Gast) 24.07.10 22:16 Uhr #1
Schönes Spiel und gute Review!
Alledings muss ich wie in der review bestätigen, dass die Todesrate gegen 2/3 des Spieles arg nach oben schießt.
Zudem finde ich, dass da auch viele Elemente beginnen, die ich (zumindest für mich) nur schwerlich in das Lovecraft-Universum eingliedern kann.

M
Mr.Brain 25.07.10 13:06 Uhr #2
Vielen Dank für das Lob! :)

Stimmt leider, daß es gegen Ende extrem phantastisch wird und der Protagonist gefühlte tausend Tode erfährt. Auch mit Lovecraft hatte das Ende nicht mehr wirklich viel zu tun. Dennoch macht Shadow of the Comet mit den in der Review beschriebenen Abstrichen auch heute noch großen Spaß. Den Nachfolger Prisoner of Ice kann ich auch empfehlen. Er ist zwar einfacher, dafür gibt es auch weniger Frustmomente und eine gute Bedienung. :)

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