Das Rätsel des Master Lu - Klassiker-Test

Im Jahre 1995 erschien 'Ripley's Believe It or Not! The Riddle of Master Lu' - Zu Deutsch nur kurz 'Das Rätsel des Master Lu'. Ein Adventure, das mit seinem Helden und Setting an die erfolgreichen 'Indiana Jones'-Titel von LucasArts erinnert. Das kommt nicht von ungefähr, denn Ripley diente George Lucas und Steven Spielberg als Inspiration für ihren Archäologen. Und nun sollten die 'Indy'-Adventures die Vorlage bilden. Auch hier geht es auf eine Reise rund um die Welt und in unterschiedlichste antike Tempelanlagen. Selbst die Nazis sind mit von der Partie, denn die Geschichte spielt im Jahre 1936. Ob der Adventure-Held Robert Ripley es mit Henry Jones Jr. aufnehmen kann - oder zumindest das Adventure ebenbürtig ist? Dieser Frage gehen wir in unserem Klassikertest nach...,

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Fazit

Wertungs-Lupe 9 / 10

Schon Mitte der 1990er Jahre stellte man sich die Frage, ob es keine Spiele für Profis mehr gibt. Adventures wurden immer leichter, die Rätsel wichen Videos, einfachen Puzzles oder Reaktionsaufgaben. Da kam 'Das Rätsel des Master Lu' wie gerufen. Rätsel, die über Stunden oder Tage fesseln können, nahezu unendliche Dialoge mit wichtigen Informationen, eine Welt voller historischer Details und kruder Charaktere - All das hatte man schon nicht mehr erwartet. Dazu kommt eine Präsentation nach aktuellstem Stand der damaligen Technik mit Super-VGA-Grafik und Filmsequenzen. Auch heute noch fesselt die Reise um die Welt mit Robert Ripley und bietet tagelangen Spielspaß - zumindest, wenn man sich mit dem Labyrinth arrangieren kann. Da man das Original noch immer günstig kaufen und ohne größere Probleme spielen kann, steht einer Reise in die Genrehistorie nichts im Wege, besonders dann nicht, wenn einem moderne Adventures zu leicht sind.

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3 Kommentare

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Simon Haubitz (Gast) vor 1 Jahr
Eines meiner absoluten Lieblingsadventures!

Selten hat mich ein Spiel atmosphärisch von der Grafik so überzeugt, wie "Das Rätsel des Master Lu". Die Animationen sind butterweich, die deutsche Synchro ist absolute Oberklasse (die englische Fassung interessiert mich nicht!) und rätseltechnisch bleibt es auch heute noch eine Herausforderung.

So muss ein gutes Adventure für mich sein!

(Ach ja, und gelernt habe ich auch was, nämlich dass diese 1.000.000.000-Mark-Scheine damals von Ärzten als Rezeptbögen verwendet wurden.)
Thurgor vor 1 Jahr
Ach ja, der chinesische Meister... ich habe das Spiel seit 1997, aber habe es nie weit gespielt. Die Demo hat mich damals, anno 96, richtig fasziniert: Diese Osterinselszene hat sich mir ins Gedächtnis gebrannt. Aber als ich das Spiel dann hatte, fiel mir schon damals der furchtbar lahme Ablauf negativ auf: Ich meine die Art, in der die Figuren über den Bildschirm schleichen, so dass einfach alles ewig dauert. Irgendwie war es wirklich nur das, was mich immer davon abhielt, überhaupt nur aus Peking rauszukommen. Und während ich wohl alle namhaften Adventures der 90er gespielt habe, liegt das Rätsel um Meister Lu nach wie vor unberührt irgendwo bei mir herum. Ich sollte es noch einmal in Angriff nehmen. Für das Labyrinth nehme ich ungeniert einen Walkthrough zur Hand - da kenne ich nichts und Labyrinthe sind für mich (ähnlich wie die nicht totzukriegenden Schieberätsel z.B. bei Tex Murphy) blosse "spielverlängernde" Massnahmen. Da kenne ich keine Skrupel. ;)
grassula (Gast) vor 1 Monat
Gerade nochmal gespielt, nachdem ich endlich diverse Klassiker zum Laufen gekriegt habe. Trotz ein paar schwieriger Stellen - Labor und Labyrinth - nach wie vor ein beeindruckendes Spiele - wunderschöne Bilder und teilweise außergewöhnliche Rätsel - und für Fans der Terrakotta-Armee sowieso ein Muß.

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