Neuigkeiten: Monkey Island 4 - Flucht von Monkey Island:

Die Flucht von Monkey Island im Klassikertest

Wir haben den Staub vom 'Monkey Island 4'-Karton gewischt und LucasArts letztes Adventure unter die Klassikerlupe genommen.


Monkey Island 4Seit einigen Wochen gibt es den vierten Teil der 'Monkey Island'-Sage nun auch bei GOG. Diese Veröffentlichung haben wir zum Anlass genommen, einem immer wieder durch Euch, unsere Leser, geäußertem Wunsch nachzukommen und unsere Klassikertests mit 'Monkey Island 4' zu ergänzen. Schwelgt mit uns in Erinnerungen an das letzte neue Adventure aus dem Hause LucasArts...

geschrieben am 08.09.18 um 11:07 von Tobias Maack


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Kommentare 28
michael ganzer
09.09.2018, 07:45

klasse

M4gic
09.09.2018, 11:23

Ich habs damals auf der PS1 gespielt und hab ausser an die schon damals schlechte Grafik eigentlich nur ganz gute Erinnerungen. Die Rätsel waren gar nicht schlecht und ie Story war witzig. Aber der damalige Trend zu 3D hat der Reihe nicht gut getan. MI3 ist für mich bis heute mit der beste Teil. Schade, dass es damals nochmal zu Telltale ging. Die Episoden habe ich bis heute nicht zu ende gespielt. Fand die Steuerung fast noch schlechter ^^ Man was würde ich für einen neuen echten 2D Teil geben...

advfreak
09.09.2018, 11:38

Man kann es einfach nicht mögen, nicht mal als LP. Grausig! :(

ImaMightyPirate
10.09.2018, 10:14

Ich verstehe die Antipathien nach wie vor nicht...

Die Steuerung ist gewöhnungsbedürftig aber funktioniert grundsätzlich ohne grössere Probleme, hatte weder damals noch beim Replay vor wenigen Jahren nennenswerte Einschränkungen zu verzeichnen. Die Grafik ist OK (mein Gott kein schönes 2D aber definitiv nicht schlecht), Rätsel, Story und Humor sehr gut wie eh und je.

Ja die anderen 3 MI sind besser, keine Frage, aber trotzdem ist es ein sehr gutes Adventure. Würde sowas heute erscheinen, und nicht Monkey Island heissen, würde sich jeder drauf stürzen.

advfreak
10.09.2018, 14:39

Ich habe jetzt extra nochmal hinein geschaut...

Es tut mir echt leid aber...

:kotz:

:no:

rcatcorner
11.09.2018, 02:36

Spätestens wenn man auf Hermann trifft, sinkt das Spiel in die tiefsten Untiefen des Niveaus und man kann es nicht mehr liebhaben. Mir haben aber auch einige wenige Dinge sehr gut gefallen. Zum einen der Turmspringwettbewerb und zum anderen das Zeiträtsel im Sumpf.

Für mich gehört es heute aber nicht zum Kanon.

sadclown
11.09.2018, 18:58

ich stimme da -ImaMightyPirate- voll und ganz zu...und bin selbst eigentlich sehr kritisch gegenüber der adventureszene...

mich würde ja dann mal interessieren was so die toplist von -advfreak- ist...

viel bleibt da nicht über meiner meinung nach (lucasarts mal außen vor)

advfreak
11.09.2018, 20:30

Ich lasse Lucas Arts außen vor:

Baphomets Fluch
Blade Runner
The Raven
Still Life
Memento Mori
Geheimakte 1
Lost Horizon 1
Black Mirror 1 - 3
Alles von Telltale ab TWD, außer Minecraft Story
Sherlock, die letzten beiden Teile
Until Dawn
State of Mind
Detroid
Heavy Rain
Fahrenheit
Thimbleweed Park
Syberia 3
What Remains of Edith Finch
Machinarium
Life is Strange 1 + 2
Der Fall John Yesterday
The Lion's Song
...und noch 100 andere die mir jetzt auf die schnelle nicht einfallen.

Noch Fragen? :beer:

Albaster
11.09.2018, 20:32

advfreak hat geschrieben:
...und noch 100 andere die mir jetzt auf die schnelle nicht einfallen.

Noch Fragen? :beer:

The Lost Crown? :?: :wink: :top:

advfreak
11.09.2018, 20:53

Albaster hat geschrieben:
advfreak hat geschrieben:
...und noch 100 andere die mir jetzt auf die schnelle nicht einfallen.

Noch Fragen? :beer:

The Lost Crown? :?: :wink: :top:


Nun... nein, dem ziehe ich dann "The Vanishing of Ethan Carter" vor. :D

Albaster
11.09.2018, 20:58

advfreak hat geschrieben:
Nun... nein, dem ziehe ich dann "The Vanishing of Ethan Carter" vor.
:D

Hehe :) ich muss sagen das ich ganz vernarrt in diese eher unscheinbare, aber wie für mich gemachte, großartige Perle, bin...

advfreak
11.09.2018, 21:10

Albaster hat geschrieben:
advfreak hat geschrieben:
Nun... nein, dem ziehe ich dann "The Vanishing of Ethan Carter" vor.
:D

Hehe :) ich muss sagen das ich ganz vernarrt in diese eher unscheinbare, aber wie für mich gemachte, großartige Perle, bin...


Ich werde mal hinein schauen, aber alleine vom Review hier kann ich jetzt schon sagen das mir das bei weitem besser als Monkey 4 gefallen wird! :P

Albaster
11.09.2018, 21:36

advfreak hat geschrieben:
Ich werde mal hinein schauen

Laut deinem Portfolio oben bist du Horror und Mystery nicht abgeneigt, also kann ich dir bedenkenlos empfehlen, mal reinzuschnuppern. Nur anfangs nicht von der etwas eigensinnigen Steuerung und der überwiegend schwarzweißen (eigentlich aber perfekt passenden) Optik abschrecken lassen, da gewöhnt man sich schnell dran. Es lohnt sich... :)

sadclown
11.09.2018, 22:52

nette liste

die einzigen titel wo ich sage

top

sind bapho

machinarium

memento

black mirror 1-2

fall john yesterday

geheimakte, lost horizon war auch ziemlich gut

sherlock war für mich das letzte sehr gute (das testament von sherlock)

und vllt noch thimbleweed (obwol das doch recht fad war(leider))

die ganzen telltalespiele und life is strange und heavy rain fahrenheit

sind keine adventures im klassischen sinne

dein geschmack geht wohl doch eher ins cinematische

und da muss ich nebenbei nch erwähnen das ich die ganzen telltalepsiele hasse...diese firma hat die adventureindustrie heftigst verschlechtert...weil sich der dreck einfach besser verkauft...brainless bullshit (nicht persönlich nehmen :))

wenn man vom klassischen adventure ausgeht kann monkey 4 locker mit den spielen da oben mithalten...

da sind sogar 2 dabei die ich noch nich kenne (detroid lions song...werd ich mir mal angucken)

falls du das noch nich gespielt hast kann ich dir wärmstens gray matter empfehlen...top spiel (solllte deinen geschmack treffen)

ist wohl einfach eine geschmackssache ...aber das macht monkey 4 definitv nicht zu einem schlechten adventure...

ja reicht erstmal :)

Albaster
11.09.2018, 23:10

sadclown hat geschrieben:
und da muss ich nebenbei nch erwähnen das ich die ganzen telltalepsiele hasse...diese firma hat die adventureindustrie heftigst verschlechtert...weil sich der dreck einfach besser verkauft...

Mhh, dann haben Sierra und vor allem Lucas-Adventures ja auch das damals "klassische" Adventure, nämlich Textadventure verschlechtert?

Aber ja, alles Geschmackssache so ist das. Ich finde eine grundsätzliche Weiterentwicklung oder Veränderung im Genre erstmal wünschens - und erstrebenswert (sonst würden wir noch alle Textadventures spielen). Offensichtlich kommt da was mit Blick in Richtung Blackenrock, worauf ich jetzt sehr gespannt und zuversichtlich bin...

advfreak
12.09.2018, 12:57

Albaster hat geschrieben:
sadclown hat geschrieben:
und da muss ich nebenbei nch erwähnen das ich die ganzen telltalepsiele hasse...diese firma hat die adventureindustrie heftigst verschlechtert...weil sich der dreck einfach besser verkauft...


Nun, zu behaupten Telltale hätte die Adventure-Industrie verschlechtert halte ich für zu trivial. Das Adventure Genre war ja damals schon fast nicht mehr relevant für den Markt und TT hat den Leuten etwas gegeben mit denen plötzlich viele wieder etwas anfangen konnten. Man nehme eine große Marke wie The Walking Dead mit einer sehr guten Story, einigen Quickshare-Einlagen und vielen Pseudo-Entscheidungen... Fertig! Die Nische hasste es zwar, aber die Menge liebte es. TT hat alles richtig gemacht.

Den Fehler sehe ich eher das Entwickler wie z.B. Animation Arts und Daedalic nicht auf diesen Zug mit aufgesprungen sind und das völlig verschlafen haben, gerade z.B. ein Lost Horizon hätte sich sehr gut Angeboten für die TT Schiene. Stattdessen hat man auf eine veraltete Grafikengine mit hässlichen Animationen gesetzt und unzeitgemäßen Schwarzblenden. Und das Endresultat war dann das sich sämtliche Magazine darüber lustig gemacht haben und die Leute das Gefühl hatten das die Adventures endgültig den Bach hinunter gegangen sind.

Ein Beispiel fällt mir gerade noch ein wo ich meinen persönlichen Stempel für ein völlig misslungenes Adventure-Experiment aufdrücken möchte: Dieses letzte Kings Quest im Episoden Format. Die Story, Grafik, Soundtrack, Vertonung, wirklich alles Top. Aber die unmöglich ohne Lösung zu schaffenden Rätsel machen das ganz Game kaputt. Garniert mit extra langen Laufwegen und schnarchigen quälendslangen Erzählsträngen. Das mit der TT Formel wäre ein absoluter Hit, so ist es leider ein einziges Ärgernis. Sehr schade!

Amberl
12.09.2018, 13:32

Habe Flucht von Monkey Island damals auf der PS2 gespielt
und fand es auch schrecklich. Kann da advreak nur zustimmen.
Würde man so was heutzutage veröffentlichen, würde man selbst
in der Indie-Szene belächelt werden.

Mikej
12.09.2018, 13:48

Ja, Telltale die Schuld für die Lage des Genres zu geben, halte ich persönlich auch für falsch. Telltale hat lediglich versucht eine eigene Formel zu finden, die auch zu durch Film oder TV geprägten IPs passt - und zwar unabhängig von der typischen Adventure-Norm.

Die Hardcore-Adventure-Fanbase hat sich damals ja von Anfang an dagegen gesträubt, diese Spiele als Teil des Genres zu sehen. Ich denke, es wäre klüger gewesen solche Spiele, oder auch jene wie die von Quantic Dreams von Anfang an zu tolerieren. Dann hätte das Genre weit mehr Breitenwirkung und würde nicht vorwiegend mit Point&Click assoziiert werden. Momentan ist dieser Zug leider abgefahren.

Und vor Jurassic Park gabs bei Telltale ja durchaus auch Rätsel bei TTG. In spielerischer und kreativer Hinsicht finde ich die Sam & Max Staffeln immer noch interessanter als 90% von dem, was heutzutage im Point&Click-Bereich geworfen wird. Es war nur eben auf Dauer nicht erfolgreich genug, da sich der Markt verändert hat. Insofern logisch, dass das Studio andere Wege gegangen ist.

FustelPustel
12.09.2018, 14:43

Also ich finde auch nicht, dass Telltale das Genre verschlechtert oder ruiniert hat.
Hingegen bin ich aber der Meinung, dass sie es auch keineswegs verbessert oder zu einer positiven Veränderung beigetragen haben.

Sie haben halt Geschichten in deren Universen geschrieben, das Spiel um jegliches Gameplay oder Interaktivität beraubt und das in ihrer eigenen Grafik. Das war es auch wieder...mag ja alles funktionieren und Anklang gefunden haben, da die Spieler aber bei den letzten Titeln nicht mal mehr mit der Story zufrieden waren, was bleibt dann noch übrig?

Ich lehne solche Spiele auch nicht kategorisch ab und lass mich auch selten mal durch solche Geschichten treiben ohne viel tun und nur lauschen zu müssen/auf mich wirken lassen....aber wenn ich denke dass die ganze Adventure-Genre-Industrie sich auf sowas beschränkt na Prost Mahlzeit. :-P Hat man ja gesehen bei den letzten Titeln von Daedalic was da raus kommt, und es interessiert auch nicht mehr Leute als bei den Spielen davor.

Man kann ja noch so offen für neues sein oder sich sein Genre immer wieder neu definieren, das ist Geschmackssache wie schon weiter oben angesprochen.
Aber wenn ich dabei bedenke dass das Standard wird bei Adventurespielen, da ist es mir dann auch schon egal ob das eben massentauglicher ist, meinen Geschmack trifft es nicht. Punkt. :-D

Da habe ich viel lieber Spiele wie das bald kommende 'Lamplight City' (auch wenn es keine klassischen Rätsel hat, da haben wenigstens die Entscheidungen eine wirklich spürbare Auswirkung. (im Vergleich zu den TT-Spielen)

Oder Daedalic hätte sich mal auf 'The Devils Men' konzentriert, anstatt haufenweise Gameplay-verkrüppelten Einheitsbrei zu bringen. Was bringts mir da wenn die Leute dann gerne auch mal "Adventures" spielen....Möchte hier nicht alles über einen Kamm scheren wohlgemerkt...gg

Also ich bin keineswegs dafür, dass zukünftige Entwickler sich ein Beispiel an TT nehmen, wie man vom Kunden mit dem wenigsten Aufwand und Gameplay noch Geld bekommt.

sinnFeiN
12.09.2018, 15:26

FustelPustel hat geschrieben:
Oder Daedalic hätte sich mal auf 'The Devils Men' konzentriert, anstatt haufenweise Gameplay-verkrüppelten Einheitsbrei zu bringen. Was bringts mir da wenn die Leute dann gerne auch mal "Adventures" spielen....Möchte hier nicht alles über einen Kamm scheren wohlgemerkt...gg

Sieht man sich die Verkaufszahlen von anderen Point-and-Click-Adventures an, sieht es halt echt nicht danach aus, dass das der große Verkaufsschlager gewesen wäre :). Auch Gameplay muss sich irgendwann fast an die Zeit anpassen, das haben andere Genres schon länger hinter sich :).
Mal schauen, tot ist das Genre nicht, sonst hätten wir nicht so viele Termine auf der gamescom gehabt :love:. Da gibts noch sehr viel, es entwickelt sich nur gerade in viele verschiedene Richtungen: Von klassisch bis zu kinematisch ist da alles drin.

Mikej
12.09.2018, 15:50

Quote:
Also ich bin keineswegs dafür, dass zukünftige Entwickler sich ein Beispiel an TT nehmen, wie man vom Kunden mit dem wenigsten Aufwand und Gameplay noch Geld bekommt


Ich glaube du unterschätzt die Kosten bei diesen Games. Nur weil das Gameplay einfacher ist, heißt das noch lange nicht, dass das Budget niedrig ist.

Da steckt zweifellos sehr viel Geld drin, deshalb hat TTG jetzt ja die finanziellen Probleme.

FustelPustel
12.09.2018, 16:49

sinnFeiN hat geschrieben:
FustelPustel hat geschrieben:
Oder Daedalic hätte sich mal auf 'The Devils Men' konzentriert, anstatt haufenweise Gameplay-verkrüppelten Einheitsbrei zu bringen. Was bringts mir da wenn die Leute dann gerne auch mal "Adventures" spielen....Möchte hier nicht alles über einen Kamm scheren wohlgemerkt...gg

Sieht man sich die Verkaufszahlen von anderen Point-and-Click-Adventures an, sieht es halt echt nicht danach aus, dass das der große Verkaufsschlager gewesen wäre :). Auch Gameplay muss sich irgendwann fast an die Zeit anpassen, das haben andere Genres schon länger hinter sich :).
Mal schauen, tot ist das Genre nicht, sonst hätten wir nicht so viele Termine auf der gamescom gehabt :love:. Da gibts noch sehr viel, es entwickelt sich nur gerade in viele verschiedene Richtungen: Von klassisch bis zu kinematisch ist da alles drin.


Dann frage ich umgekehrt: Sind denn die anderen Daedalic Titel, die sich mehr in cinematischem Gewand präsentiert haben besser angenommen worden!? Klar braucht so ein Umschwung Zeit und auch wieder anderes Know-How, das Daedalic zu dem Zeitpunkt vielleicht noch nicht hatte.

Mikej hat geschrieben:
Quote:
Also ich bin keineswegs dafür, dass zukünftige Entwickler sich ein Beispiel an TT nehmen, wie man vom Kunden mit dem wenigsten Aufwand und Gameplay noch Geld bekommt


Ich glaube du unterschätzt die Kosten bei diesen Games. Nur weil das Gameplay einfacher ist, heißt das noch lange nicht, dass das Budget niedrig ist.

Da steckt zweifellos sehr viel Geld drin, deshalb hat TTG jetzt ja die finanziellen Probleme.


Damit meinte ich ja nicht, dass diese Spiele nichts gekostet haben. Aber alles in allem machen sie einen sehr minimalistischen Eindruck was das Spielgefühl anbetrifft, abgesehen von der Grafik. Tales from the Borderlands hatte wenigstens einen super Humor.
Und wenn man dann auch noch bei dem einzigen Punkt, auf den man sich konzentriert (Geschichte), an Qualität abbaut dann führt das zwangsläufig dazu, dass die Leute das eben nicht mehr kaufen oder stark vergünstigt spielen dann wenn überhaupt.
Darauf kommt es mir an....

sinnFeiN
12.09.2018, 17:08

bei den anderen Spielen liegts halt an der Zielgruppe. Säulen der Erde hatte bei der Thematik keine Zielgruppe :)
State of Mind hätte da thematisch eine größere Zielgruppe, aber die Tests reflektieren da eh gut, dass das einfach nicht für jeden ist :).

Und ich glaube fast, dass ein Marketing eines größeren Publishers da durchaus mehr rausgeholt hätte. Bei dem finanziellen Druck ist das aber nicht möglich.

FustelPustel
12.09.2018, 17:16

sinnFeiN hat geschrieben:
bei den anderen Spielen liegts halt an der Zielgruppe. Säulen der Erde hatte bei der Thematik keine Zielgruppe :)
State of Mind hätte da thematisch eine größere Zielgruppe, aber die Tests reflektieren da eh gut, dass das einfach nicht für jeden ist :).

Und ich glaube fast, dass ein Marketing eines größeren Publishers da durchaus mehr rausgeholt hätte. Bei dem finanziellen Druck ist das aber nicht möglich.


Ja da stimme ich dir schon zu was die Gründe betrifft, weshalb diese Spiele gescheitert sind. Aber gut man kann sich eh beschweren wie man will, das Genre und die Spieleindustrie wird weiter leben und ich auch, spiele ich eben nur das was mir zusagt und wie ich Zeit habe. :-D Sehe da keinen Konsens wie man es jedem recht machen kann, weil eben die Spieler die Adventures nur spielen wenn alles von selbst abläuft und man nichts nachdenken muss die werden auch nur das kaufen. So einfach ist das...

Albaster
12.09.2018, 17:37

sinnFeiN hat geschrieben:
Auch Gameplay muss sich irgendwann fast an die Zeit anpassen, das haben andere Genres schon länger hinter sich :).
Da gibts noch sehr viel, es entwickelt sich nur gerade in viele verschiedene Richtungen: Von klassisch bis zu kinematisch ist da alles drin.

Ja, die anderen Genres bieten mittlerweile genau das, was ein Adventure früher ausgemacht hat: Interessante Story und Charaktere und sogar (einfache) Rätsel, nehmen wir mal ganz banal die neuen Tomb Raider-Titel, die bieten das alles und noch ne Menge Gameplay mehr + Multiplayer, warum soll man da noch ein Adventure spielen?

Und deshalb begrüße ich die Entwicklungen in den verschiedenen Richtungen sehr, weil sich das Genre einfach verändert und letztlich auch weiterentwickelt. Man mag Telltale belächeln, ein Life is Strange zeigt schon etwas mehr Mechanik und ich warte auf dem Moment, wenn ein Adventure einfach mal die Vorzüge von Klassisch und Walking Simulator verbindet. GK3 z.B. hat das im Ansatz schon vor 20 Jahren gemacht, offene Areale die zum Erkunden einladen, aber halt über einer Karte angewählt werden, teilweise nonlinear.

FustelPustel hat geschrieben:
Hingegen bin ich aber der Meinung, dass sie es auch keineswegs verbessert oder zu einer positiven Veränderung beigetragen haben.

und
Mikej hat geschrieben:
Ja, Telltale die Schuld für die Lage des Genres zu geben, halte ich persönlich auch für falsch. Telltale hat lediglich versucht eine eigene Formel zu finden, die auch zu durch Film oder TV geprägten IPs passt - und zwar unabhängig von der typischen Adventure-Norm.

Es kommt auch drauf an, mit was für eine Intention man bestimmte Titel spielt. Bei Walking Dead (die einzigen Spiele von TT, die ich kenne), war es bei mir eben die Neugier, wie es mit der Handlung und den Charakteren weiter geht, genau wie in der Fernsehserie. Und Walking Dead überrascht mich, in beiden Medien, doch immer wieder.

Ein Life is Strange spiele ich unter anderen Bedingungen. Adoleszenz, also das Erwachsenwerden von jungen Menschen (kommt auf mich als Vater ja auch bald zu) z.B. ist ein spannendes Thema, das auch nicht alltäglich in Spielen vorkommt. Tatsächlich hat LiS viel Diskussionspotenzial, spirituelle und fast sogar philosophische Fragestellungen, freilich alles Outgame-Content, für welchen man auch die richtigen Gesprächspartner haben muss. Aber solche Spiele sind dahingehend wertvoll, über den Tellerrand zu schauen. Da wird dann gerne gesagt, hat ja keine Rätsel, zu einfach, keine Herausforderung - Falsch, die Herausforderung besteht nur auf anderer Ebene, komplexer als es jedes Rätsel der Welt sein könnte. Klar sind das jetzt auch nur wieder persönliche Präferenzen, aber es soll zeigen, das es viele Parameter, vielleicht nur Kleinigkeiten sind, die darüber entscheiden, wie man von einem Spiel unterhalten und eingefangen wird, ob man es überhaupt spielt. Das JEDES Spiel Verbesserungsmöglichkeiten besitzt, steht außer Frage (siehe Entscheidungen & Konsequenzen z.B. bei TT).

Und Adventure-Norm? Jedes Genre hat erfolgreiche und beliebte Titel mit RP-Elementen, warum nicht ein Adventure? Ich finde die Beharrlichkeit der "klassischen" Spielerschaft zwar beherzt, aber verstehe auch die vielen, intensiven Ablehnungen gegenüber neues, abgespecktes oder gemischtes nicht wirklich.

FustelPustel hat geschrieben:
Sehe da keinen Konsens wie man es jedem recht machen kann, weil eben die Spieler die Adventures nur spielen wenn alles von selbst abläuft und man nichts nachdenken muss die werden auch nur das kaufen. So einfach ist das...

Ist es so einfach? Wie gesagt, es kommt auf die Prämisse drauf an. Wenn "diese" Spieler dann auch eben nur die Adventure-Titel kaufen, ist das immer noch positiv für die Entwickler des Genres. Aber es gibt sicher auch genügend Spieler, die alle beliebten Adventure-Attribute - TT Style, Exploration und knifflige Rätselkost - mögen, da würde ich als Hersteller mit einem entsprechenden Produkt ansetzen.

FustelPustel
12.09.2018, 18:18

Ja das stimmt schon, dass Spiele in anderen Genres, wenn gut gemacht, im Vergleich zu den meisten Adventures eine bessere Mischung und sehr gut Optik bieten. Dh aber nicht zwangsläufig, dass Adventures genau das werden müssen, was andere Genres sind und sich an diese anzupassen.
Es gibt auch noch immer genügend Leute, die die Spielweise und Atmosphäre in Adventures schätzen, wie zB das langsame Spielen und Erkunden, Dialoge zu führen etc...ein Tomb Raider wie von dir genannt ist ja auch ein Action-Adventure, also irgendwas im Detail werden die ja gemeinsam haben.

Und du hast recht, TT Titel spielt man auch großteils mit einer anderen Erwartungshaltung und unter anderen Voraussetzungen. Es ist wie mit dem Kino gehen, wo bei mir aber auch schon seit längerem die Kosten-Nutzen Rechnung nicht mehr aufgeht und ich somit drauf verzichte.
So hätte ich auch keine große Lust für sowas wie ein TT Spiel 30€ auszugeben für wenig Gameplay und großteils automatisiertes Spielerlebnis. (Sage ich als jemand, der Walking Dead die 1 Staffel erst kürzlich auf seiner PS 3 installiert hat :-P)
Somit begrüße ich aber auch den Versuch von Telltale, der finalen Staffel von Walking Dead wieder etwas Leben einzuhauchen durch innovative Veränderungen und Versuche.

Und auch für advfreak gibt es da was zu genießen mit komplett deutscher Sprachausgabe. :-D

Möcht nur noch abschließend festhalten, dass ich keineswegs Neuerungen und Spielen mit alternativem Gameplay abgeneigt bin.
Finde durchaus, dass es da viel schönes gibt, dass das Genre berichert. ZB wie von Albaster genanntes Life is Strange...nur eben eine Mischung aus allem auf dem Markt, wo sich jeder Entwickler nach seinen Vorstellungen austobt. Qualität hin- oder her, Budget hin- oder her.... Nicht alles telltaleartig bitte gg

sinnFeiN
12.09.2018, 19:33

Ich finde es ziemlich vermessen Spielstunden und Spielpreis zu verrechnen. Dann gewinnt jedes billig gemachte Multiplayer-Spiel mit Battle Royale immer und MMOs müssten dann Hunderte Euro kosten, damit ein Singleplayer-Spiel mit 8 Stunden noch 30 € kosten darf...

ich denke auch nicht, dass gemeint ist, dass Adventures sich zu anderen Genres weiterentwickeln müssen, sondern das Genre Adventure wahrscheinlich gerade eine ähnliche Metamorphose durchmacht wie das Genre Action-Adventure gemacht hat. Action-Adventures wurden von mit Level aufgebauten Spielen und 0 Rollenspielelementen zu SApielen mit (semi-) offener Welt und Rollenspielelementen. Dialoge wurden verstärkt genutzt, die Kinematokraphie ist eingezogen - sie wurden effektvoller. Adventures müssen nicht genau diese Wandlung machen, sondern auch eine Wandlung, die das Genre weiterbringt, die das Genre auch für neues Publikum interessant macht :). Das fehlt noch, denn in Sachen Gameplay und Inszenierung experimentieren noch sehr wenige Adventures.

Albaster
12.09.2018, 19:45

FustelPustel hat geschrieben:
Dh aber nicht zwangsläufig, dass Adventures genau das werden müssen, was andere Genres sind und sich an diese anzupassen.
Es gibt auch noch immer genügend Leute, die die Spielweise und Atmosphäre in Adventures schätzen, wie zB das langsame Spielen und Erkunden, Dialoge zu führen etc...

Unbedingt, ich würde stets ein Adventure mit Atmosphäre, langsames spielen und Erkundung vorziehen, ich suche Entschleunigung im Hobby Gaming, da ist ein "gemütliches" Adventure genau passend für meine Spielabende (und Spielweise), Action und Multiplayer will ich nicht. Einzig gut inszenierte QTE - gelegentlich - bin ich nicht abgeneigt, da sie doch erheblich zum Spielgefühl beitragen können - können, nicht müssen...

...dennoch fehlen mir ein paar Elemente, die ich zumindest mal ausprobieren und erleben möchte, in einem Adventure. :)

sinnFeiN hat geschrieben:
ich denke auch nicht, dass gemeint ist, dass Adventures sich zu anderen Genres weiterentwickeln müssen
...
Adventures müssen nicht genau diese Wandlung machen, sondern auch eine Wandlung, die das Genre weiterbringt, die das Genre auch für neues Publikum interessant macht :). Das fehlt noch, denn in Sachen Gameplay und Inszenierung experimentieren noch sehr wenige Adventures.

:top:


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