gc2016: Der Blick über den Tellerrand: Storytellers der Messe Teil 2

 

 

 

 

Dishonored 2

 

Dieses Mal sahen wir von 'Dishonored 2' ein Gameplay-Video mit Emily Kaldwin. Sie jagt einen Erfinder ihrer Widersacher durch sein Haus und begegnet den mechanischen Wachen. Natürlich zerlegt sie diese auch in ihre Einzelteile. Neben bekannten Fähigkeiten, wie ihrer speziellen Version des Teleports, kam auch die neue Mimic-Fähigkeit, die mehrere Gegner verbindet und beim Ableben eines der Gegner alle entsprechend tötet, zum Einsatz. Ebenso sah man sie als Schattengestalt unsichtbar am Boden kriegen und ihre Gegner durchbohren.

Trotz der blutigen Demonstration soll das Spiel aber völlig gewaltfrei ohne einen Tod möglich sein und bietet, wie von Arkane Studios üblich, eine dichte Atmosphäre mit viel Geschichte. Die unzähligen Möglichkeiten sowie die brillante Atmosphäre konnten bereits fesseln. Am 11. November dürfen wir dann kurz nach Dunwall und danach hauptsächlich nach Karnaca reisen. Emily Kaldwin und Corvo Attano sind bereit und haben wieder einiges zu bieten.

 

 

 

 

Prey

 

Von Prey sah man ebenso einen Gameplay-Trailer, der erstmals Fähigkeiten und Waffen zeigte. Der Protagonist oder die Protagonistin Morgan Yu - das Geschlecht ist frei wählbar - injiziert sich dabei über das Auge verschiedene Fähigkeiten, die zum Teil auch von den feindlich gesinnten Aliens stammen. Diese Schattengestalten trifft er nämlich in einer verlassenen Raumstation an und will herausfinden, was denn hier passiert ist. Das Flair und der Luxus der 1960er soll hier ebenso eingefangen werden wie typische Elemente der Spiele von den Arkane Studios. Statt einer offenen Welt setzen sie auf offene Levels, die frei begehbar sind und wo es auch alternative Wege geben soll. Oft ist es besser den Gegner auszuweichen und sie zu überraschen oder die Umgebung zu nutzen. Es setzt außerdem auf die Dishonored 2 Engine und ist weniger ein Horror-Spiel als eine Art Action-RPG mit Stealth-Elementen, das gleichzeitig eine psychologische Spannung bis zu Angst aufbauen soll. Prey wird erst nächstes Jahr erscheinen. Derzeit wurde noch zu wenig gezeigt, um das Spiel genau auszumachen.

 

 

 

 

 

Torment - Tides of Numenara

 

Nach 'Planescape: Torment' war es lange Zeit still um das viel geliebte, etwas andere RPG. Erst das Kickstarter-Projekt 'Torment: Tides of Numenara' von inXile Entertainment, das immerhin über 4 Mio. US-Dollar eingebracht hat, versucht diesen Durst nach etwas anderen Rollenspielen der alten Schule zu löschen. Das Team rund um Genre-Größen wie Chris Avellone, Brian Fargo oder Colin McComb nimmt dabei den Mund ziemlich voll und spricht von einem Rollenspiel, das es in dieser Form seit zumindest einem Jahrzehnt nicht mehr gab. 

Auf der gamescom schilderte uns McComb kurz die Geschichte um das Spiel und zeigte dann Spielszenen des Sci-Fi Fantasy RPGs. Im Kern ist es ein hauptsächlich story-getriebenes Spiel, das eine Milliarde Jahre in der Zukunft spielt. Dabei stellt sich die Frage, was denn überhaupt ein Menschenleben alles verändern kann? Aus diesem Grundstein bilden sich dann ein Netz an Entscheidungen und entsprechenden Konsequenzen. Bei dieses geht es nicht selten um Leben oder Tod. 

Verrückt ist wahrscheinlich das beste Wort, um dieses Spiel zu beschreiben. Geister freischalten, damit man sie nach Geheimnissen befragen kann. Roboter bekommen Kinder, die man wiederum als Bomben im Kampf verwenden kann. Der angesprochene Kampf war nicht nur in der Demo nur eine von vielen Lösungen. Oft waren es ausgiebige Dialoge, die von brutalem, unbedachten Vorgehen bis zu Diplomatie oder Überredungskunst alles bieten. Dieses Dialogsystem wie in Baldur's Gate oder Planescape: Torment bot die besten Momente der Demo. Selbst die Begleiter können anderen NPCs einschüchtern oder überreden - man muss also nicht alles selbst machen, aber mit Konsequenzen rechnen. 

Das rundenbasierte Kampfsystem mag zwar im Prinzip gut funktionieren, wurde aber einerseits nur spärlich gezeigt und hatte in den wenigen Minuten einige Ruckler. Dazu wirkte etwas unübersichtlich. Um u.a. dieses Manko noch auszubessern, haben sie noch etwas Zeit, denn es soll im ersten Quartal 2017 für PC, Mac, Linux, PS4 und Xbox One erscheinen.

 

 

 

 

Mafia 3

 

Schauplatz: New Bordeaux, ein fiktives New Orleans der späten 60er. Wir begleiten Lincoln Clay, einen Vietnam Veteran, als Mitglied des schwarzen Mobs durch die Stadt. Die schwarze Mafia wird vom italienischen Mob bedroht, denn dieser tötet Familienmitglieder von Lincoln. Da gibt es nur eines: Vendetta.

Alo Demo werden uns auf einer Bootsfahrt - ja, Motorboote kann man selbst fahren - einige von den zehn Stadtteilen gezeigt. Alle sollen einen eigenen, speziellen Charakter und ein anderes Aussehen haben. Bayou, ein mysteriöses Dschungelgebiet mit einem Einschlag von Okkultem, lädt zur Erkundung ein und soll einiges an Exploration bieten. Jedoch verkaufen die Italiener hier Waffen und erzeugen Moonshine. Delray Hollow ist die Heimat der Familie von Lincoln und wird von einem anderen Mafia-Gruppierung zur Prostitution genutzt. Frisco Field ist das typische Viertel der Reichen und Schönen mit großen Villen. Hier regiert natürlich die italienische Mafia in Zusammenarbeit mit Universität und der Southern Union, eine Art Ku Klux Klan im Spiel.

Schauplatz der Demo war hingegen Downtown mit einem abwechslungsreichen Erscheinungsbild, das zwischen modernen Wolkenkratzern und historischen Gebäuden hin und her wechselt. Lincoln soll Tony deRazio töten, einen der Bosse der italienischen Mafia, der auch die Politiker kontrolliert. Schnell fragt uns der Sprecher von 2k Games, ob wir eher leise und schleichend durch das Parkhaus in das Zielgebäude eindringen wollen, oder das Gebäude frontal in brachialer Manier stürmen wollen. 

Das Publikum entscheidet sich fast einhellig für die Stealth-Variante. Gekonnt zeigt uns ein weiterer Mitarbeiter, was in Lincoln drinsteckt. mit schallgedämpfter Pistole, schallgedämpfter Maschinenpistole und Messer sowie Rauchbomben und Granaten schaltet er lautlos Gegner um Gegner aus - Granaten spart er sich fürs große Finale auf. Die beeindruckende Spielweise lenkte fast von den KI-Mängeln ab, denn herumliegende Leichen oder Blut werden von anderen Gegnern nicht bemerkt. Man sollte sich also kein Hardcore-Schleichspiel wie 'Hitman', 'Thief' oder die ersten 'Splinter Cell'-Teile erwarten. Der Fokus liegt auf spaßiger, schneller Action. Trotzdem kann man sich von hinten anschleichen und Gegner sofort mit dem Messer ausschalten, oder in Deckung kniend die Gangster mit Pfiffen anlocken. Natürlich zeigt uns die Benutzeroberfläche auch, ob wir sichtbar sind oder gar aufgeflogen sind - dann führt ohnehin kein Weg am Feuergefecht vorbei.

Immersion spielt trotzdem eine gewichtige Rolle, denn beim Autofahren zeigt keine GPS-Linie uns den Weg an, sondern eingeblendete Wegweiser auf der Straße weisen uns den Weg. Das ist wirklich eine schöne Variante, die nicht ganz so aus dem Spielgeschehen herausreißt. Andere Dinge, wie Zivilisten, die von gezogenen Waffen eingeschüchtert werden und der mögliche Faustkampf inklusive Finishing Moves tragen hier ebenso einen Beitrag bei. Trotzdem bleibt ganz klar der Fokus auf der dichten Geschichte und der Atmosphäre von New Bordeaux. Hier hat 'Hangar 13' wirklich ein perfektes Setting geschaffen, das sehr spannend geklungen hat. Am 7.Oktober erscheint 'Mafia III' für PC, PS4 und Xbox One. Ihr könnt euch noch den gamescom Trailer 'The Heist' ansehen.

 

 

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geschrieben am 28.08.2016, Peter Färberböck




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