Previews: Machinarium:

Machinarium


Nachdem Daedalic Entertainment als Entwickler von 'The Whispered World' und 'Edna bricht aus' einige Auszeichnungen erringen und als Co-Publisher von beispielsweise 'Ankh' Erfahrungen sammeln konnte, versuchen sich die Hamburger jetzt erstmals nur als Publisher. Doch auch nach dem Rollentausch bleibt man seiner Firmenpolitik treu, denn das erste Spiel ist – wie sollte es anders sein – ein klassisches Adventure, natürlich komplett in 2D. Es handelt sich dabei um 'Machinarium' vom tschechischen Entwickler Amanita Design, die sich mit ihren Flash-Adventures 'Samorost' 1 und 2 einen Namen in Fan-Kreisen machen konnten. Wir konnten bereits einen ersten Blick auf das Adventure um den kleinen Roboter Josef werfen.


Wir sind die Roboter

Machinarium entführt uns in eine fantastische und fantastisch schön gezeichnete Roboter-Welt.

'Machinarium' entführt uns in eine von Robotern besiedelte Welt. Hier „lebt“ Josef, ein kleiner Roboter, der vom Äußeren ein wenig an Bender aus 'Futurama' erinnert. Josefs Leben verändert sich deutlich, wird er doch entsorgt und landet auf einem Schrottplatz vor den Toren der Stadt. Dort beginnt dann auch die abenteuerliche Reise des kleinen Blechmännchens. Doch bevor er sich auf den Rückweg in die Stadt machen kann, muss er sich mit Hilfe des Spielers erst einmal wieder zusammensetzen. Das ist gar nicht mal so leicht, zumal seinem Rumpf neben einem Arm und einem Bein auch noch der Kopf fehlt. Nachdem zumindest der recht schnell wieder an seinem Platz ist, weist uns Josef mittels einer Sprechblase auf die übrigen fehlenden Gliedmaßen hin. Auch die sind schnell gefunden und Josef macht sich auf den Weg zurück in die Stadt. Dort stößt er zufällig auf die Vorbereitungen zu einem Bombenanschlag. Die böse Roboter-Bruderschaft will die Stadt in Schutt und Asche legen. Das muss Josef auf jeden Fall verhindern!

Wir sind auf Alles programmiert und was du willst, wird ausgeführt

Oft muss Josef Gegenstände einsetzen, um zum Ziel zu kommen.

Unser Roboterfreund kann zwar recht viel, ist aber in seinem Bewegungsradius arg eingeschränkt. Er kann umherlaufen und sich strecken oder zusammenziehen, um hohe oder tiefe Objekte zu erreichen. Angezeigt werden nicht erreichbare Objekte aber nicht. Das bedeutet, dass Gegenstände, die zu weit weg sind, nicht direkt benutzt werden können und Josef erst einmal dorthin laufen muss. Da es auch keine Anzeige für Hotspots gibt und die Gegenstände wirklich sehr gut in der Grafik versteckt sind, ist es nicht besonders leicht, das Inventar in Josefs Bauch zu füllen. Damit man trotzdem nicht in jedem Level völlig ratlos ist, was überhaupt zu tun ist, bietet das Spiel eine Hilfefunktion an, über die Josef uns seine Idee zur Levellösung mitteilt. Wenn das noch immer nicht genügt, können wir mithilfe eines 'Android'-Ähnlichen Minispiels die komplette Lösung frei spielen. Die Schwierigkeitsstufe zieht im Lauf des Spiels merklich an, schon allein deshalb, weil Anfangs jedes Level auf einen Bildschirm begrenzt ist und daher recht wenige Objekte zu finden sind, ähnlich wie in 'Gobliiins'. Später muss Josef Aufgaben lösen, die über mehrere Screens verteilt sind. Neben klassischen Inventar-Rätseln erwarten uns auch zeitkritische Passagen oder Logikrätsel. Der Lösungsweg bleibt dabei aber stets nachvollziehbar.

Fremde Welt

Anfangs sind die Level genau einen Bildschirm groß. Im Spielverlauf werden die Aufgaben komplexer und die Level größer.

Amanita Design wurden auf dem 'Independent Games Festival 2009' für die herausragende Grafik in 'Machinarium' ausgezeichnet. Zu Recht, wie man schnell feststellt, wenn man das Spiel sieht. Die handgezeichneten und detailreichen Hintergründe sowie die liebevollen Animationen sind das Prunkstück des Spiels. Aber auch die Musik trägt zu dem Gesamtkunstwerk bei, in dem sie allerhand fremdartige Töne verwendet.

Gesprochen wird in 'Machinarium' übrigens nicht, zumindest nicht im herkömmlichen Sinn. Das ganze Spiel kommt mit wenigen geschriebenen Wörtern aus, die von Daedalic natürlich ins Deutsche übersetzt werden. Im eigentlichen Spiel wird nämlich wortlos in den schon erwähnten Sprechblasen kommuniziert. Trotz fehlender Worte kommt aber die Komik nicht zu kurz. Die oft eingestreuten Slapstick-Elemente sowie die Bewegungen des kleinen Roboters sorgen immer wieder für Schmunzler.


Galerien

Fazit:

Wertung: Sehr gut

Rätselfreunde aufgepasst! Mit 'Machinarium' kommt ein Spiel mit echten Kopfnüssen und hervorragender Grafik. Das an die beliebte 'Goblins'-Reihe angelehnte Spielprinzip mit einzelnen Leveln dürfte aber nicht nur für Knobelfreunde interessant sein. Aufgrund der Hilfefunktion sollten auch Anfänger keine Probleme mit dem Titel haben. Die melancholische Geschichte um den kleinen Roboter, der einfach auf den Müll geworfen wird und seinen Weg zurück nach Hause sucht, verspricht zudem noch jede Menge Emotionen. Wir sind uns sicher: 'Machinarium' ist der Rätsel-Geheimtipp für den Spätherbst.

geschrieben am 30.09.09, Tobias Maack

Systemanforderungen Weitere Links
Windows Vista / XP / 2000, Macintosh, Mac OS X
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