Myst IV: Revelation - Review

Seit einigen Wochen ist es wieder soweit: Unzählige Fans dürfen zum vierten Mal in die fantastische Welt von 'Myst' eintauchen. Diesmal heißt es aber "back to the roots", womit Ubisoft dem scheinbar unrealisierbaren Feature eines Multiplayers den Rücken kehrt und auf das alte Erfolgsrezept der vorangegangenen Spiele zurückgreift. Die einzige Devise: 'Myst IV' soll noch schöner, noch lebendiger und noch geheimnisvoller als seine Vorgänger werden. Ob die Kanadier dieses Versprechen gehalten haben und uns mit 'Myst IV: Revelation' ein absolutes Highlight der Knobel-Adventure-Reihe ansteht, erfährt ihr, wenn ihr hier weiterlest.

Bilder

Fazit

Wertungs-Lupe 78%

Die üblichen Kritikfloskeln wie "zu steril" oder "viel zu langweilig" darf man 'Myst IV' sicherlich nicht anführen. In diesem Bereich hat sich erfreulicherweise einiges getan. Leider kann man sich aber noch immer nicht völlig in der ansonsten so schönen Welt fortbewegen. Das Klicken von Screen zu Screen ist nicht nur konventionell, sondern stellenweise auch etwas mühsam und träge.
Die fast durchwährend schöne Grafik, eine professionelle, akustische Musikuntermahlung und äußerst talentierte Schauspieler retten 'Myst IV' vor dem Stempel mit der Aufschrift "veraltet". Weiterhin lebt die geschriebene Welt durch die atmende Flora und Fauna mehr denn je, womit selbst die immer noch hohe Anzahl an spielrelevanten Texten ein bisschen kompensiert werden kann.

Fans der Reihe dürfen noch bevor sie mit dem Knobeln loslegen mit einem zufriedenen Lächeln die beiden Hybrid-DVDs streicheln, denn in denen stecken einige schöne Stunden 'Myst'-Abenteuer der alten Schule. Allen anderen sei gesagt, dass 'Myst IV: Revelation' nach 'Uru: Ages Beyond Myst' die Referenz im Subgenre der Knobel-Adventures repräsentiert.

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34 Kommentare

Juluck vor 17 Jahren
Hm, ich werde aus dem Test irgendwie nicht ganz schlau...
Die fast durchwährend schöne Grafik, eine professionelle, akustische Musikuntermahlung und äusserst talentierte Schauspieler retten 'Myst IV' vor dem Stempel mit der Aufschrift "veraltet".
Ich versteh den Satz irgendwie nicht...

Und in Myst-Spielen passt es find ich irgendwie nicht, wenn man die Kritikpunkte heineinbringt wie:
- zu wenig Interaktion
- immer nur klicken (was beim Point & Click übrigens auch so ist)
- zu viel zu lesen, das raubt Zeit

Sollte man nach 3 (oder 4) Vorgängern langsam merken, dass Myst ein eigenes Sub-Genre ist. In Syberia kann man sich auch schlecht an fehlenden Zombies beschweren...

Folgenden Satz versteh ich auch nich:
Leider schwankt die Art der Rätsel die ganze Zeit hin und her.
Ährm, sollte lieber nur ein Rätsel immer an verschiedenen Stellen gelöst werden? *ankopfkratz*
Oder wenn schon schwer, dann immer schwer, oder wie isn das gemeint?

Außerdem gibts den Zip-Modus schon seit es Myst gibt. Also is schon en paare Jahre her, wo der erfunden wurde...
Pippo vor 17 Jahren
Original von Juluck
Hm, ich werde aus dem Test irgendwie nicht ganz schlau...
Die fast durchwährend schöne Grafik, eine professionelle, akustische Musikuntermahlung und äusserst talentierte Schauspieler retten 'Myst IV' vor dem Stempel mit der Aufschrift "veraltet".
Ich versteh den Satz irgendwie nicht...
Hast recht, ist nicht ganz deutlich. Eigentlich wollte ich sagen, dass die Grafik zeitgemäss ist. Sprich: Seit dem dritten Teil hat sich einiges "aktualisiert". 'Myst IV' wirkt ja, als wäre eine erfolgreiches, altes Konzept einfach neu aufgesetzt worden. Hätte man sich nicht erneut im Bereich der Akustik, Interaktiven Film und Grafik ins Zeug gelegt, müsste man 'Myst IV' als "veraltet" bezeichnen, da sich im Grunde ja nicht viel verändert hat - ausser der Story natürlich die weitergeführt wird. Ich finde es ist nunmal so (jetzt nicht spezifisch im Sub-Genre sondern im Adventuregenre allgemein) dass, würde ein altes Konzept ohne jegliche Innovation oder Neuerung auch technisch nicht zeitgemäss einer Distribution ausgesetzt werden, das Spiel bereits zu Release verstaubt wirkt.
Man muss bedenken, das Revelation nach 'Uru: Ages Beyond Myst' im Grunde ja einen Schritt zurück geht und sich die Entwickler wie im Test erwähnt, auf das alte Erfolgsrezept beziehen - was hier ja auch absolut erfolgreich ist / bleibt.

Weiter: Den Kritikpunkt "zu wenig Interaktion" missverstehst du. Ich erwähne die Interaktionsmöglichkeit explizit an zwei Stellen. An der einen merke ich im positiven Sinne an, das 'Myst: Revelation' im Gegensatz zu anderen Spielen im Sub-Genre die bisher grösste Interaktionsmöglichkeiten zu bieten hat. Eben: Tierchen die berührt werden und darauf reagieren, der Handbewegung flexibel angepasste Mausbewegegungen etc.
In der anderen verweise ich nur auf die Einschränkung der Interaktion betreff der Interkommunikation mit anderen Charakteren. Ich denke auch bei Myst-Spielen könnte Interaktion mit NPC's durchaus möglich sein. 'Salammbo' beispielsweise hat es sehr passend vorgemacht.
Original von Juluck
- zu viel zu lesen, das raubt Zeit
Das ist zugegebenermassen Geschmackssache. Aber auch hier gibt es Kontraste: 'Dark Fall' erzählt eine Geschichte hauptsächlich durch Texte. 'Myst 4' finde ich, hat das nicht mehr unbedingt nötig, da technisch viel mehr möglich ist. Je nachdem geht man in diesem Sinne anders an ein Spiel heran. Bei 'Dark Fall' dachte ich beispielsweise oft: Mensch ich spiele ein Spiel, ich will nicht ein interaktives Buch lesen. Und trotzdem hat es stellenweise super funktioniert (z.B. die E-Mails der jungen Forscher in Zimmer D im zweiten Stock, die unglaublich spannend waren. Oder das Tagebuch der Studentin). Da denke ich mir in Myst immer, wenn sie so gute schauspielerische Kompetenzen haben und den interaktiven Film beinahe neu definieren, wieso machen sie sich das nicht öfters zu nutze? Aber Bücher und Texte beleuchten halt auch breitschichtig die Hintergrundgeschichte. Wenn das ganze auch spannend aufgesetzt wird, habe ich nichts dagegen. Nur gab es in Revelation einige Stellen wo ich mich durchquälen musste, die mir auch nicht sonderlich Spass gemacht haben.
Original von Juluck
- immer nur klicken (was beim Point & Click übrigens auch so ist)
Stimmt, nur kann man sich bei Point & Click Adventures von einer perspektivisch durchaus überschaubaren Location einfach zur nächsten klicken. Da bewegt sich nur der Protagonist. Oftmals kann man auch per Doppelklick einfach und schnell den Screen verlassen.
Bei den Knobel-Adventures ist aber der Spieler sich _selbst_ von Bild zu Bild am fortbewegen, d.h. wenn man schnell die eine Ecke dieser Location abtasten möchte, muss man sich vier-fünf Screens zurückklicken, sich zustätzlich noch 180° drehen u.s.w. Das kann oftmals ein bisschen träge wirken.
Natürlich werden auch in Point & Click-Spielen Charaktere kritisiert, die nicht gleich auf Mausklicks reagieren oder sich zu langsam umdrehen.
Meiner Meinung nach behindert diese Art von Myst-Gameplay halt noch immer ein bisschen den Spielfluss. In Uru wurde dies mit der Spielerfreiheit kompensiert. Ich finde, das hat da super funktioniert.
Original von Juluck
Leider schwankt die Art der Rätsel die ganze Zeit hin und her.
Ährm, sollte lieber nur ein Rätsel immer an verschiedenen Stellen gelöst werden? *ankopfkratz*
Oder wenn schon schwer, dann immer schwer, oder wie isn das gemeint?
Auch hier hätte ich konkreter sein sollen. Der Schwierigkeitsgrad schwankt ständig von ziemlich einfach bis zu super schwer. Ich hatte selber nebst Erfolgserlebnissen bald schon wieder totale Frustmomente, die mich zur Anwendung des Hilfesystems zwangen. Profis wird das nicht sonderlich abschrecken, Myst-Newbies werden da aber ziemlich sicher Probleme haben. Oder aber es macht ihnen nix aus, öfters den interaktiven HintKeeper zu konsultieren. Der Schwierigkeitsgrad hätte aber durchwährend besser verteilt werden dürfen, finde ich.
Juluck vor 17 Jahren
Hm...
da sich im Grunde ja nicht viel verändert hat
Nun, ich würde sagen, dass sich das zur Zeit bei Adventures sowieso nie was tut. Was hat zum Beispiel The Moment of Silence an grandiosen Neuerungen?
Uru gehört ja eigentlich auch nicht zur Myst Reihe. Es spielt nur im gleichen Universum, ist aber nicht Myst IV!
Ich denke auch bei Myst-Spielen könnte Interaktion mit NPC's durchaus möglich sein.
Das ist nicht das Ziel von Myst Spielen. Die Myst Spiele verzichten ganz bewusst auf diese Art von Interaktion. Das gehört zu Myst, dass keine Interaktion möglich ist. Das meine ich ja mit dem Sub-Genre!
Da denke ich mir in Myst immer, wenn sie so gute schauspielerische Kompetenzen haben und den interaktiven Film beinahe neu definieren, wieso machen sie sich das nicht öfters zu nutze?
Auch das gehört zum Sub-Genre. Myst zielt ganz speziell darauf ab, dass die Geschichte der D'ni in Büchern erzählt wird und dass man durch Bücher viel erfährt. Schließlich gibt es ja auch richtige Myst Bücher zu kaufen, wie zum Beispiel "The Book auf Ti'ana".

Wenn also auf das Lesen von Büchern verzichtet und ein Dialogsystem eingeführt wird, dann ist das kein Myst Spiel mehr. Dann ist es ein gewöhnliches Adventure, aber kein Myst Spiel!
Der Schwierigkeitsgrad schwankt ständig von ziemlich einfach bis zu super schwer.
Also das sehe ich eher als Positivpunkt an. Stell dir mal vor, wenn Myst nur aus Mammuträtseln bestehen würde? Wenn alle Rätsel so schwer wären wie das Kugel oder das Tier-Steinkreis-Rätsel in Riven! Wenn man um einen einfach Aufzug zu benutzen immer erst mal 3 Monate recherchieren muss, um den Aufzug bewegen zu können. Das kanns ja wohl nicht sein. Und schwere Rätsel müssen in Myst Spielen drin sein, aber es gibt immer einfachere kleinere und schwerere größere Rätsel.
Bei den Knobel-Adventures ist aber der Spieler sich _selbst_ von Bild zu Bild am fortbewegen, d.h. wenn man schnell die eine Ecke dieser Location abtasten möchte, muss man sich vier-fünf Screens zurückklicken, sich zustätzlich noch 180° drehen u.s.w.
War da nicht mal was von ZipModus? Und war das jemals bei 1st Person Adventures anders?
Pippo vor 17 Jahren
Ich seh schon, wir sind da beide ziemlich unterschiedlicher Auffassung. Für dich gehört Myst zwar zu einem gewissen Sub-Genre, mich dünkt aber du kategorisierst "Myst" sogar als ein einziges, grösseres Spiele-Segment. Für mich ist 'Myst 4: Revelation' dem Sub-Genre First-Person Adventures zugehörig.

Hier als Beispiel:
Original von Juluck
Wenn also auf das Lesen von Büchern verzichtet und ein Dialogsystem eingeführt wird, dann ist das kein Myst Spiel mehr. Dann ist es ein gewöhnliches Adventure, aber kein Myst Spiel!
Ich bewerte im Test Myst nicht als Myst, sondern als Adventure. Es stimmt ja, Myst 4 ist ein hervorragendes Myst Spiel. Im direkten Vergleich gibt es aber Kritik die man anbringen sollte.
Und ich denke auch mit einem Dialogsystem könnte man Myst noch als Myst wahren - ja das Universum gar ein bisschen erweitern. Um wieder auf das Beispiel von TAC zurückzukommen: Salammbò enthielt unzählige Konversationen, die die gesamte Geschichte noch weiter verdichten konnten.
Stichwort: Innovation! Und hier gelangen wir wieder zum ersten Punkt, von wegen Myst und veraltet. Die Myst-Entwickler sind offener geworden. Als wir an der GC mit Ihnen gesprochen haben hat man das schon gemerkt und man merkt es vor allem in Myst 4. Oder findest du etwa, dass durch zusätzliche Interaktion mit der Umwelt Myst 4 weniger Myst geworden ist? Ein Dialogsystem wirkt vielleicht exzessiv neuartig, aber es wäre vor allem hinsichtlich der Erzählweise sinnvoll und vor allem nicht mehr so konventionell.
Original von Juluck
Uru gehört ja eigentlich auch nicht zur Myst Reihe. Es spielt nur im gleichen Universum, ist aber nicht Myst IV!
Juluck, ich hab nie was anderes behauptet. Aber ein Spiel das "Myst" im (Unter-)Titel mitführt, denke ich, darf man hier gerne als Vergleichselement gebrauchen. Ausserdem ist Uru auch ein First-Person Adventure.
Original von Juluck
<<Ich denke auch bei Myst-Spielen könnte Interaktion mit NPC's durchaus möglich sein.>>
Das ist nicht das Ziel von Myst Spielen. Die Myst Spiele verzichten ganz bewusst auf diese Art von Interaktion. Das gehört zu Myst, dass keine Interaktion möglich ist. Das meine ich ja mit dem Sub-Genre!
Es gehört zu Myst, dass keine Interaktion möglich ist? Wieso gibt's denn in Teil 4 mehr Interaktion, bzw. wieso kann ich dann ein stückweit die Umgebung manipulieren und mich überhaupt in dieser Welt bewegen?
Ins Sub-Genre Knobeladventure darf man meiner Meinung nach sehr wohl Interaktion einfliessen lassen.
Aber hier drehen wir uns im Kreis.. weiter:
Original von Juluck
Wenn alle Rätsel so schwer wären wie das Kugel oder das Tier-Steinkreis-Rätsel in Riven! Wenn man um einen einfach Aufzug zu benutzen immer erst mal 3 Monate recherchieren muss, um den Aufzug bewegen zu können. Das kanns ja wohl nicht sein. Und schwere Rätsel müssen in Myst Spielen drin sein, aber es gibt immer einfachere kleinere und schwerere größere Rätsel.
Da geb ich dir absolut recht. Nur gibt es Leute, die sich das Spiel kaufen, die haben noch nie vorher einen Myst-Teil gespielt. Es ist halt so, man kann es niemanden recht machen, aber für diese Art Konsumenten find ich die Schwierigkeitsgrade zu schlecht abgestimmt. Das Hilfesystem in allen Ehren, aber sowas schränkt für gewisse Leute im gewissen Masse den Spielspass ein.
Juluck vor 17 Jahren
Ausserdem ist Uru auch ein First-Person Adventure.
Nein, es ist ein 3rd Person Adventure, das außerdem ein 1st Person Feature eingebaut hat. Anyway, is ja jetzt auch egal.

Nun, schwere Rätsel gehören zu Myst. Keine Dialoge gehören für mich auch zu Myst. Ich spiele in Myst ein Ego, das keinen bestimmten Charakter hat. Ich will außerdem in Myst lange schöne detaillierte Bücher lesen.

Und wenn man dies alles als Negativpunkt in einem Myst Spiel ansieht, dann wäre es für mich so, wie wenn man sich in Tomb Raider über mangelnde Rätseldichte und überflüssige Ballerei beschweren würde!
Stichwort: Innovation!
Wie viele Leute sagen denn: "Och, ich will wieder ein Point & Click so wie früher"! Zonk, das bekommen sie dann auch mit Black Mirror, The Westerner, TMoS, Clever and Smart, und wie sie nicht alle heißen. Hier gibts auch keine wirkliche Innovationen, aber niemand beschwert sich nur ansatzweise darüber.
Dann darf ich ja wohl auch noch sagen, dass ich ein Myst Spiel will wie früher, und bin auch froh, dass es Myst IV gibt! Wenn allerdings Dialoge reinkommen, dann ist das halt kein Myst mehr, sondern ein Adventure wie es Tausende gibt!
Pippo vor 17 Jahren
Original von Juluck
Nun, schwere Rätsel gehören zu Myst. Keine Dialoge gehören für mich auch zu Myst. Ich spiele in Myst ein Ego, das keinen bestimmten Charakter hat. Ich will außerdem in Myst lange schöne detaillierte Bücher lesen.
Der negativ Punkt liegt nicht am Schwierigkeitsgrad an sich, sondern an dessen Verteilung. Es gibt Rätsel, die lassen sich direkt vor Ort lösen. Andere erstrecken sich wiederum über ein, zwei Welten. Letzteres hat zur Folge, dass, wenn der Spieler zu wenig gründlich ist, er nicht selten ahnungslos in der Myst-Welt herumzustreifen hat, ohne überhaupt zu wissen, was man als nächstes tun soll. Klar, man kann sowas durchaus auch positiv anmerken: Abwechslungsreich ist das ganze ja. Nur ist es meiner Meinung nach eine Zumutung stellenweise überhaupt die Geduld zu wahren, noch nach Hinweisen zu suchen, um herauszufinden wie es nun weitergehen soll. Die Rätsel müssen an sich nicht einmal so schwierig sein, der Anhaltspunkt fehlt einfach.
Das ist aber jetzt nicht nur der Fall bei Myst: Revelation. Meiner Meinung nach hatte "TMoS" das selbe Problem auch, ebenso wie "Das Geheimnis der Druiden" - um nicht sagen zu müssen das sei wieder ausschliesslich ein Phänomen des Sub-Genres.
Ich verstehe auch, wenn du sagst, dass du genau das willst und eben genau das Myst ist. Aber es hilft allgemein nicht den Spielspass zu erhöhen, da man das ganze auf eine gewisse Art und Weise konsum-multiple betrachten sollte. Jedenfalls ich, der hier für jedermann einen Test zu verfassen habe.
Wie schon erwähnt, diese 78% bewerten 'Myst: Revelation' als Adventure. Nicht als Myst-Spiel. Wenn ich 'Tomb Raider: Irgendwas of Darkness' als Tomb Raider Spiel bewerten würde, wäre es wohl das Beste seiner Reihe. Die Wertungen der Lara Croft-Spiele nahmen allerdings von Jahr zu Jahr ab, da einfach zu viel beim alten blieb.

Das trifft aber nicht auf 'Myst: Revelation' zu, im Gegenteil: Wie es sich unschwer durch meinen Test anmerken lässt, ist Myst IV wohl durch eben diese vielen Neuerungen eine sehr starke Fortsetzung. Nur fehlen da halt noch kleinere Sachen, die das Spiel wertungstechnisch weiter pushen.
Original von Juluck
Wie viele Leute sagen denn: "Och, ich will wieder ein Point & Click so wie früher"! Zonk, das bekommen sie dann auch mit Black Mirror, The Westerner, TMoS, Clever and Smart, und wie sie nicht alle heißen. Hier gibts auch keine wirkliche Innovationen, aber niemand beschwert sich nur ansatzweise darüber.
Das ist heikel. Eben genau solche Sachen spalten auch die Gemeinde. Totale Nostalgiker und überzeugte Visionäre wechseln sich immer gegenseitig ab. Was ist eine Multiplayer Funktion in C&S? Konventionell? Auch 'The Westerner' war in Gameplay und Grafik im Gegensatz zu seinem Vorgänger innovativ. Baphomet's Fluch 3 war auch nicht unbedingt schlecht, weil es nicht seinen beiden Vorgängern entsprach. Es verlor stellenweise altgesessene Fans, gewann aber wiederum viele neue.
Das ist das Spielebusiness. Ehrlich gesagt bin ich um jeden Titel froh, der nicht in einer Art assembly-line-Produktion fortgesetzt wird.
Aber so eine Diskussion gehört hier nicht her.
Juluck vor 17 Jahren
diese 78% bewerten 'Myst: Revelation' als Adventure.
Nun, das ist vielleicht ein Fehler. Myst mit Monkey Island oder Tony Tough zu vergleichen passt einfach nicht! Auch nicht mit irgendeinem anderen 3rd Person Adventure, es passt nicht! Und dann ist es sicherlich falsch zu kritisieren, dass die Myst Macher zu wenig Innovativ und zu verschlossen sind, weil sie keine Dialoge rein machen. Das geht nicht. Wie gesagt ist wie bei Tomb Raider, wenn man die viele Ballerei kritisiert!

Generell habe ich den Eindruck, dass hier 1st Person Adventure nicht geliebt werden. Kein einziges hat es über die 80% Hürde geschafft, wenn man sich mal das Review-Archiv anschaut!

Und ich finde es nicht fair, wenn man wegen Genre-Spezifikationen ein Spiel runterzieht, nur weil den Tester das Genre nicht anspricht...
Ich glaube aus deinem Test raushören zu können, dass du weder Myst noch Riven ohne Lösung durchgespielt hast (wenn überhaupt), somit glaube ich, dass du generell 1st Person Adventures und speziell Myst mit Skepsis betrachtest.
Nur ist es meiner Meinung nach eine Zumutung stellenweise überhaupt die Geduld zu wahren, noch nach Hinweisen zu suchen,
Das gehört zu Myst, das gehört zum Genre von Myst! Zitat von Rand Miller: "The worlds of Myst are meant to be explored, not just played."
Und ich will schwere Rätsel, aber wenn es schwere Rätsel muss es auch leichte Rätsel geben, sonst wäre der Frustrationsfaktor wirklich zu groß.

EDIT: Oh , ich vergass, The Last Express hats doch tatsächlich auf 82 % geschafft... Aber das ist auch das einzige
Pippo vor 17 Jahren
Ähm, Juluck, unter Adventure verstehen wir hier nicht nur 3rd Person Adventures, sondern das Genre allgemein. Es ist aber eine Konkretisierung in diesem Segment vorhanden. Ich würde nie Myst als 1st Person mit einem Tony Tough, Monkey Island oder was auch immer vergleichen. Falls du das immer noch nicht verstehst:

78% für Myst als "First Person Adventure" und nicht als Myst. Aber das ist alles so ermüdend, ich wiederhole mich ständig.

Ach und verdammt nochmal, hört endlich mit diesem diskreditierenden Mist aus, von wegen mir gefällt das Genre nicht. Weshalb teste ich deiner Meinung nach in letzter Zeit nur solche Spiele? Ich bin vielleicht kein totaler Fan davon, aber sie machen mir durchaus Spass. Dazu gehört auch Myst. Ich lese zur Zeit auch das Buch Atrus im Backover. Ich frage mich, wie es sich immer einige erlauben können aus einer sachlichen-evidenten Wertung einen total alltagstheoretischen Schluss zu ziehen, oder den Testern die ganze Zeit irgendwo irgendwelches Desinteresse und Demotivation anzukreiden, nur weil die Wertung nicht den eigenen Vorstellungen entspricht.
Würde ich Myst als Liebhaber der Reihe bewerten, wäre es - wie schon viele Male hier erwähnt - das beste der Reihe und hätte dementsprechend auch eine höhere Wertung verdient! Aber hier, auf einer Adventure-Seite, die viele Besucher hat, die alle unterschiedliche Interessen haben etc. bewerte ich ein Spiel nicht als Fan, sondern als Redakteur, der die Masse an Konsumenten über ein Spiel informieren soll. Euphorische Selbstgefälligkeit ist hier nunmal wirklich fehl am Platz. So versuche ich ein bisschen der unbeugsamen Subjektivität entgegen zu wirken.

Wie Bergmann von der PC Power Play es treffend formuliert hat: "Myst bleibt ein Spiel für Myst-Fans". Diese Tatsache schränkt einen multiplen Charakter ein. Das heisst, nicht jedermann wird daran Spass haben.
Original von Juluck
Und dann ist es sicherlich falsch zu kritisieren, dass die Myst Macher zu wenig Innovativ und zu verschlossen sind, weil sie keine Dialoge rein machen.
Du verdrehst das ganze. Ersteres habe ich nie behauptet, letzteres habe ich nie miteinander zusammen in den Kontext gesetzt. Das hast du irgendwie selber interpretiert. Ich verweise wieder auf die vorherigen Posts.. ansonsten wiederhole ich mich wieder.
Juluck vor 17 Jahren
Nun ja, also Myst ist übrigens der Erfinder und Urvater aller 1st Person Adventure.

Ich will ja nur sagen, dass sich alle negativen Kritikpunkte, die in der Review angesprochen werden, gegen das Genre von Myst richten. Und was ich versuche zu sagen, ist einfach das, dass wenn die Verbesserungsvorschläge, die du vorgeschlagen hast, umgesetzt würden, dann würde das Spiel den Titel Myst nicht mehr verdienen. Das ist einfach so.

Es passt eigentlich auch nicht Myst als Adventure zu bezeichnen. Stimmt schon, wenn man versucht Myst als Adventure zu beurteilen kommt man in Teufels Küche, weil es eben ein eigenes Genre ist. Entweder es gefällt einem oder halt nicht. Ich finde es von daher nur nicht richtig, das Spiel schon allein wegen des Genres und seinen Merkmalen zu kritisieren.

Und Myst IV ist nicht das beste Myst Spiel aller Zeiten, das ist ein Gerücht. Hast du Myst und Riven damals gespielt?
Pippo vor 17 Jahren
Natürlich und Riven ist auch mein persönlicher Lieblingsteil. "Das Beste" der Reihe ist in diesem Sinne wohl wirklich ein bisschen überzeichnet. Ich empfinde Teil 4 einfach als ein gewisser, rezenter Höhepunkt der Myst-Spiele, da Ubisoft es geschafft hat, Myst IV grafisch zeitgemäss richtig angemessen auszurichten. 'Riven' hat mir aber bisher wirklich am meisten Spass gemacht, zumal es meiner Meinung nach eines der besten Sequels überhaupt ist. Ich habe 'Riven' nicht mehr als besonders leichtes Spiel in Erinnerung, trotzdem konnte ich es damals mit nur zwei Anläufen ohne Komplettlösung durchzocken. Den einen Tipp erhielt ich damals von einem Kollegen.
'Myst III' gefiel mir da aber wieder weniger..

Aber egal, wir haben da halt eine andere Ansicht und das ist ja auch ganz in Ordnung. Nur leider kann ich dir da nicht entgegenkommen, da ich, wie schon gesagt, als Redakteur um eine gewisse Kompetenz zu wahren, Myst nicht als eigenes Genre an sich sehen kann.
Dass es genre-spezifische Abwertungen erhält ist nunmehr ebenfalls relativ. Wie gesagt, Spiele wie 'Last Express', 'Dark Fall' oder 'Salammbò' sind die Töchter und Söhne Myst' und werden hier ins selbe Segment hineinkategorisiert. Aber trotzdem geht jedes Spiel irgendwie einen anderen Weg. 'Aura' ist trotz Genre-Gleichheit nicht dasselbe wie ein 'Last Express'. 'Tex Murphy' resp. 'Under A Killing Moon' ist auch ein First Person Adventure, enthält ein Dialogsystem, Action Sequenzen, kryptische Rätsel, Miniespielchen.. und ist trotzdem nicht gleich einem Myst. Es gibt halt eine zu grosse Variabilität, als dass ich als Spiele-Redakteur behaupten kann, ich würde an Myst lediglich genre-spezifische Elemente kritisieren..

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