The Vanishing of Ethan Carter - Review

Noch vor wenigen Monaten hat Adrian Chmielarz von The Astronauts mit einem Blog-Eintrag aufhorchen lassen, in dem er die sieben Todsünden der Adventure-Spiele anprangert und seine Argumentation mit Beispielen belegt. Diese kritische Sichtweise hat uns neugierig darauf gemacht, wie denn die polnische Spieleschmiede selbst an das Genre herangeht. Gelegenheit, sich ein Bild zu machen, bietet das kürzlich erschienene Indie-Mystery-Abenteuer 'The Vanishing of Ethan Carter', bei dem es um den Fall eines vermissten Jungen geht. Was wir davon halten, verraten wir Euch im ausführlichen Test.

Bilder

Fazit

Wertungs-Lupe 85%

An der Präsentation von 'The Vanishing of Ethan Carter' gibt es wenig zu rütteln. Grafisch, akustisch und atmosphärisch ist das Spiel klasse gelungen und eine echte Referenz. Auch die explorativ orientierten Rätsel fand ich durchaus interessant und abwechslungsreich, obgleich diese nicht sonderlich komplex sind und ich anfangs gebraucht habe, um mich an die Spielmentalität zu gewöhnen. Ärgerlich war für mich jedoch primär das Speichersystem, da ich gerne mal hier, mal da herumprobiere, oder auch nur die Aussicht genieße. Leider sah mich dadurch oft genötigt, mich von Fall zu Fall vorzuarbeiten, um nicht immer wieder einen Abschnitt erneut durchleben zu müssen. Obwohl es also Grund zum Meckern gibt, hat The Astronauts mit 'The Vanishing of Ethan Carter' ein starkes Indie-Abenteuer in die Welt gesetzt, samt spannender Mystery-Geschichte und erstklassiger Präsentation. Ein narratives Spiel, welches trotz strenger explorativer Ausrichtung immer wieder mit interessanten, interaktiven Elementen aufzuwarten weiß und das ist keineswegs selbstverständlich. In Erinnerung bleibt es auch dank des überzeugenden Einsatzes von Symbolen und Metaphern. Ein empfehlenswertes Spielerlebnis.

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