Firewatch - Review

Wenn ehemalige Mitarbeiter von Telltale Games (u.a. Jake Rodkin und Sean Vanaman) und Double Fine (u.a. Chris Remo und Jane Ng) sich zusammentun, um unter dem Banner des neuen Studios Campo Santo ein interaktives Kammerspiel über einen Brandwächter alleine im Nirgendwo zu basteln, dann klingt das genau nach etwas, das einen neugierigen Blick von uns wert ist. Gesagt, getan. Hier ist unser Test zu 'Firewatch'.

Bilder

Fazit

Ausgezeichnet mit dem Adventure Corner Award
Wertungs-Lupe 88%

Bei 'Firewatch' ist der Funke schnell übergesprungen. Insbesondere die intime, geradezu kammerspielartige Herangehensweise an die Charaktere ist einfach klasse, genauso wie die Idee, die Orientierung in der amerikanischen Wildnis zum tragenden Gameplay-Element zu erheben. Letzteres wird nicht jedem zusagen, doch in diesem narrativen Kontext funktioniert es prima. Die Spielzeit ist mit vier, fünf Stunden nicht lang geraten, aber sie entspricht den Anforderungen dieser sehr erwachsen erzählten Mystery-Geschichte. Schade ist nur, dass man abseits der Aufgabenstellungen kaum Gelegenheit zur freien Erkundung hat. Ansonsten ist 'Firewatch' aber großartig gelungen und feurigstens zu empfehlen.

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3 Kommentare

advfreak vor 6 Jahren
Toller Test, da warte ich mal mit Spannung die weiteren Wertungen ab.
5 Stunden Spielzeit klingt zwar nicht gerade lange, lohnt es sich es danach nochmal durchzuspielen und gibts mehrere verschiedene Wege?
Wird automatisch gespeichert?
Falls deutsche Untertitel kommen werde ich wahrscheinlich zuschlagen. :)
Mikej vor 6 Jahren
Danke fürs Lob :)

Also die Geschichte ist ziemlich klar und kompakt. Da bringen Verzweigungen nicht viel. Ausprobieren könnte man bei einem zweiten Durchspielen jedoch u.a., wie die Kommunikation zwischen Henry und Delilah bei anderen Entscheidungen verläuft. Das wäre freilich nur eine nette kleine Spielerei. Vom explorativen Standpunkt her könnte es sich zudem lohnen, sich nochmal in bestimmten Bereichen der Karte umzusehen. Ich habe z.B. eine Hüte beim Durchspielen total übersehen. Und auch so gab es noch ein paar Briefe und dergleichen, die noch irgendwo versteckt waren. Wie viel du übersehen hast, dazu bekommst du am Ende Hinweise. Aber ich schätze mal, im Normalfall wirst du nicht viel mehr als sechs Stunden herauskitzeln können, was für 20 Euro aber so oder so sehr okay ist, finde ich.

Gespeichert wird automatisch, aber du kannst auch jederzeit manuell speichern. Dabei kannst du zwar leider nicht aussuchen, auf welchem Speicherplatz du speicherst, aber beim Spielstand laden kannst du vorhandene Speicherstände auch auf einen anderen Slot hin kopieren. Dadurch kannst du dafür sorgen, dass ein bestimmter Spielstand nicht überschrieben wird, falls du den z.B. später nochmal für eine Erkundungstour nutzen möchtest, oder so.

Deutsche Untertitel dürften nur eine Frage der Zeit sein. Neben ein paar anderen Untertiteln hat das derzeit offenbar Priorität.
advfreak vor 6 Jahren
Ja das passt schon, ich mag das eh nicht wenn sich Spiele so ewig in die Länge ziehen. Passt jetzt zwar nicht zu diesem Game aber generell finde ich ein Episodenformat - mal abgesehen von der blöden Wartezeit bis zur Box - gar nicht mal schlecht, weil z.B. bei den Telltales hab ich jeden Freitag dann eine Folge zusammen mit einem Freund gespielt und das war dann sehr praktisch wenn auch irgendwann ein Ende her geht... :beer:

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