Desperados 3 - Storyteller Test

Heute blicken wir in ein Nischen-Genre: Die schleichorientierte Echtzeit-Taktik. In den späten 1990ern und Anfang 2000 war die Blütezeit dieses Genres. Reine Echtzeit-Taktik-Titel wie 'Ground Control' (2000) waren in aller Munde und viele Studios versuchten auf den Zug aufzuspringen.

1998 war ein Mega-Hit aus Spanien das Spiel 'Commandos: Hinter feindlichen Linien'. In Deutschland ging das an Spellbound Entertainment und Infogrames nicht spurlos vorüber. Einige Zeit später darauf erblickte 'Desperados: Wanted Dead or Alive' das Licht. Es spielte im Western-Szenario und war sowohl an den Kassen, als auch bei den Kritikern ein Erfolg.

Doch so beliebt das Genre war, so schnell verschwand es plötzlich als großes Mainstream-Phänomen. Der berüchtigte Schwierigkeitsgrad war oft ein Hindernis. Erst 2016 brachte Mimimi Productions gemeinsam mit Daedalic 'Shadow Tactics: Blades of the Shogun' auf den Markt. Von einigen Spielern wurde es als geistiger Nachfolger der 'Commandos'-Serie gesehen - nur eben in der japanische Edo-Zeit angesiedelt.

Der Erfolg dieses Titels ebnete dem Münchner Studio den Ruf als Experte für dieses Genre. Dass es später die deutsche Marke 'Desperados' über THQ Nordic bekommen sollte, war fast ein logischer Schluss. Das Traumpaar schien damit gefunden zu sein. Wie gut all das zusammenpasst, könnt Ihr hier nachlesen.

Bilder

Fazit

Wertungs-Lupe 90%

Nach 'Shadow Tactics: Blades of the Shogun' war ich schon sehr gespannt, was Mimimi Productions als nächstes macht. Als dann bekannt wurde, dass sie dem Genre treu bleiben und auch noch die altbekannte Marke 'Desperados' weiterführen werden, war klar, dass ich das spielen musste.

Glücklicherweise, denn herausgekommen ist ein noch besseres Stealth-Taktik-Spiel. Entgegen den alten Klassikern nur selten frustrierend. Einiges lässt sich kreativ lösen und manchmal hilft auch ein anderer Beweggrund zu einer besonders effektiven Lösung: "Geht denn eigentlich das mit dem zu kombinieren?" Eine großartige Sandbox zum Ausprobieren der verschiedenen Fähigkeiten! Die Geschichte weiß ebenso zu überzeugen. Geboten wird eine klassische Western-Geschichte, die aber gut durcherzählt und inszeniert ist. Die wunderschön designten Levels passen stets dazu und selbst die Zwischensequenzen sind atmosphärisch gelungen.

Die Twists und Wendungen kommen unvorhergesehen und stellen uns wieder vor einer neuen Herausforderung. Mein Highlight bleibt sicherlich die allerletzte Mission. Großartig und grandios. Da gibt es wirklich nicht viel zu bemängeln. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Spiel des Entwicklerteams.

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5 Kommentare

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rcatcorner (Gast) vor 4 Monaten
Könnt Ihr mal lesen.

JEtzt sind auch genaue Zahlen und Daten für DD da.

https://www.gameswirtschaft.de/wirtscha ... c-verkauf/

Die haben das mit deutlichen Verlusten für 410 000 Euro nach erfolglosem Versuch DD zu verkaufen an das Management zurückverkauft. Das Stillschweigen ist somit wohl gebrochen.

"Dieser Veräußerungserlös habe „deutlich“ unter dem Buchwert von 4,9 Mio. " gelegen.

"Am 25. Februar 2020 – also gut zwei Wochen nach der Adhoc-Meldung – sei dann die Daedalic-Geschäftsführung mit einem „indikativen Angebot“ auf die Konzernmutter zugekommen."

"Die jüngsten Spiele-Entwicklungen von Daedalic seien – so wörtlich – „gefloppt“ und hätten nicht nur zu hohen Sonderabschreibungen im Spiele-Portfolio, sondern auch zu einer vollständigen Wertberichtigung des Firmenwerts geführt." etc. etc.
Mikej vor 4 Monaten
Weil das jetzt total gut zu Desperados 3 passt :zaunpfahl: :rofl:
advfreak vor 4 Monaten
Er wollte halt das wir die Infos unbedingt lesen! :rofl:

Aber eh nett, der Artikel steht ja schon seit einer Woche und ich hätte den bestimmt übersehen. Und ja, das ist ja fast schon ein Totalausfall, für DD aber eigentlich ein Gewinn. Das verbrannte Lehrgeld zahlt ja Bastei. :prust:

Bin ja mal gespannt wie es weiter geht mit denen und was da jetzt noch so kommt. Adventures werden es wohl keine mehr sein. :cry:

Dabei hatte man doch immer so kommuniziert wie toll Säulen der Erde doch finanziell gelaufen ist. Das langweiligste "Adventure" aller Zeiten eben. :beer:
rcatcorner (Gast) vor 4 Monaten
Mir hat jemand von Bastei etwas anderes erzählt, nachdem ich gefragt habe, wieso sie nicht ihre Heftromane IPs für Adventures nutzen. "Wie gut Adventures laufen, haben wir bei Säulen der Erde gesehen".

"Dabei hatte man doch immer so kommuniziert wie toll Säulen der Erde doch finanziell gelaufen ist."

In den Berichten stand ja immer schon, dass das nicht so gut gelaufen ist.
sinnFeiN vor 4 Monaten
noch immer falscher Thread. Hab deinen Post schon in den richtigen weitergeleitet.

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