Ist der Publisher dtp insolvent?

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11 Kommentare

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Teddy (Gast) vor 8 Jahren
Das kommt jetzt doch überraschend. Haben sich Lost Horizon und Black Mirror 3 so schlecht verkauft?
Mikej vor 8 Jahren
Teddy hat geschrieben:Das kommt jetzt doch überraschend. Haben sich Lost Horizon und Black Mirror 3 so schlecht verkauft?
Lost Horizon liegt schon ziemlich lange zurück. Black Mirror 3 sollte auch nicht der Grund sein (liegt auch schon über ein Jahr zurück).

Wenn dann liegts eher an Zerzura, Haunted und anderen in den letzt Monaten erschienenen Spielen. Aber so ganz ist ja noch niemandem klar wo genau das Problem bei dtp liegt.
Indiana vor 8 Jahren
Lost Horizon war auch nicht von dtp sondern von Deep Silver ;) Aber generell denke ich, dass es nicht allein an den Adventures lag.
Mr.Brain vor 8 Jahren
Für den Branchenkenner nicht wirklich überaschend. Das liegt aber primär auch in der wirtschaftlichen Gesamtsituation begründet. Kreditlinien werden von den Banken auch nicht mehr so freigiebig gewährt wie noch vor 2008. Egal, wie gut die Qualität der Titel war, wenn das Geld nicht mehr locker sitzt, ist man schnell auf dem Trockenen. Sehr schade...
simi (Gast) vor 8 Jahren
heutzutage zahlt sich eben nur mehr qualität aus, die menschen sind anspruchsvoller geworden und lassen sich nicht mehr alleine vom wort "adventure" blenden.
Mikej vor 8 Jahren
simi hat geschrieben:heutzutage zahlt sich eben nur mehr qualität aus, die menschen sind anspruchsvoller geworden und lassen sich nicht mehr alleine vom wort "adventure" blenden.
Wäre schön, kann ich mir aber nicht vorstellen und das Wort "adventure" hat in den letzten 12-14 Jahren nur wenige Leute wirklich "blenden" können. Die Fangemeinde ist in den letzten Jahren zudem auch nicht wirklich gewachsen, sondern höchstens älter geworden. Ich glaube in Zeiten der Krise und kurz danach sind Sachen wie Spiele, Musik und Co. jene Dinge wo am ehesten gespart wird - auch zumal diese Dinge leicht auf "anderem Wege" zu haben wären. Der "Anspruch" ist aus meiner Sicht noch derselbe, aber die finanziellen Geldreserven für Spiele und Co. sind geringer geworden, was dazu führt, dass eben selektiver konsumiert wird. Und da profitieren derzeit v.a. die grossen Genre's die mit Online-Modi's und Spieldauern ab 30, 40-400 Stunden locken (und mit einem Budget von 10 mio dollar und mehr produziert werden), aber nicht notwendigerweise immer besser sein müssen. Ausserdem waren Adventures in den letzten Jahren immer nur ein Genre der mittleren Etage. Klar das diese Games in solchen Zeiten besondere Schwierigkeiten haben.
Mr.Brain vor 8 Jahren
In wirtschaftlich schlechten Zeiten wie diesen würde eine Konzentration Sinn machen. Sozusagen eine "IG Adventure". Die kleineren Publisher und Studios können sich so doch nicht mehr wirklich halten. Zusammenschlüsse sind da in meinen Augen die logische Konsequenz und vermutlich sogar für die Zukunft überlebenswichtig. Das kann Synergien schaffen und auch besseren Verhandlungsspielraum bei den Kreditgebern ermöglichen. Zumal ein großes, nationales Adventureunternehmen auch international besser auftreten kann, als ein kleiner Entwickler aus "Hinter Tupfingen". Ich denke, dieser Schritt wäre für die deutsche Adventurebranche überaus wichtig und zumindest einmal eine weitere Überlegung wert.
Mikej vor 8 Jahren
Mr.Brain hat geschrieben:In wirtschaftlich schlechten Zeiten wie diesen würde eine Konzentration Sinn machen. Sozusagen eine "IG Adventure". Die kleineren Publisher und Studios können sich so doch nicht mehr wirklich halten. Zusammenschlüsse sind da in meinen Augen die logische Konsequenz und vermutlich sogar für die Zukunft überlebenswichtig.
Würde ich rein logisch betrachtet unterschreiben, auch wenns dadurch wahrscheinlich für kleinere Entwickler nicht leichter werden würde (wohl eher im Gegenteil). Wäre zudem eine Möglichkeit, um dem Ganzen eine klarere Marke zu verpassen.
Minniestrone vor 8 Jahren
Die mangelnden, willigen Investoren sind ja gerade das Problem, mit dem sich die deutsche Gamesbranche herumschlagen muss. Außer im Bereich Social Games passiert da nicht viel, auch dank der Politik.
Mr.Brain vor 8 Jahren
Könnte man ganz einfach lösen, wenn es eine zeitlich befristete, steuerliche Förderung für die Ansiedlung von Spieleentwicklern in Deutschland geben würde. Hat in Montreal ja auch funktioniert. Der Staat kommt hier aber genauso wenig in die Pötte, wie bei der steuerlichen Forschungsförderung. Letztere müsste aufgrund der Energiewende 2022 umgehend eingeführt werden. Aber wie so oft. Dilettanten und unfähiges Pack am Werk. Da geht leider nichts...

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