Wahl zum Spiel des Jahres 2019 und Leserumfrage

'Trüberbrook', 'Life is Strange 2' oder 'Blacksad' - so hießen einige der mit großen Hoffnungen gestarteten Adventures der vergangenen zwölf Monate. Aber welches davon konnte Euch so überzeugen, dass es den Titel "Adventure des Jahres" tragen sollte?

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45 Kommentare

Indiana vor 1 Jahr
Ich bin wirklich gespannt, welche Spiele da am Ende oben stehen. Blacksad sowie LiS2 habe ich noch nicht angespielt, finde die aufwendigere Edition davon aber wieder sehr lobenswert. Das sagt freilich noch nichts über die Qualität des Spiels aus.
advfreak vor 1 Jahr
Also von der Storyqualität her übertrifft LiS2 fast alles bisher dagewesenes find ich. Nach den schon tollen Vorgängern ist das hier einfach unglaublich berührend und es gibt nur sehr selten Games wo mir wirklich mal echte Tränen kommen... :'( Von dem her alles richtig gemacht, so nahe ging mir überhaupt noch kein Adventure.
k0SHiii (Gast) vor 1 Jahr
"Trüberbrook war natürlich klar am Besten" - von hinten, japp.
Enttäuschung auf ganzer Linie :(

Für mich war Überraschung und bestes Spiel klar:
Irony Curtain: From Matryoshka with Love

Am hübschesten war:
Gibbous - A Cthulhu Adventure
..aber leider in den Rätseln deutlich Luft nach oben.

Habe aber noch nicht alles spielen können.
Einige Perlen sind wieder eher die Indietitel wie Whispers of a Machine.

Nur ja, in Summe ein weiteres schwaches Jahr. Wie die Jahre zuvor. Das ist doch schon länger nur noch durch ein paar wenige Ausnahmen unterbrochen.

Das Genre ist nicht tot, aber lebendig fühlt es sich auch nicht gerade an..

Hoffnung auf Daedalic oder KingArt braucht man da aktuell leider auch nicht geben und AnimationArts bekommt keines ihrer vor Jahren angekündigten Titel auf die Straße.
Ergo bleibt es bei den internationaln Indietiteln die stark sind und einige nette Stunden bieten. Aber die Nische rückt immer weiter ab.
advfreak vor 1 Jahr
k0SHiii hat geschrieben: Hoffnung auf Daedalic oder KingArt braucht man da aktuell leider auch nicht geben und AnimationArts bekommt keines ihrer vor Jahren angekündigten Titel auf die Straße.
Ergo bleibt es bei den internationaln Indietiteln die stark sind und einige nette Stunden bieten. Aber die Nische rückt immer weiter ab.
Ja von den 3 braucht man sich überhaupt nichts mehr erwarten, aber die sind ja auch selber Schuld - nujr mehr Müll abliefern (Säulen der Erde, Black Mirror, Lost Horizon 2) und dann noch die beleidigten Leberwürste spielen das der Zocker die Games nicht annimmt. Also echt! :x

Zum Glück gibts regelmäßig ein paar Indie Perlen und einmal im Jahr auch AAA Produktionen wie Detroit, LiS, Sherlock, The Dark Pictures ... so kann ich damit Leben.
Gerade die 3 oben genannten Firmen haben sich einfach im Adventure Genre nicht weiter entwickelt und wollten mit Technik von Vorgestern und minimal Budget groß Kohle machen. Kaputt gespart eben und deswegen nicht honoriert. :zaunpfahl:
sinnFeiN vor 1 Jahr
Also, rein von den User-Bewertungen ist 'Säulen der Erde' bei den Spielern ganzgut angekommen (Steam: 88,64% positive Bewertungen). Es fehlte an der Zielgruppe, denn es waren einfach zu wenige Spieler, die dem Spiel eine Chance gaben.
KING Art hat schon öfter ehrlich gesagt, dass das Budget für ein wirklich gutes Adventure heutzutage kaum reinkommt - Ron Gilbert stimmt dem auch zu.
AA kämpft halt einfach auch mit diesem Finanzierungsproblem :).

Die Spielerschaft entwickelt sich weiter. Die AAA-Industrie hat entdeckt, dass für relativ günstig Geld ein narratives AA-Spiel funktioniert. Ergo wirds noch schwerer mit geringem Budget gegen die Konkurrenz anzukommen. Allgemein haben selbst reine Online-Spiele oder Free-to-play-Spiele mittlerweile schon eine Story, Rätselelemente sind auch keine Seltenheit mehr.

Deswegen würde ich da weniger die Firmen anfeinden. Gerade KING Art und viel mehr Deck13 zeigen, wie sie heutzutage trotzdem als deutsches Studio funktionieren können.

Im Endeffekt ist es aber vielmehr Geschmackssache. Trüberbrook zeigt, dass es manche lieben, manche hassen. Im geringeren Ausmaß ist das auch bei Life is Strange 2 der Fall. Die Wertungen und Spielerzahlen des ersten Teils sind für den zweiten Teil unerreichbar weit entfernt. Zieht man abermals die User-Wertungen heran, sind es nicht mal 10 % der Verkäufe (Steam: ~9.000 Reviews vs. 130.000 Reviews und 84 % vs. 95 %, Metacritic: 79 vs 85). Selbst da würde ich mich nicht verlassen, dass DONTNOD da nochmal ähnliche Budgets für so ein narratives Spiel bekommt. Jetzt ists zwar im Xbox Game Pass (Konsole) drin, da kommt sicher auch nochmal Geld rum, aber der absolute Erfolg ist es nicht mehr.

Alles in allem: Weniger Skepsis und Ablehnung und mehr Verständnis und Wohlwollen würde dem Medium digitales Spiel und auch unserem Genre ganz gut tun.

Gerade die Abo-Modelle und Exklusiv-Deals im Epic Store lassen aber einige Entwickler ganz gut hoffen und davon leben, weil der Druck geringer ist - die Anzahl verkaufter Spiele ist nicht mehr immer das ausschlaggebende Element. Das Netflix-System greift da, wie man so in Interviews hört.
M4gic (Gast) vor 1 Jahr
Blacksad war ja auch kein echtes Adventure. Mich hat es auch nur von der Story überzeugt. Toller Krimi gewesen. Und um das beurteilen zu können, muss man es meiner Meinung nach auch zu Ende gespielt haben...
sinnFeiN vor 1 Jahr
Definitiv. Das Ende macht da viel aus.

Es kommt halt auch immer drauf an, wie man persönlich Adventure definiert. Im englischsprachigen Raum ist das deutlich weiter.
M4gic (Gast) vor 1 Jahr
Wo ich gerade nochmal die Preise durchgegangen bin... Larry war 2018 oder? Gibt oder gab es da eigentlich Pläne für einen Nachfolger? Weiß da jemand was? Das war, glaub ich, auch mein Adventure des Jahres 2018. Wäre echt toll, wenn da noch was käme.
sinnFeiN vor 1 Jahr
Würde mich gar nicht wundern, wenn die wieder was in die Richtung machen. Ich weiß nur nicht, ob es sich entsprechend rentiert hat. Es kamen zwar immer wieder Updates. Erst im November erschien ein kleiner Bonus (https://www.adventurecorner.de/news/778 ... geburtstag). Die Steam-Zahlen sind jetzt nicht berauschend (knapp 300 Reviews, das sind echt eher schwache Zahlen, mit den üblichen Multiplikatoren sind das vielleicht 3.000 Stück. Andere Plattforme). Trotzdem waren die Pressemitteilungen immer recht positiv.

Crazy Bunch macht aber gerade einen VR Dungeon Crawler. Dauert also sicherlich eher noch. Assemble Entertainment ist zwar aktiv, aber auch nicht in die Richtung.

Deswegen wäre meine Einschätzung maximal 50-50. 2020 würde ich jedenfalls nicht damit rechnen.
M4gic (Gast) vor 1 Jahr
Hmm okay, das klingt in der Tat etwas ernüchternd. Bin immer davon ausgegangen, dass sich das Spiel relativ gut verkauft hat. Die Presse war jedenfalls sehr positiv und ich habe auch ne deutliche Präsenz wahrgenommen. Schade. Aber das zeigt mal wieder sehr genau, wie schwer sich ein klassisches Adventure im Mainstream verkauft. Ich sollte vielleicht auch mal wieder Previews schreiben und meinen positiven Beitrag dazu leisten (neben dem eigtl Kauf). Ich hatte es schon in allen Umfragen immer erwähnt. Das Genre braucht echt jede Hilfe ^^

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