Reviews: Fire:

Fire!


Es brennt nicht mehr, das Feuer, das der Steinzeitbewohner Ungh eigentlich hätte bewachen sollen. Aufgrund seiner Unfähigkeit wirft der Stammesvater Ungh kurzerhand aus dem Dorf. Eine Rückkehr scheint ausgeschlossen, nur eine Hoffnung bleibt: Ungh muss zu einem fernen Feuerberg reisen, von dort neues Feuer holen und den Dorfbewohnern so zeigen, dass er doch zu etwas fähig ist. Das ist die Story vom neuen Adventure 'Fire' aus dem Hause Daedalic. Die Hamburger gehen nach den klassischen Toptiteln wie 'Deponia' neue Wege und präsentieren ein Casual-Knobel-Adventure ohne Sprachausgabe.

 


Das Feuer ist aus

Fire

Ungh zeigt uns deutlich, wenn er mit einer Anweisung nicht klar kommt.

Ungh steht keine leichte Aufgabe bevor, wenn er wieder ins sein Dorf gelangen möchte. Das wird schon gleich im ersten Level deutlich: Eine Schranke versperrt den Weg zurück. Versucht Ungh, dennoch ins Dorf zu kommen, werfen die verbliebenen Bewohner ihm einen Knochen an den Kopf. Immerhin hilft dieser dem Helden, an einen Apfel zu kommen, der hoch oben an einem Baum hängt... Wäre da nicht die Schlange, die den Knochen verschlingt, eher der den Apfel treffen könnte. Doch auch dafür findet Ungh bald eine Lösung und kann endlich seinen Hunger stillen. So nascht er also von der verbotenen Frucht vom Baum der Erkenntnis und verfällt in eine Art Rausch. In diesem Zustand erfährt Ungh vom Baum die Route zum Feuer, kleine Insekten sollen ihm den Weg weisen. Und so wird auch für uns Spieler das Ziel klar: In jedem der Level gilt es, das Insekt zu finden, das in einer Kugel gefangen ist. Zerbricht Ungh diese Kugel, öffnet das Insekt ein Portal in den nächsten Abschnitt.


Fred Feuerstein lässt grüßen

Fire

Moderne Technik gibt's auch in der Steinzeit

Auf diese Art rätseln wir uns zusammen mit Ungh durch zehn unterschiedliche Level. Neben dem obligatorischen Steinzeit-Dschungel stehen Ausflüge in andere Zeitalter, unterirdische Höhlen und sogar der Weltraum auf dem Reiseplan. Alle Level bieten mehr oder weniger kniffelige Aufgaben. Das Spektrum reicht von Kombinationsaufgaben über Musikrätsel und Puzzles bis zu einem Klon des Arcadeklassikers 'Space Invaders'. Langeweile kommt also nicht auf, wenn auch erfahrene Adventure-Spieler die meisten Rätsel schnell gelöst haben dürften. Die Schwierigkeit liegt nämlich nicht in der Komplexität der Aufgaben, sondern darin überhaupt herauszufinden, was Ungh machen muss und welche Folgen eine Aktion hat. Ein schönes Beispiel ist dafür der Zeitreise-Level, in dem Ungh weit in die Vergangenheit und auch in die Zukunft reisen kann. Eine unscheinbare Aktion des Steinzeitmenschens in der Frühzeit kann in der Zukunft deutliche Auswirkungen haben. Dass die Zeitmaschine übrigens an jene aus dem bekannten Film erinnert, ist kein Zufall. Überall finden sich Referenzen an die heutige Zeit, Filme oder Spiele. Am auffälligsten sind natürlich Parallelen zu den Abenteuern der 'Familie Feuerstein', schon alleine vom Setting des Spiels.


Schicke Steinzeitwelt

Fire

Es gibt auch Dialogrätsel...

Steuern können wir 'Fire' mit der Maus, die uns zum einen erlaubt, Ungh durch die Bildschirme zu lenken, zum anderen müssen wir aber auch selbst die Welt per Klick verändern. Wir können beispielsweise Schalter betätigen, Ebenen anheben, Schmutz von Steinen kratzen oder von Tag auf Nacht wechseln. Und wir können kleine Münzen finden, über die wir Boni freispielen können. Die Steuerung geht leicht von der Hand, obwohl das Spiel auch für mobile Plattformen erscheinen wird. Eine Hotspotanzeige kann per Leertaste oder mittlerer Maustaste aktiviert werden. Diese Hilfe ist auch durchaus erforderlich, denn die interaktiven Objekte sind vom Comic-Hintergrund nicht einfach zu unterscheiden.


Grafisch hat 'Fire' einiges zu bieten: Der Zeichenstil erinnert an moderne Comicfilme und wirkt sehr stimmig. Überall lassen sich kleine Details entdecken und auch die flüssigen Animationen sorgen immer wieder für Schmunzler. Der Soundtrack muss sich hinter der Grafik nicht verstecken. Auch hier sorgen die Entwickler aus Hamburg wieder für immer passenden Lauschgenuss, der sehr gut zum Spiel und seinen liebevoll-Chaotischen Charakteren passt.


Galerien

Fazit:

Wertung: 64%

Mit 'Fire' wagt Daedalic den Ausflug in den Casual-Bereich für mobile Spiele, veröffentlicht den Titel zuerst jedoch für herkömmliche Rechner. Für Tablet und Smartphone sind Spiele, die man in kurzen Abschnitten zwischendurch angehen kann, genau richtig. Schließlich bieten sich mobile Geräte auch für Wartezeiten an der Haltestelle oder die Werbepause im TV an. Am "großen Rechner" funktioniert das Prinzip nicht so gut, denn die zehn Level hat man innerhalb von rund zwei Stunden doch recht schnell durchgespielt. Immerhin geben die versteckten Münzen einen Anreiz zum erneuten Spielen der Level, in denen man noch nicht alles gefunden hat. Ansonsten ist 'Fire' leider nur ein kurzer - wenn auch sehr spaßiger - Titel für zwischendurch mit toller Grafik und einem herrlich chaotischen Hauptcharakter. Etwas mehr Story und anspruchsvollere Rätsel sowie mehr Level hätten es dann aber doch sein können.

geschrieben am 24.04.15, Tobias Maack

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Dieses Review gehört zu  Fire.




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