Blackwell Epiphany - Review

Mit 'Blackwell Epiphany' findet Dave Gilberts beliebte Retro-Pentalogie ihren Abschluss. Das Medium Rosa und der Geist Joey Mallone stehen ein letztes Mal im Zentrum, wenn es darum geht, einen narrativen Bogen um die bisherigen Ereignisse zu spannen. Diesmal haben wir es mit einem brutalen Seelentöter zu tun, der es aus irgendeinem Grund nur auf bestimmte Personen abgesehen hat. Ob das Spiel aus unserer Sicht die vom Titel implizierte Erleuchtung bereit hält, erfahrt Ihr jetzt im Test.

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Fazit

Wertungs-Lupe 85%

'Blackwell Epiphany' bietet eigentlich alles, was man sich als Fan der Mystery-Reihe wünschen kann und mehr. Es ist nicht nur smart erzählt, sondern es verleiht der gesamten Reihe eine Tiefe, die vorher nur im Ansatz greifbar war. Zugleich kann dieser fünfte und letzte Teil selbst für jene unterhaltsam sein, die Joey und Rosa noch gar nicht kennen. Wesentliche Informationen können zum Beispiel im Gespräch oder anhand diverser Erinnerungsstücke in Rosas Wohnung, rekapituliert werden. Doch auch spielerisch gibt es wenig Grund zur Enttäuschung, obwohl das Adventure in der zweiten Spielhälfte einen Tick variantenreicher hätte sein können. Kurz und gut: Wer für Retro-Kost ein halbwegs offenes Auge hat und eine sehr durchdachte Mystery-Krimi-Geschichte mit emotionalem Finale zu schätzen weiß, der sollte zuschlagen. Sehr gut!


Fazit von Nicole:

Mir hat 'Blackwell Epiphany' gut gefallen und ich werde bei nächster Gelegenheit auf Dave Gilbert anstoßen. Als Abschluss einer fünfteiligen Serie fand ich das Niveau überraschend hoch, die Story ausgereift und schlüssig. Auch das etwas eilige Ende war für mich vollkommen okay. Alles andere hätte die Eile, die dem Spieler suggeriert wurde, zu einer Eile mit Weile verkommen lassen. Zudem ist die Atmosphäre durchweg gelungen und das Spielprinzip eingängig. Ich empfehle dieses Adventure insbesondere all jenen, die schon die bisherigen Spiele von Wadjet Eye Games mochten, oder auch Spaß an Serien wie zum Beispiel 'Buffy', 'Doctor Who' und 'CSI' finden. 'Blackwell Epiphany' bietet jedenfalls eine sehr gekonnte Mischung und ist mit gutem Gewissen weiterzuempfehlen.

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1 Kommentar

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Johnny (Gast) vor 6 Jahren
Wirklich ein tolles Game. Mir hat der leichte Anflug von Noir sehr gut gefallen. Das hätte der Serie auch schon früher nicht geschadet, wurde aber nur angedeutet. Wenn man sich die Details im Spiel ansieht merkt man sofort, dass dort keine große Spielefirma, sondern einzelne Personen mit gutem Auge für die wirklich wichtigen Dinge am Werk waren. Die Rätsel sind abwechlungsreicher als bei so manchem 40€-Titel und die Atmosphäre ist wirklich fesselnd. Das liegt vor allen Dingen an der über viele Passagen hinweg wirklich ausgezeichneten, musikalischen Untermalung. Lediglich die an einigen Stellen etwas zu gefällige Jazzmusik hat mich ein bisschen rausgerissen. Das Ende war überraschend und hatte meiner Ansicht nach genau die richtige Länge. Es ist Gilbert definitiv gelungen mich zu fesseln und am Ende sehr zu überraschen. Über eine Art Spin-Off, gern auch wieder mit düsterem Anklang, würde ich mich wirklich freuen!

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