Sherlock Holmes: Chapter One - Storyteller Test

Das ukrainische Studio Frogwares widmet sich nach dem Cthulhu-Mythos wieder dem altbekannten Meisterdetektiv Sherlock Holmes. In 'Sherlock Holmes: Chapter One' begleiten wir den jungen "Sherry" durch seine ersten deduktiven Fälle. Den Spitznamen bekommt er übrigens von Jon. Nein, damit ist nicht der altbekannte John Watson gemeint, sondern ein mysteriöser Jugendfreund. Ist er etwa ein imaginärer Freund? Was ist dann mit "Sherrys" Psyche im Argen? Und wie kam eigentlich Mycrofts und Sherlocks Mutter ums Leben? Auf der Insel Cordona geht es also um die Familie Holmes. Doch das ist längst nicht alles, denn Geflüchtete, Frauenrechte und selbst psychische Gesundheit sind große Themen des Spiels. Begeben wir uns in den Gedankenpalast des Sherlock Holmes.

Bilder

Fazit

Wertungs-Lupe 71%

Nach 'Sherlock Holmes and the Devil’s Daughter' war ich skeptisch, ob das die richtige Richtung ist. Nach ‘Sinking City‘ blieb die Hoffnung in dieser Vision der offenen Welt als investigativen Spielplatz. Die Action war nur leider eine Katastrophe. In 'Sherlock Holmes: Chapter One' wurde daran gefeilt – leider nicht unbedingt zum Besseren. Sie ist nun einfach nervtötend repetitiv und gibt dem Spiel rein gar nichts. Das Überspringen der Action-Sequenzen ist unbedingt zu empfehlen.

Zudem ist der junge Holmes ein unsympathischer Mensch, den man erst dahin trimmen muss, wie die "Sherlock Holmes"-Fans ihn kennen. Und dann wäre da die etwas wechselhafte Qualität in Story und Grafik. Es bleibt am Ende leider der Satz übrig, den ich zu oft nach solchen Spielen sage: Das Potenzial für einen Klassiker ist da, aber es fehlt an vielen Details und insgesamt an der Rahmung. Fans des Charakters kommen bei dieser Origin-Story vermutlich trotzdem nicht herum. Ob das dann zum Vollpreis sein muss, ist eine andere Frage. Ich fühlte mich schon unterhalten, wenn auch teilweise genervt oder zumindest enttäuscht.

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8 Kommentare

luppa (Gast) vor 11 Monaten
Guter Test, Dankeschön. Was Frogware allerdings einfällt, die deutsche Synchro weg zu lassen, ist mir echt ein Rätsel. Machen die das nach dem Schnick-Schnack-Schnuck verfahren? Das ist für mich der Grund, warum ich es mir nicht kaufen werde.
sinnFeiN vor 11 Monaten
Danke!
Kein Publisher und somit auch kein Geld dafür. Sie haben dieses Mal die Eigenvermarktung eingeschlagen. Vermutlich waren die Konflikte mit den vorigen Publishern ein treibender Grund.
Da bleibt dann für die Sprachausgabe meist nichts übrig. In Anbetracht der Größe der Spielwelt und dem doch recht überschaubaren Team ist das schon ein wenig verständlich.
advfreak vor 11 Monaten
Und damit auch keine Verkäufe im deutschsprachigem Raum mehr... die Todesspirale eben. :a

Spiegelt sich auch auf Steamspy wieder. Letzter Rang! Und Devils Daughter hatte 1-2 Millionen Verkäufe.

https://steamspy.com/dev/Frogwares

Naja, ist auch nicht mehr schade drum. :prust:
sinnFeiN vor 11 Monaten
726 Reviews auf Steam vs. 680 von Sinking City ist halt kaum Unterschied, obwohl es etwas mehr als 1 Monat erhältlich war. Ich glaube aber, dass die alten Sinking City REviews durch den Streit mit Big Ben gelöscht wurden.
10.000 Reviews bei Devil's Daughter --> ~ 1 Mio. verkaufte Exemplare.

Üblicher Faktor 80-100 --> ungefähr 70.000 Verkäufe als Schätzung.
nach einem Monat als Indie ohne Publisher. Das geht. Sinking City hat sich meines Wissens auch auf den Konsolen schon besser verkauft. Das wird bei dem Titel auch nicht viel anders sein.

Spekulation: ein perfekter Fluff-Titel für die Abo-Dienste, was ihnen, wenn sie Glück haben, nochmal ordentlich Geld reinspülen kann.

Seit Testament / Crimes & Punishment hat sich das Studio aber auch gehörig verjüngt, was ich so auf linkedin sehe.

Also: Ja, es ist noch kein Megahit, aber wahrscheinlich hat sich das derzeit schon gelohnt.
Mikej vor 11 Monaten
Naja, Todesspirale... alle bisherigen Spiele von Frogwares hat man in den letzten Monaten immer wieder für unter 10 Euro bekommen (auch jetzt wieder - Steam Sale). Natürlich verkauft sich das dann.

Zumal der Vollpreis von 45 Euro in Kombination mit dieser Art von Gameplay jetzt einige zögern lassen wird. Nebenbei werden einige klassische Adventure-Fans am PC auch wegen der hohen Anforderungen zögern.

Fakt ist allerdings auch, dass Frogwares diesmal alles selber finanzieren muss und da konzentriert mans ich dann eben oft aufs Wesentliche (worunter fast nie eine deutsche Sprachausgabe fällt). Zumal eine Vertonung bei um die 25 Stunden Content nochmal deutlich teurer kommt als bei herkömmlichen Adventures. Da müsste dann schon z.B. ein deutscher Publisher kommen, der sich um die deutsche Vertonung kümmert und den Box-Release hierzulande regelt (was auch früher immer die typische Herangehensweise war)
FustelPustel vor 11 Monaten
Ich glaube eher dass es ein mieses Spiel ist was man von diversen Stellen her hört und lesen kann. Frogwares hat mit seinen letzten Spielen schon nicht geglänzt was die Qualität betrifft, da wundert es nicht wenn sich dieser Trend fortsetzt, dass auch die Verkaufszahlen sinken.
Das hat mMn wenig mit der Sprachausgabe zu tun. Die Leute haben eben keinen Bock auf paar schlechte Spiele in Folge.
Mikej vor 11 Monaten
Ich finds zwar auch eher schlecht, aber es scheint bei den Presse-Reviews und selbst den Steam-Nutzern offenbar gut bis sehr gut anzukommen (warum auch immer).

Ist wahrscheinlich zu einem großen Teil eine Zielgruppenfrage. Ich vermute mal, Chapter One wird eine andere Zielgruppe ansprechen wie etwa Crimes and Punishments.
advfreak vor 11 Monaten
Jochen meinte beim Auf ein Bier Podcast ja auch es ist das schlechteste Frogwares Game aller Zeiten. Die Folge ist übrigens offen für alle. Und nach dem Sinking City hab ich auch keine Lust mehr auf deren Games. 🥴😫😢

Wir werden die letzten 3 guten Sherlock Games immer in guter Erinnerung halten. ❤️

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