Previews: Silent Night:

Silent Night


Es ist eine Weile her, seit Jonathan Boakes, Schöpfer der 'Dark Fall'-Serie und der 'Lost Crown'-Spiele, von sich hören ließ. Rechtzeitig zu Weihnachten 2018 hat der Brite mit seinem Studio Darkling Room die Demo zu 'Silent Night' veröffentlicht, einem Interludium zwischen 'The Lost Crown' und 'The Last Crown: Blackenrock'. Das komplette Spiel, ein Standalone, soll 2019 veröffentlicht werden. Neu sind der Einsatz von 3D-Grafik und die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Steuerungen zu wählen. Wir haben uns gemeinsam mit Nigel Danvers nach Saxton begeben und versucht, das Geheimnis um die alte Kirche von Northfield zu ergründen.

 



Stille Nacht, Heilige Nacht

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Die alte Kirche von Northfield hat ein Geheimnis.

Es ist Weihnachten in Saxton, jenem beschaulichen Küstenort, der vor Geistern nur so strotzt und dem wir erstmals vor zehn Jahren in 'The Last Crown' einen Besuch abstatten durften. Nigel Danvers, seines Zeichens nach wie vor Geisterjäger und praktisch ein digitales Abbild seines Schöpfers Jonathan Boakes, findet sich in einer kalten Winternacht vor der alten Kirche von Northfield wieder, die wir bereits aus 'The Last Crown' kennen. Eine Spur aus alten Weihnachtskarten hat ihn hierhergeführt, ein erstes Zeichen dafür, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Ein kurzer Spaziergang über den alten Friedhof macht uns rasch klar: Hier wimmelt es vor Geistern, und sie sind nicht gerade glücklich. Es liegt jetzt an uns, herauszufinden, was die Geister so grantig macht. Die etwa vierstündige Preview gibt sich diesbezüglich mysteriös; aus der Ankündigung zum Spiel wissen wir jedoch, dass wir es mit Geistern zu tun haben, die im 14. Jahrhundert an der Pest gestorben sind und die nichts Geringeres wollen als Rache.

Die Demo gewährt uns einen ersten Einblick in die Geschichte von Northfield. Wir begegnen seltsamen Schatten, einer mysteriösen Vikarin und Porträts sowie Statuen, die sich manipulieren lassen. Die ersten Stunden bestehen im Wesentlichen darin, den Friedhof von Northfield und die Kirche zu untersuchen. Als wären paranormale Phänomene noch nicht genug, bekommen wir es auch noch mit Zeitsprüngen zu tun.

In Sachen Handlung ist 'Silent Night', da Preview, natürlich noch etwas dünn. Die Geschichte soll sich aber in-game bis Ostern hinziehen und verspricht einiges an Tiefe. Die Atmosphäre ist, wie immer, hervorragend geraten. Die gewohnte Schwarz-Weiß-Optik trägt dazu das Ihrige bei. Gleichzeitig will man unbedingt wissen, was in Northfield vor sich geht, Grusel hin oder her.


Nigel in 3D!

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Eindimensionalität kann man Nigel nicht vorwerfen.

Wer 'The Lost Crown' gespielt hat, wird sich an die eigenwillige schwarz-weiße 2D-Grafik erinnern, die gekonnt mit Farbtupfern aufgepeppt wurde. In 'Silent Night' ist das nicht viel anders, allerdings bekommen wir Nigel und seine Umgebung nun in 3D zu sehen. Das ist anfangs durchaus gewöhnungsbedürftig, zumal der Wechsel zu 3D eine veränderte Steuerung mit sich bringt. 'Silent Night' lässt sich derzeit ausschließlich via Controller oder via Tastatur und Maus steuern. Für die endgültige Version des Spiels ist zusätzlich eine Steuerung via Point and Click geplant.

Ich muss zugeben: Ich hatte leichte Probleme mit Nigel in 3D. Die Texturen wirkten vor dem ersten Update etwas verwaschen. Dazu wirkt sich die 3D-Umgebung auf die Steuerung aus. Die war zumindest mit Tastatur und Maus nicht immer so flüssig, wie man sich das wünschen würde. Zwar kann Nigel endlich laufen (yay!), allerdings gestaltet sich das zuweilen etwas hakelig. Ausnahme: Sobald Nigel eines seiner Gadgets einsetzt und wir in die First-Person-Perspektive wechseln, spielt sich das Ganze extrem geschmeidig und angenehm. Mit der Zeit gewöhnt man sich zwar an die etwas holprige Steuerung. Dennoch wäre es wünschenswert, wenn diese für die Finalversion noch etwas verfeinert werden würde. Denn das Anvisieren mancher Hotspots ist derzeit noch etwas schwierig, und es ist mir mehr als einmal passiert, dass ich, anstatt ins Büro der Vikarin zu gehen, auf der direkt daneben gelegenen Kanzel gelandet bin. Ebenfalls verbesserungswürdig ist die Lippensynchronität, und der Wechsel zu 3D in Kombination mit der hakeligen Steuerung erschwert mitunter die Wegfindung.

Gut gelungen ist hingegen wieder der Sound. Derzeit ist 'Silent Night' nur auf Englisch (mit englischen Untertiteln) erhältlich, die Sprecher (Boakes persönlich spricht wieder Nigel) machen ihre Sache sehr gut. Wer mag, kann die Dialoge auch überspringen. Die Musik und die Hintergrundgeräusche – das Klingeln von Münzen, Vogelgesang mitten im Winter, der pfeifende Wind – unterstreichen die gruselige Atmosphäre gekonnt, teilweise wurden auch Musikstücke oder Geräusche aus 'The Lost Crown' übernommen. Das sorgt für einen zusätzlichen Wiedererkennungseffekt.


Wir jagen Geister!

Was 'Silent Night' von 'The Lost Crown' zusätzlich zur 3D-Grafik und der neuen Steuerung sehr deutlich unterscheidet, ist das Gameplay. Inventargegenstände werden zumindest in der Demo meist automatisch verwendet, sodass wir nicht lange herumprobieren müssen. Auch die Geisterjäger-Gadgets kommen oft automatisch zum Einsatz. Wir können natürlich auch selbst im Inventar herumstöbern und uns nach Herzenslust mit den Gadgets austoben, und ich gehe davon aus, dass in Sachen Gameplay im fertigen Spiel noch einiges auf uns zukommen wird. Schließlich war bereits 'The Lost Crown' diesbezüglich ziemlich abwechslungsreich und hatte einiges an knackigen Aufgaben zu bieten.

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Wir dürfen die Gadgets auspacken.

Wie immer müssen wir uns gründlich umsehen und in Gesprächen - es gibt in der Demo eine sehr interessante Gesprächspartnerin -  aufmerksam zuhören. Es schadet auch nicht, sich ein paar Notizen zu machen. Einmal müssen wir einen Generator zum Laufen bringen, um die Kirche mit Strom zu versorgen, mal müssen wir Kerzen entzünden, dann wieder erhalten wir die Aufgabe, Feuerholz zu organisieren.

Dazu gesellen sich manipulierbare Gemälde und mindestens eine drehbare Statue, die aber derzeit noch keine große Rolle spielen. Die meisten Hotspots werden wahrscheinlich erst in der Vollversion relevant werden, können aber bereits jetzt untersucht bzw. angeklickt und bestaunt werden. Für ein 'Crown'-Spiel sind die Aufgaben in 'Silent Night' zumindest in den ersten paar Stunden noch relativ einfach gehalten. Ich gehe allerdings davon aus, dass auch das in der Vollversion anders sein wird.


Galerien

Fazit:

Wertung: Gut

Optisch erinnert 'Silent Night' stark an 'The Lost Crown', wobei der Sprung zu 3D dem Spiel nicht unbedingt gut tut, da die Steuerung darunter leidet. Positiv zu vermerken ist, dass Nigel endlich rennen kann, und auch atmosphärisch kann man Darkling Room absolut nichts vorwerfen. Auch wenn die Demo nur ein paar Stunden dauert: Man will unbedingt wissen, wie sich die Geschichte entfaltet und was es mit den Geistern in der Kirche von Northfield auf sich hat. Im ersten Quartal 2019 soll das komplette Spiel veröffentlicht werden. Man darf gespannt sein.

geschrieben am 09.01.19, Susanne Lang-Vorhofer

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