Reviews: Silence:

Silence


Fast drei Jahre sind seit der Ankündigung von 'Silence' ins Land gegangen, während der der Nachfolger zu 'The Whispered World' gleich mehrfach verschoben wurde. Doch nun ist es endlich so weit und es gibt ein Wiedersehen mit Sadwick, Spot, Ralv, Yngo und den anderen Liebgewonnenen Figuren. Ob sich das Warten gelohnt hat?

 

Die Helden aus Silence

 

Es herrscht Krieg

Silence

Im Bunker versucht Noah Renie zu beruhigen

Wir beginnen in der realen Welt, an einem Wintertag. Die Idylle vor einem kleinen Dorf wird durch einen Bomberangriff jeh zerstört. Gerade noch rechtzeitg schnappt sich der junge Noah seine kleine Schwester Renie und flüchtet sich mit ihr in einen Bunker. Nachdem die kleine Schwester sich etwas beruhigt hat, erschüttert ein weiterer Bombenangriff den Bunker und die Geschwister finden sich in der Welt Silence wieder - jener Fantasiewelt, die wir schon 2009 in 'The Whispered World' bereisen durften.

Schon bald treffen wir auf unseren treuen Begleiter, die kleine grüne Raupe Spot und haben unser Heldentrio für den neuen Ausflug beisammen. Auch Silence hat sich verändert. Eine falsche Königin regiert das Land und hat gruselige Sucher ausgesandt, die einen Splitter finden sollen. Eben dieser Splitter fehlt noch, um einen Spiegel wieder zusammen zu setzen, den Sadwick (Achtung, Spoiler!) am Ende von 'The Whispered World' zerstörte. Damit würde die falsche Königin die Herrschaft über Silence festigen und könnte in Zukunft ungestört regieren.

Gegen diese Pläne hat sich eine Rebellenschaar gebildet, die sich einen erbitterten Kampf mit den Suchern liefert und ebenfalls nach dem Splitter fahndet. Und mitten in diese Scharmützel purzeln Renie, Sadwick und Spot. Fortan suchen auch unsere Helden nach dem Splitter und müssen sich vor den Suchern in Acht nehmen, denn eine Begegnung mit ihnen kann auch in Silence tödlich enden. Doch das ist nicht die einzige Gefahr, die auf unsere Helden lauert...


Lustig, Melancholisch, Fesselnd

Silence

Alle jagen den letzten Splitter eines Spiegels

Geschickt vermischt das Team von Daedalic in 'Silence' traurige oder ernste Momente mit spaßigen Situationen. So schwebt stets die drohende Gefahr durch die Sucher über allem, nicht zuletzt dank der unbekümmerten Renie wird diese düstere Stimmung aber immer wieder durchbrochen. Als kleines Mädchen wird sie einfach nicht beachtet und kann so allerhand Blödsinn treiben und die Welt erkunden. Während Renie ihre gefangenen Begleiter eigentlich befreien soll, können wir sie beispielsweise Erfahrungen mit der berauschenden Wirkung von Pilzen machen lassen - Die Welt wird bunt und wir schmunzeln trotz der offensichtlichen Bedrohung. Mit den gefährlichen Suchern geht Renie nicht anders um: Auch sie beachten das kleine Kind nicht - vielmehr, sie können Renie nicht einmal wahrnehmen. Und so wird Renie zur Allzweckwaffe der Rebellen gegen die Sucher, denen sie stark zusetzt.

Doch Renie hat auch ihre ernsten Momente, in denen sie sich zurücksehnt in die richtige Welt und zu ihrem Bruder Noah, der in 'Silence' wieder in die Rolle vom melancholischen Sadwick schlüpft. Und wenn die Großen sich wieder die Köpfe heiß reden, ist es oft Renie, die uns die Augen öffnet für den richtigen Weg.

Silence

Kleine Raupe ganz groß: Spot

Der eigentliche Held des Spiels ist dann aber die kleine Raupe Spot. Unser grüner Freund kann wie schon in 'The Whispered World' unterschiedliche Formen annehmen und uns so in verschiedensten Situationen helfen. Kein Wunder, dass nicht nur Renie und Noah traurig sind, wenn der Allzweck-Wurm mal nicht dabei ist.

Das Siegel Filmreif kann man der Geschichte durchaus aufdrücken, denn alles fügt sich gut ineinander und der neuerliche Ausflug in die Welt von 'Silence' hat uns von der ersten bis zur letzten Sekunde an den Bildschirm gefesselt. Und das obwohl das Ende durchaus im Vorfeld zu erahnen war und die Charaktere einige Klischees bedienen. Dabei bleiben sie aber stets liebenswert und finden selbst dann einen Platz im Spielerherz, wenn sie eigentlich Unruhe stiften, wie die winzig-witzigen Lumis. Am Ende wären wir allerdings gern noch länger geblieben als die knapp sieben Stunden, die wir mit dem Kampf gegen die falsche Königin verbracht haben. Wiederspielwert gibt es dank dank einiger Entscheidungen, die wir im Spielverlauf treffen müssen - nicht nur in Gesprächen. Die haben zwar keinen allzugroßen Einfluss auf den Ausgang, dennoch ist es interessant, einmal den anderen Weg zu gehen. Trophäen-Jäger müssen ohnehin mehrfach spielen, um alle Achievements zu erhalten. Schade nur, dass wir nicht frei speichern können, um einmal etwas anderes auszuprobieren. Zu Beginn wählen wir einen von drei Speicherslots, in dem dann unser Spielfortschritt abgespeichert wird. Während des Testens kam es einmal dazu, dass sich der Speicherstand nicht mehr laden ließ, was in solch einem Fall einer Katastrophe gleicht. Dieser Bug soll aber inzwischen behoben sein und ansonsten haben wir beim Test keinerlei Probleme feststellen können.


"Modern Adventure"

Silence

Dialogbäume und Rätsel stehen nicht im Mittelpunkt

Daedalic nennt 'Silence' absichtlich nicht mehr klassisches Adventure sondern verpasst dem Spiel das Adjektiv "Modern". Für den Spieler bedeutet das zunächst einmal den Verzicht auf ein umfangreiches Inventar. Mehr als zwei Gegenstände haben Noah und Renie nie dabei und über den Einsatzort und Zweck entscheiden die Spielcharaktere auch selbst. Wir müssen lediglich noch den richtigen Interaktionspunkt finden und vorher ggf. entsprechend manipuliert haben. Und so gestalten sich viele der Rätsel direkt mit der Umgebung: Mal muss ein Seil festgezogen, mal eine Sitzbank verschoben werden. Das läuft mit der Maus über eine Drag-Steuerung, wir klicken den Hotspot an und bewegen die Maus dann in die vorgegebene Richtung. 'Lost Horizon 2' bietet beispielsweise ähnliche Momente, hier wurde das Element aber deutlich stimmiger und konsequenter umgesetzt.

Balance-Elemente hatten uns zuletzt in 'Die Tochter des Sherlock Holmes' gestört, weil sie oftmals aufgesetzt und damit unnötig wirkten. In 'Silence' müssen wir auch immer mal wieder balancieren und auch hier macht es Daedalic besser. Die Stellen, an denen wir einen Cursor in einem bestimmten Bereich halten müssen, gliedern sich sehr passend in die Geschichte ein. Nie entsteht der Eindruck, dass noch eine Geschicklichkeitsprüfung eingebaut wurde, um im Spiel zu sein.

Silence

Spot nimmt es auch mit Drachen auf

Und ja, es gibt sie auch: Herkömmliche Rätsel, wie man sie in klassischen Adventures erwartet. Wenn man genau ist, sind es sogar recht viele. Allerdings sind diese fast ausnahmslos schnell gelöst, was sich dadurch erklärt, dass wir immer nur wenige Orte gleichzeitig besuchen können und Inventarkombinationen komplett wegfallen. Dadurch erhöht sich aber der Fluss der Geschichte enorm, man kann kaum stecken bleiben. Und falls man doch einmal nicht weiter weiß, gibt es ein Hilfesystem, das wir an unsere Bedürfnisse anpassen können. So lassen sich auf Knopfdruck Hotspots, Kombinationsmöglichkeiten für unsere Inventargegenstände und Tipps gesondert anzeigen lassen. Dialoge laufen in 'Silence' zumeist selbstständig ab, hin und wieder dürfen wir zwischen zwei Alternativen auswählen, die eine etwas andere Reaktion unseres Gegenübers verursachen.

Dann gibt es noch Spot, der einige Rätselketten ganz alleine bewältigen darf. Dabei kommt der Gestaltwandler voll zum Einsatz, ob brennend, fünfgeteilt oder erkältet, der kleine grüne Wurm findet immer einen Weg und bereitet uns dabei sehr viel Freude. Vielleicht spendieren die Entwickler ihm ja mal ein eigenes Spiel. Das Potential wäre da.


Festplatte voll Screenshots

Silence

Die Kulissen sehen von Nahem gut aus...

Nur selten hat mich die Grafik eines Adventures so beeindrucken können, wie in diesem Fall. Dank Projection-Mapping werden gemalte 2D-Hintergründe auf 3D projeziert, was bei 'Silence' wirklich toll aussieht. Kamerafahrten durch die Szenen, Zooms oder Schwenks - Nie wird die Grafik pixelig oder unscharf. Und nahezu jeder Ort steckt voller Details. Ob im Sumpf, vor der Stadt Kalimar, beim Drachen oder beim Lavasee, selten habe ich so viele Screenshots von einem Spiel gemacht, weil ich gedacht habe: "Das musst Du den Leuten zeigen".

 

 

Silence

... und von Weitem auch

Von ähnlicher Güte sind auch die Animationen. Nicht nur die in 3D gehaltenen Charaktere bewegen sich rund und passend, auch im Hintergrund bewegt sich immer wieder etwas und sorgt so für Leben in der Welt. Im Bereich der Mimik hat sich ebenfalls viel getan. Man sieht den Figuren ihre Stimmung deutlich an und selbst Spot kann sich nun mit mehr als Quietsch-Lauten verständlich machen. Dass Daedalic viel Wert auf das Finetuning gelegt hat, fällt schon bei solchen Kleinigkeiten auf, wie dem richtigen Auftreten auf Leiterstufen.

 

 

Musikalisch weiß 'Silence' ebenfalls zu überzeugenn. Die Melodien gehen ins Ohr und passen sich gut der Stimmung an. Bei den Sprechern überzeugt vor Allem Renie, aber auch die übrigen Charaktere wurden gut vertont. Man könnte dem Sprecher von Sadwick vielleicht vorwerfen, dass er lustlos klingt. Aber genau das ist die Stimmung, die er transportieren soll.


Galerien

Fazit:

Wertung: 87%

'Silence' hat mich toll unterhalten. Die Geschichte und Grafik würden einem Film von Disney gut zu Gesicht stehen und gerade bei der Grafik merkt man deutlich, warum die Entwicklung so lange gedauert hat. Das Spiel ist perfekt auf Hochglanz poliert. Aber wie steht es um die inneren Werte? Adventure-Kenner werden sich nicht lange mit den Rätseln aufhalten, von denen einige sogar überspringbar sind. In diesem Bereich richtet sich 'Silence' ganz klar an Spieler, die noch nicht viel Erfahrung mit klassischen Adventures gesammelt haben. Auch Freunde von umfangreichen Dialogbäumen sind bei 'Silence' falsch. Daedalic geht mit 'Silence' den Weg, den DontNod mit 'Life is Strange' oder auch Telltale eingeschlagen haben, verzichtet dabei aber nicht ganz auf Rätsel. Das ist für Adventures aus dem Hause Daedalic sicherlich ungewohnt, macht 'Silence' aber dennoch nicht zu einem schlechten Spiel.

geschrieben am 17.11.16, Tobias Maack

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Kommentare 43
FustelPustel
25.11.2016, 13:14

Ist eine 87 nicht doch etwas zu hoch gegriffen anhand der Kürze, weniger Rätsel und nur für die gute Präsentation und Grafik? Erinnere mich mal gelesen zu haben, dass im Vorfeld für 2/4 Kapiteln von 4 Std. Spielzeit die Rede war. Nun nach den Rezensionen zu urteilen soll das wohl die Gesamtspielzeit sein. Ich werde es mir wohl - wenn überhaupt - ansehen, wenns 10-15€ kostet.

Mikej
25.11.2016, 13:38

Ein Spiel kann toll sein, obwohl es kurz ist. Ob es nun mehr oder weniger Rätsel hat, halte ich auch nicht für zentral, solange das Gameplay unterhaltsam bleibt.

FustelPustel
25.11.2016, 13:43

Das stimmt schon. Dann ist wohl der ausschlaggebende Grund der, dass die neue Art des Adventures ausgerechnet die Fortsetzung eines Titels ist, den viele hervorragend fanden und zu dem das überhaupt nicht passt. Besser sie hätten für solch ein Experiment einen anderen unverbrauchten Titel gewählt. Schade drum.

peterunlustig
25.11.2016, 14:03

Silence ist ein Spiel für Kleinkinder geworden, ohne jeglichen Anspruch. Hier dürfte es nicht "Freigegeben ab 12 Jahren" heißen, sondern bis 12 Jahren. Ist nicht mehr als ein interaktiver Zeichentrickfilm.

Das Schlimmste für mich ist vor allem das fehlende Inventar, dadurch sind die "Rätsel" (man darf sie eigentlich gar nicht als Rätsel bezeichnen) immer nur im aktuellen Bildschirm zu lösen, nichts mit anspruchsvollem Kombinieren von vielen gesammelten Gegenständen in der gesamten Spielwelt.

Ich möchte Adventures hauptsächlich spielen, um meinen Grips anzustrengen und notfalls auch mal ne Stunde an einer Stelle hängen bleiben, bis ich die Lösung gefunden habe. Silence ist wie ein Kreuzworträtsel mit vorausgefüllten Feldern. Daher für mich die größte "Adventure-Gurke" und Enttäuschung der letzten Jahre.

Es ist eh ein schlimmer Trend, immer mehr Spiele, die mit klassischen Adventures nichts mehr zu haben und nur noch der hirnlosen Unterhaltung dienen. Dafür sollte eine neue Genre-Bezeichnung eingeführt werden, "Interactive Moviegame" oder so ähnlich, denn Adventures sind derartige Spiele in meinen Augen nicht.

sinnFeiN
25.11.2016, 14:32

Sind nicht die Geschichten trotzdem tiefgründig? Nur weil Gameplay und Grafik angepasst und modernisiert wird, heißt es doch nicht, dass es schlecht ist und kein Adventure ist.
Ganz klar wurde das Spiel in Stromlinie gebracht, trotzdem gibt es, wie im Test auch herausgearbeitet, schon noch mehr Interaktion als in Telltale-Spielen. Selbst diese sind aber doch etwas von interaktiven Filmen, wie 'Late Shift' (https://www.adventurecorner.de/reviews/620/late-shift), entfernt.

Ich weiß derzeit nicht so ganz, ob Charles Cecil dabei recht hat, wenn er betont, dass die Adventure-Community so troll ist, weil sie so offen gegenüber Innovationen sind. Das scheint mir oft nicht so. Gleichzeitig kommen ganz traditionelle Herangehensweisen, wie 'Thimbleweed Park', auch nicht so gut an :).

Prinzipiell ist eine Wertung immer etwas subjektives, schon gar eine Zahl. Die Kritikpunkte wurden ja dargestellt. Spaß macht es, es hat nur wenig mit den P&C Adventures der vergangenen Jahre zu tun, sondern versucht mal einen anderen Weg, der mehr Spielern liegen könnte.

Selbst wikipedia hebt den Fokus auf Geschichte der Adventure-Spiele hervor und sieht es nah zu anderen narrativen Medien, wie Film und Buch: https://en.wikipedia.org/wiki/Adventure_game.

Wie gesagt, die Definition, was ein Adventure ist und wo dieser Begriff aufhört, ist in der Spielerlandschaft regional vollkommen verschieden. In der Industrie fragen sich deswegen durchaus auch Genre-Größen, ob man nicht das breitere Publikum der Spieler, die eine Geschichte erleben wollen, ansprechen will.

Das Rätseln machen Spiele wie 'The Witness' nämlich fast durch die Bank besser. Da fehlte mir nur die Motivation dank nahezu fehlender Geschichte, die mir in jedem Spiel, egal welches Genre, wichtig ist.

Mikej
25.11.2016, 15:51

Im Endeffekt vereint das traditionelle Adventure-Genre zwei unterschiedliche Zielgruppen: die Story-Fans und die Rätsel-Fans. Daraus folgt in den letzten Jahren eine gewisse Uneinigkeit bei den Spielern, mit anderen Erwartungshaltungen. Insofern sind negative Reaktionen auf einen Schwenk in eine Richtung (hin zu Story) letztlich logisch.

Es soll auch nicht wenige Fans des klassischen Genres geben, für die Story bei Adventures gar nicht wichtig ist und für die es vorrangig um Rätsel geht.

Stigga
25.11.2016, 17:13

Für mich persönlich geht es in einem Adventure eben um die gute Mischung aus beidem, mal mehr zu Lasten der Story oder der Rätsel. Aber eines davon ganz zu vernachlässigen geht nach hinten los. Viele werden wsl auch der Meinung sein, dass ein Adventure ohne eine Geschichte mehr nur Denkspiel wäre.

peterunlustig
25.11.2016, 21:36

Ich bin halt mit den Klassikern von Lucas Arts und Sierra, angefangen bei Loom, Zak McKracken, Day of the Tentacle, Indy, Monkey Island, Legend of Kyrandia, Gabriel Knight, Beneath a Steel Sky, Space und Kings Quest usw., die teilweise sogar noch reine Text-Adventures waren, aufgewachsen und da kann mir keiner erzählen, dass sich eine gute Story und anspruchsvolle Rätsel nicht vereinbaren lassen.. Da stimmte nunmal alles. Wie oft hab ich damals mit meinem besten Schul-Kumpel nen kompletten Abend an einem einzigen Rätsel gehangen, in das "gedruckte" Lösungsheft zu gucken war ja strengstens verboten. Das Weiterkommen wurde dann aber auch wie eine kleine Party gefeiert. Nostalgie pur aus heutiger Sicht, als der Kopierschutz noch aus Papp-Drehrädern bestand.. ;)

Heutzutage wird sich meistens nur noch auf eine Sache als Highlight konzentriert, aber nicht mehr auf das Gesamtwerk. Man sollte sich auch durch vermeintliche Neuerungen oder Modernisierungen im Gameplay oder bei der Grafik nicht über die Schwächen hinwegtäuschen lassen, die für mich meistens nur eine Einsparung an irgend einer anderen Stelle bedeuten..

Vielleicht bin ich ja generationsbedingt auch schon "outdated", würde mir aber dennoch nochmal etwas komplett Rundes wünschen.

Möchte die neueren Spiele aber auch nicht grundlegend verteufeln. Life ist strange und weitestgehend die Walking Dead Reihe fand ich zB auch super und 1000x besser als Silence. Es sind trotzdem keine Adventures mehr, wie ich sie verstehe..

Genauso finde ich, dass Silence rein gar nichts mehr mit dem ersten Teil von The Whispered World zu tun hat. Der war dagegen noch ein richtiges Adventure. Silence ist nur noch ein grafischer, schnell zu konsumierender Blender ohne die nötige Tiefe und Anspruch mit einem Gameplay für Kinder im Einschulungsalter..

sinnFeiN
26.11.2016, 00:06

Mit den Klassikern sind die meisten von uns aufgewachsen und lieben sie :). Objektiv gesehen ist das heutzutage aber auch schwer vergleichbar. Ein Monkey Island ist in 2-3 Stunden durchgespielt :/. Vergleicht man das mit heutiger Konkurrenz, dürfte man das Spiel kaum mehr über 9,99€ verkaufen :/. Sieht man, dass Spiele allgemein aufwändiger sind, kann ich den Fokus durchaus verstehen. Alles andere wird auch schwer leistbar werden - geschweige denn nur halbwegs ordentliche Verkaufszahlen bringen.

Wie man auch in anderen Genres merkt, ist Gaming am Mainstream angelangt. Während man in den 80ern und 90ern (und frühen 2000ern) noch eher der seltenere Nerd war, ist es jetzt völlig normal twitch.tv zu schauen und zu zocken. Spätestens das Handy hat das geschafft. Dadurch strömen auch viele Spieler auf den Markt, die komplexere Spiele nicht kaufen werden. Trotzdem liegt im Mainstream das Geld. Pass ich mich ein wenig in die Richtung an, überlebe ich, sofern die Werbung zieht.

Bei den heutigen Entwicklungskosten von größeren Spielen ist das absolut verständlich. Sieht man dann noch die Werbebudgets, die bei einigen noch einmal gleich viel ausmachen, dann wundert es wirklich nicht.

Ähnlich den Spielern im MMO-Genre, glaub ich fast, dass die Adventure-Veteranen nicht sonderlich fair gegenüber den Entwicklern sind. Man will Spiele wie damals, nur größer, billiger und wenn es geht auch noch mit Sprachausgabe, die es früher sowieso nicht gab. Wehe, nur ein Feature des Lieblings-Spiels fehlt - dann ist das Spiel zum Scheitern verdammt und ohnehin Müll für die "Casuals".

Joey
26.11.2016, 00:52

sinnFeiN hat geschrieben:
Ich weiß derzeit nicht so ganz, ob Charles Cecil dabei recht hat, wenn er betont, dass die Adventure-Community so troll ist, weil sie so offen gegenüber Innovationen sind. Das scheint mir oft nicht so. Gleichzeitig kommen ganz traditionelle Herangehensweisen, wie 'Thimbleweed Park', auch nicht so gut an :).

Silence habe ich nicht gespielt, deshalb kann ich dazu nicht viel bzw. gar nichts sagen.
Aber wenn ich diese Aussage im Zitat mal ganz allgemein nehme...
Was würden wohl... nehmen wir mal Liebhaber von Shootern machen, wenn der neue Shooter eine echt tolle Story hätte und super Grafiken. Und erst recht die alltertollsten Superwaffen! Aber alle Gegner würden nur einfach dastehen und warten, bis sie abgeschossen würden. Keiner würde sich mehr wehren und zurückballern.
Würde das den Shooter-Fans gefallen?
Und wie würden sich die Shooter-Fans dann wohl fühlen, wenn man ihnen vorwirft, nicht offen gegenüber Innovationen zu sein, wenn sie dieses Spiel nicht toll finden? Immerhin gibt es ja auch viele, denen die herkömmlichen Shooter zu schwer sind, die aber vielleicht so einen weniger anspruchsvollen Shooter spielen würden?
Man könnte ja in den Shooter noch ein paar Wimmelbild-Sequenzen einbauen. Wirklich viele Leute mögen Wimmelbildspiele!
Vielleicht ein schräges Beispiel, aber derartiges wird ja von Adventure-Liebhabern auch verlangt. :o
Meine Frage ist nun, ob das nicht vielleicht auch etwas viel verlangt ist? :?
Stigga hat geschrieben:
Für mich persönlich geht es in einem Adventure eben um die gute Mischung aus beidem, mal mehr zu Lasten der Story oder der Rätsel.

Dito! Wobei für mich noch überzeugende und tiefgründige Charaktere ein wichtiger Punkt sind. Aber alle drei Punkte sind wichtig. Ebenso die Technik, also z.B. die Steuerung.
Ich spiele auf PC daher sind Zwang für Tatatursteuerung oder Controller ein echtes No-Go für mich.
So sind es für mich persönlich also sieben Punkte, die Bedeutung haben.
1. gute Charaktere
2. eine gute Story
3. gute Rätsel. Fordernd, aber nicht unfair.
4. Maussteuerung und optimal auf PC spielbar.
5. keine spaßstörenden Bugs. Ich bin schließlich kein Betatester.
6. Eine ansprechende Grafik. Wie genau die sein muß, hängt stark vom Spiel ab. Bei einem Comic-Adventure wie Deponia ist entsprechende Grafik OK. Bei einem ernsthaften Adventure, mit schwerwiegendem oder gar tragischem Inhalt sollte es aber doch lieber realistische Grafik sein, Charaktere, in die man sich auch optisch hineinversetzen kann.
7. Anständige Spielzeit. Ein gutes Adventure sollte mindestens!!! 15 Stunden Spaß bereiten. (So man nicht alle Rätsel durch eine Komplettlösung löst.) Auch Spiele in Häppchen mag ich so gar nicht. Ich möchte selbst entscheiden dürfen, ob ich die gesamte Story an einem Stück spiele oder zwischendurch Pausen einlege.

Würde mal wieder ein Spiel rauskommen, das diese Kriterien erfüllt, würde ich dafür auch gerne zu Release den früher üblichen Preis von 40 Euro bezahlen. Vorbestellen würde ich allerdings wohl nicht mehr. Dafür wurde ich in den letzten paar Jahren zu oft enttäuscht.

sinnFeiN
26.11.2016, 01:17

als alter Shooter-Fan muss ich da leider sagen, dass das bei Shootern auch oft so der Fall ist. KI? Gibts nicht. Maximal sind Aimbots, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit treffen. Allgemein lässt KI in vielen Spielen sehr, sehr zu wünschen übrig (da fällt mir eine ellenlange Liste ein). Deswegen, muss ich leider zugeben, dass du mit der provokanten Aussagen leider voll ins Schwarze triffst... genau das ist der Punkt in sehr vielen Genres. Veteranen langweilen sich, alle anderen fällts nicht auf (erleb ich derzeit so in MMOs, Shootern, Stealth-(Action)-RPGs und Adventures)

Joey
26.11.2016, 02:05

Ja, das in etwa meinte ich. Wenn die meisten Dinge, die einem wichtig waren, wegfallen, warum sollte man dann das Spiel noch mögen?
Ich finde es unfair, daß einem dann noch vorgeworfen wird, Innovationen nicht zu unterstützen. Ich mag Innovationen. Aber wenn sie auf Kosten all der Dinge gehen, die ich an einem Spiel mag, warum sollte ich das Spiel dann noch kaufen? Nur aus dem Grund, daß es Innovationen hat? :erm:

sinnFeiN
27.11.2016, 11:33

Einerseits ist das ganz klar. Innovationen in der Early-Adopter-Phase sind immer anders und nett, aber verändern etwas nicht drastisch. Die ersten Touchscreen Handys waren eine nette Spielerei, hatte aber noch weit nicht die bahnbrechenden Auswirkungen der Nachfolger. So ist es hier. Man experimentiert mit Spielmechaniken, möchte das ganze flüssiger spielen lassen.
Trotzdem bleibt doch die 'Silence'-Geschichte nicht schlecht, oder? Die ist ganz gut. Deswegen ist das hier doch kein drastischer Rückschnitt. "Nur" das Gameplay wurde geändert, aber noch immer nicht so zurechtgestutzt, dass es zum Film wird. Wie immer, werden Anfangsphasen aber entsprechend schwach vom Publikum angenommen. Nokias frühes Smartphone hat der Firma den Kopf gekostet :). Apple hat seinen Siegeszug dann Jahre später gefeiert.
In dieser Phase des Umbruchs ist die Spieleindustrie auch gerade. Vollpreis-Spiele sind zum Großteil Ladenhüter. Die Indie-Szene hatte ihren ersten leichten Zusammenbruch. Der Kickstarter-Hype ist vorbei. Und der narrative Turn ist nun auch in Spielen angekommen. Spiele müssen Geschichte bieten. Selbst reine Multiplayer-Spiele haben mittlerweile eine relativ tiefgründige Lore rundherum

Indiana
28.11.2016, 08:21

FustelPustel hat geschrieben:
Ist eine 87 nicht doch etwas zu hoch gegriffen anhand der Kürze, weniger Rätsel und nur für die gute Präsentation und Grafik? Erinnere mich mal gelesen zu haben, dass im Vorfeld für 2/4 Kapiteln von 4 Std. Spielzeit die Rede war. Nun nach den Rezensionen zu urteilen soll das wohl die Gesamtspielzeit sein. Ich werde es mir wohl - wenn überhaupt - ansehen, wenns 10-15€ kostet.
Also in 4 Stunden kommt man beim ersten Spielen von Silence nicht durch. Da brauchst Du schon an die sechs Stunden. Zugegeben: Lang ist das noch nicht. Aber wäre Dir ein Silence lieber gewesen, wenn Du noch 3 Stunden mit Springer- oder Schieberätseln zu tun gehabt hättest? Also vielleicht so, wie im letzten Agatha Christie-Adventure, wo man immer wieder ähnliche Aufgaben hatte.

Das 'Silence' sich mit seinen Rätseln nicht an Adventure-Veteranen richtet, steht jedenfalls im Test. Dennoch ist Silence kein schlechtes Spiel und macht einiges Besser als z.B. der letzte Sherlock Holmes-Teil.

FustelPustel
28.11.2016, 13:30

Das möchte ich auch garnicht anzweifeln, dass Silence trotzdem ein gutes Spiel ist und vieles auch richtig macht, zumal ich es nicht gespielt habe. Aber wenn es so ist wie "peterunlustig" sagt, sind es ja mehr Alibi-Rätsel. Es ist okay wenn dies für Einsteiger parallel angeboten wird, um eine größere Masse zu erreichen. Sollte aber hoffe ich nicht der zukünftige Standard werden. Frage mich, warum man nicht 2 Schwierigkeitsgrade gemacht hat, ausser dass es wahnsinnig teuer würde dann und noch komplizierter. Wäre eventuell eine Überlegung für die Zukunft. In etwa so wie bei MI3.

advfreak
28.11.2016, 14:21

Ich habe Silence noch herum liegen weil ich erst Yesterday Origins beenden möchte - leider hänge ich da gerade fest. :(

Aber ich bin schon seeeeeeeeeeeeehr auf die Corner-Wertung gespannt!
:deal:

Mikej
28.11.2016, 14:23

advfreak hat geschrieben:
Ich habe Silence noch herum liegen weil ich erst Yesterday Origins beenden möchte - leider hänge ich da gerade fest. :(

Aber ich bin schon seeeeeeeeeeeeehr auf die Corner-Wertung gespannt!
:deal:


Test ist seit einer Stunde online :)

advfreak
28.11.2016, 14:32

Mikej hat geschrieben:
advfreak hat geschrieben:
Ich habe Silence noch herum liegen weil ich erst Yesterday Origins beenden möchte - leider hänge ich da gerade fest. :(

Aber ich bin schon seeeeeeeeeeeeehr auf die Corner-Wertung gespannt!
:deal:


Test ist seit einer Stunde online :)


Wenn man vom Teufel spricht! :devil: :D

autotoxicus
28.11.2016, 20:53

Indiana hat geschrieben:
FustelPustel hat geschrieben:
Ist eine 87 nicht doch etwas zu hoch gegriffen anhand der Kürze, weniger Rätsel und nur für die gute Präsentation und Grafik? ...
Also in 4 Stunden kommt man beim ersten Spielen von Silence nicht durch. Da brauchst Du schon an die sechs Stunden. Zugegeben: Lang ist das noch nicht.
...
Das 'Silence' sich mit seinen Rätseln nicht an Adventure-Veteranen richtet, steht jedenfalls im Test. Dennoch ist Silence kein schlechtes Spiel und macht einiges Besser als z.B. der letzte Sherlock Holmes-Teil.

Ja es wäre wirklich unsinnig ein gutes Spiel abzuwerten, weil es gnadenlos überteuert ist ("gnadenlos" war nicht auf Silence bezogen). Da müsste man ja auch sagen eine GTX1080 ist eine richtig schlechte Grafikkarte. Dafür bräuchte man vom Prinzip her eine Preis/Leistungs-Wertung.
Auf der anderen Seite. Wenn man als Tester das Spiel kostenlos bekommen hat, dann hat man ja auch keine Erwartungen für sein "Nicht-Geld" und somit nicht wirklich eine Meinung dazu.

Indiana
29.11.2016, 07:47

Das Verhältnis Preis zur Spieldauer bewerten wir in der Tat nicht, außer wir gehen im Fazit explizit darauf ein. Das macht auch schon wegen der verschiedensten Angebote keinen Sinn.

Silence kostet derzeit bei Amazon 30 €. Wenn ich nun von einer Spielzeit von 6 Stunden ausgehe, die man im Optimalfall erreicht, sind das 5 € pro Stunde. Das zahlt man übrigens auch fast im Kino, wenn man einen aktuellen Film sehen will.

Wer Silence bei Gamesrocket mit dem Rabatt für unsere Leser gekauft hat, bekam das Spiel für 21,55 €. Das sind dann nur noch 3,60 € pro Stunde. Sollen wir nun also zwei Wertungen unter den Test schreiben? Also 87 für die Rabattkäufer und 55 für die Amazon-Käufer? Dann muss ich auch den Test jedes Mal neu anpassen, wenn es ein Bundle oder ähnliches gibt.

Wir haben schon oft darauf hingewiesen, dass man nicht nur nach der Zahl unter einem Test gehen darf, sondern auch mindestens noch das Fazit dazu lesen sollte, möglichst auch den gesamten Test. Da steht nämlich etwas über die Spielzeit, die Art der Rätsel und Dialoge und so drin. Und dann kann man auch selbst entscheiden, ob einem Silence 30 € wert ist oder nicht.

advfreak
29.11.2016, 12:06

Ich weiß ja auch nicht, irgendwie funktioniert im klassischem Adventure-Genre scheinbar gar nichts mehr.

Wenn ich so langsam auf 2016 zurück schaue war da echt nichts was mich vom Hocker gehauen hat. Freue mich ja schon sehr auf die Abstimmung zum Adventure des Jahres. :twisted:

Angefangen mit A wie dem furchtbaren Handygame "Agatha Christie ABC Murder" über das lächerliche Billig-Pixel-Adventure "Kathy Rain", bis hin zu einem großen Rückschritt bei Sherlock und zu guter letzt ein Ende mit einem extrem sperrigen "Yesterday Origins"....

Aber auch Telltale konnte mit TWD Michonne oder Batman nicht wirklich überzeugen, was die faden und überteuerten Minecraft Episoden 6-8 an Frechheit noch gipfelten.

Nach dem Debakel mit Lost Horizon 2 überrascht Animation Arts neuerdings mit Android-Kurzweil-Adventures wie Preston Sterling und Deadalic suhlt sich nach der schwachen Jahresbilanz in Kündigungs-Selbstmitleid. :cry:

Ob 2017 eine neue TWD Staffel, der Pixelcharme Thimbleweed Park, das groß beworbene Syberia 3 oder eine Starke Marke wie Säulen der Erde Hoffnung machen können?

Ich freue mich, bleibe aber wie immer äußerst kritisch! :beer:

Indiana
29.11.2016, 12:13

Ich bin auch sehr gespannt auf die diesjährige Wahl. In wenigen Wochen geht's damit schon los... :)

sinnFeiN
29.11.2016, 12:17

ohne da jetzt genau nachzudenken, gabs schon paar Highlights für mich. Das von dir angesprochene Batman von Telltale gehört dazu. Hat aber auch persönliche Gründe, weil ich Batman einfach immer schon mochte und erstmal als Spiel auch eher Bruce Wayne beleuchtet.
Dann kommt da noch Orwell. Selbst Silence schließ ich nicht aus, konnte ich aber (noch) nicht spielen :).
Blickt man kurz auf unsere Test-Liste, sind da noch Virginia, Oxenfree, Nelly Cootalot, Deponia: Doomsday und Firewatch zu erwähnen. Allesamt richtig gute Spiele :)
Gespielt hab ich leider davon gerade mal die Hälfte :(

Sicherlich ein sehr schwieriges Jahr für die Wahl. Nicht unbedingt, weil das Jahr schlecht war, sondern eher, weil es sehr breit gestreut war. Deponia ist sicherlich was ganz was anderes wie Silence. Firewatch, Virginia und Orwell stoßen dann auch nochmal in VÖLLIG andere Richtungen. Das Genre verbreitert sich so ungemein, dass man damit kaum den Geschmack aller treffen kann. Darum wird auch die Abstimmung sicherlich nicht einfach :)

FustelPustel
29.11.2016, 12:51

Ich möchte da auch noch an "Heavens Hope" erinnern, welches ja anscheinend sehr gut angekommen ist und ein liebevolles Erstlingswerk geworden sein soll.

sinnFeiN
29.11.2016, 12:55

FustelPustel hat geschrieben:
Ich möchte da auch noch an "Heavens Hope" erinnern, welches ja anscheinend sehr gut angekommen ist und ein liebevolles Erstlingswerk geworden sein soll.

auf jeden Fall auch eine Überlegung wert - vor allem wers gern klassisch hat :)

Mikej
29.11.2016, 13:43

Ja, Heaven's Hope ist nur thematisch etwas speziell, durch die religiöse Einbettung der Geschichte. Aber ja, es scheint bei der Genre-Basis gut anzukommen (auch wenn die Steamspy-Zahlen mich nicht allzu optimistisch stimmen)

Jehane
29.11.2016, 16:22

sinnFeiN hat geschrieben:
ohne da jetzt genau nachzudenken, gabs schon paar Highlights für mich. Das von dir angesprochene Batman von Telltale gehört dazu. Hat aber auch persönliche Gründe, weil ich Batman einfach immer schon mochte und erstmal als Spiel auch eher Bruce Wayne beleuchtet.

Dem schließ ich mich an. Batman taugt mir persönlich auch sehr, auch wenn Episode 3 etwas mühsam war und mich der Twist nicht wirklich überzeugt hat. Trotzdem gut gemacht. Man darf bei Telltale halt kein großartiges Gameplay erwarten.

Ich würde die Liste gerne noch um Goetia ergänzen. Das fand ich richtig klasse, auch wenn's stellenweise extrem schwierig war. Aber die Grundidee und die Geschichte an sich bzw. die Atmosphäre waren super. Mir hat auch der Auftakt zu The Uncertain gut gefallen. Silence will ich demnächst nachholen, den neuen Sherlock fand ich jetzt auch nicht so übel - man hätte vielleicht beim Rätseldesign bzw. den vielen Actioneinlagen und QTEs auf "Weniger ist mehr" setzen können, aber die einzelnen Fälle haben mir Spaß gemacht, auch wenn mich die übergeordnete Story nicht ganz so überzeugt hat und ich The Devil's Daughter sicher nicht für den besten Holmes aller Zeiten halte (das ist für mich persönlich immer noch Die Spur der Erwachten).

Jehane
04.12.2016, 16:40

Hat denn jemand Silence auf der PS4 gespielt? Ich gifte mich grad am Ende mit diesem blöden Sternzeichen-Rätsel - ich bin einfach nicht schnell genug.

Indiana
05.12.2016, 08:59

Leider nein. Mit der Maus ging das recht gut. Du kannst die Sucher übrigens mit dem Splitter blenden und bekommst dadurch dann mehr Zeit.

Jehane
05.12.2016, 10:12

Das mach ich eh, aber der ist trotzdem schneller als ich *hmpf* Das Rätsel ist wohl mit Maus einfacher zu lösen als mit Controller... vielleicht kann ich aber auch die Sensibilität vom Stick noch etwas anpassen, sodass der nicht unkontrolliert rumwabert. So kurz vorm Ende (ich geh mal davon aus, dass da nicht mehr viel kommt) aufzugeben wäre auch blöd :)

Indiana
05.12.2016, 12:36

Stimmt, Du bist wirklich ganz dicht vor dem Finale.

Jehane
05.12.2016, 16:03

Dachte ich mir, es fühlt sich irgendwie sehr nach Showdown/Ende an. Ich hab mir vorhin überlegt, ob es vielleicht möglich ist,

Spoiler:
den hinaufkletternden Sucher mit dem Splitter abzuwehren und gleichzeitig am jeweiligen Sternbild zu arbeiten anstatt zu warten, bis der Sucher ganz oben ist und das Sternbild unweigerlich wieder zerstört wird.

Spoiler können gelesen werden, indem man die Textbox mit der Maus markiert!
Muss ich mal ausprobieren, ob das geht. Wenn ja, dann würde es das Ganze etwas einfacher machen. Sonst muss ich ja dauernd ab- und wieder neu ansetzen.

Indiana
05.12.2016, 16:14

Nein, das geht leider nicht.

Spoiler:
Wenn Du den Strahl auf den Sucher lenkst, geht das Sternbild unweigerlich kaputt.

Spoiler können gelesen werden, indem man die Textbox mit der Maus markiert!

Jehane
06.12.2016, 09:48

Meh. Dann muss ich wohl schauen, dass ich schnell genug bin.

Jehane
10.12.2016, 23:51

Hab's jetzt durch. Man kann

Spoiler:
die Sucher am Turm ausschalten, während man die Sternbilder zeichnet - man darf nur nicht einen der bereits verbundenen Sterne kreuzen oder eine bereits gezeichnete Linie. Dann geht das auch auf der Konsole relativ flott.

Spoiler können gelesen werden, indem man die Textbox mit der Maus markiert!
Alles in allem fand ich das Spiel sehr durchwachsen. Ich hab dauernd den Eindruck gehabt, dass bei der Story stark gekürzt wurde, und am Ende kam ich mir dezent veralbert vor, auch, wenn es zwei Enden gibt. Ich mein - ich hab geahnt, worauf es hinausläuft, aber dass das SO flach inszeniert wird... das war dann doch etwas ernüchternd. Und ich hab beide Enden gespielt. Die
Spoiler:
NPCs waren für die Katz', weil sie kaum ausgearbeitet werden und keine Hintergrundgeschichte erhalten

Spoiler können gelesen werden, indem man die Textbox mit der Maus markiert!
Schade drum. Wirklich. Was mir gut gefallen hat: Grafik, Musik, Sprecher. Die Story find ich sehr dünn und oberflächlich bzw. vorhersehbar. Nettes Spiel für zwischendurch. Aber ich würd's mir nicht mehr um den Vollpreis kaufen. Von allen Daedalic-Adventures, die ich bisher gezockt habe, ist das für mich das schwächste.

sinnFeiN
17.06.2017, 11:35

jetzt auch durchgespielt und fands gar nicht so verkehrt. Als Freund von vielen Dialogen hätt ich da noch gern mehr zum Besprechen (mit Auswahl) gehabt. Mehr Adventure als Telltale, dafür nicht ganz so cineastisch. Bemüht sich aber sehr und in Ordnung.
Die zwei Enden gefallen mir deswegen ganz gut, weil sie sich nicht ausschließen, sondern auch gemeinsam funktionieren.

Sonst stimm ich dir zu, Jehane. Teilweise ein wenig falsch, teilweise wär da viel mehr drin gewesen. Hätt ruhig länger sein können mit mehr Tiefgang. Enden waren leider wirklich etwas vorhersehbar.

Ganz in Ordnung zu spielen

Schorsch
16.11.2017, 19:19

Hallo,

ich spiele SILENCE seit ein paar Tagen mit großer Freude auf der PS4 (Download) aber jetzt geht gar nichts mehr...
- Beim Laden des Spielstandes Nr. 2 (Kapitel 3 nach der Szene mit Shana) bleibt der Bildschirm schwarz, während die Musik läuft
- Beim Spielstand Nr. 1 das gleiche Problem
- Bei einem neuem Spiel auf Spielstand 3 lädt zwar das Intro, jedoch ohne Sprachausgabe und dann auch schwarzer Bildschirm

Versucht habe ich:
- Mehrere Neustarts der PS 4
- Spiel gelöscht und aus der Bibliothek neu installiert
=> Alles vergebens :-(

Was kann ich noch tun ?
Sehr ärgerlich, wenn man 30,-- EUR bezahlt und dann das Spiel nicht fertig bekommt.

Danke für Eure Hilfe und Tipps
 

Schorsch
16.11.2017, 19:19

Hallo,

ich spiele SILENCE seit ein paar Tagen mit großer Freude auf der PS4 (Download) aber jetzt geht gar nichts mehr...
- Beim Laden des Spielstandes Nr. 2 (Kapitel 3 nach der Szene mit Shana) bleibt der Bildschirm schwarz, während die Musik läuft
- Beim Spielstand Nr. 1 das gleiche Problem
- Bei einem neuem Spiel auf Spielstand 3 lädt zwar das Intro, jedoch ohne Sprachausgabe und dann auch schwarzer Bildschirm

Versucht habe ich:
- Mehrere Neustarts der PS 4
- Spiel gelöscht und aus der Bibliothek neu installiert
=> Alles vergebens :-(

Was kann ich noch tun ?
Sehr ärgerlich, wenn man 30,-- EUR bezahlt und dann das Spiel nicht fertig bekommt.

Danke für Eure Hilfe und Tipps
 

Mikej
16.11.2017, 19:27

Ich hab das Game vor ein paar Monaten problemlos auf der PS4 durchgespielt, insofern habe ich leider keine Ahnung, wo genau das Problem liegen könnte.

Du könntest dich aber direkt an den Daedalic Support wenden, z.B. ->
http://www.daedalicsupport.com/de/support-formular/

Schorsch
16.11.2017, 19:56

Danke für den Tipp :top:
Beitrag ging gerade an Daedalic :arrow:

Schorsch
19.11.2017, 15:31

Problem selbst gelöst :]
Irgendwie waren auf der PS4 vier Spielstände gespeichert, obwohl es im Spiel nur drei gibt.
Nach Löschung der anderen Drei hat mein aktueller Spielstand wieder funktioniert :rofl:

Mikej
19.11.2017, 15:40

:beer:

Schorsch
19.11.2017, 18:06

Und fertig. ... :)

War mein erstes Adventure dieser Art. Trotzdem hat mir es gut gefallen und ich finde die 87% ok :top:


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