gc2020: Zu Gast bei Application Systems Heidelberg: Growbot

Das letzte Augustwochenende 2020: Eigentlich sollten wir für Euch in Köln sein, doch COVID-19 funkte dazwischen. Als Ersatz fand eine digitale gamescom statt und Publisher Application Systems Heidelberg lud uns zum Zoom-Meeting samt Interviews mit Entwickler*innen und Demos ein. Auf dem Programm stand eine ganze Stange an Adventures: 'Growbot', 'Mutropolis', 'Ghost on the Shore' und 'Rosewater'. Von klassisch bis explorativ war alles dabei.

Im gamescom-Roundup könnt Ihr unsere Eindrücke dazu und die Erkenntnisse aus den Gesprächen lesen.


Growbot





Den Anfang machte das 2D-Point-and-Click-Adventure 'Growbot' von Wabisabi Play. Das Studio besteht aus einer Frau: Lisa Evans aus Brighton, England. Vorher war sie als Illustratorin tätig und jetzt möchte sie ihre Zeichnungen zum Leben erwecken. Die Musik steuert Jessica Fichot ('Zavix Tower' und 'Empire Architect') bei und das Ganze wird natürlich von Application System Heidelberg mitproduziert.

Nara ganz am Anfang auf der Suche nach dem Brainapilla.
In der kurzen Demo konnten wir erstmals in die sogenannte "Biopunk"-Welt der Raumstation rund um den Asteroiden Kew hineinschnuppern. Wir steuerten Nara, einen namensgebenden 'Growbot', mit Glaskuppel am Kopf. Darin befindet sich ein "Brainapilla" - eine Mischung aus Caterpillar (Raupe) und Brain (Gehirn), das zu uns in fiepsenden Geräuschen sprach. Der Brainapilla dient als Guide für die Welt und erklärt uns, was rund um uns herum passiert. 

Das Gameplay ist explorativ orientiert, dazwischen finden sich allerdings auch ein paar klassische Rätsel. Zu Beginn mussten wir die inneren Rohrleitungen eines anderen Growbots verlegen, damit dieser wieder funktioniert. Der defekte Roboter ist der Vorsteher der Raumstationssektion. Warum dieser plötzlich kaputt ist? Nun, die Raumstation rund um den Asteroiden Kew wurde angegriffen und es liegt an uns, sie zu retten.

Die Skizze eines Growbots in der Theorie. In der Demo mussten wir ein Blechmädchen dann in der Praxis zusammenbauen.
Die Entwicklerin hat uns im Gespräch mitgeteilt, dass der ursprüngliche Grundgedanke für dieses Projekt ziemlich abstrakt war: Sie wollte ein Adventure rund um einen veränderten Bewusstseinszustand kreieren. Im Adventure Creator von Unity sah sie eine gute Möglichkeit um diesen Wunsch zu realisieren - frei nach dem Motto "Learning by doing". Das Ergebnis soll uns bereits im 1. Quartal 2021 auf Steam vorliegen (PC).

Im Exploration-Abenteuer werden auch komplexere Spielmechaniken vorkommen, wie z.B. ein "Flower Arranger", der Musik aus Blumen extrahiert, die dann spielmechanisch genutzt werden kann. Das Gesamtpaket hat einen kindlichen Charme. Inspiration stammt von der Serie 'Mumins' und weder die Growbots noch andere Charaktere sprechen (sie fiepen und piepsen lediglich). 'Growbot' soll ältere Kinder bis zu Erwachsene ansprechen. Ziel ist es, den Erwachsenen eine andere Interpretationsebene zu bieten wie den Kindern. Die Rätsel sollen möglichst zugänglich bleiben und keine Hindernisse darstellen. 

Durch ihre Vergangenheit als Illustratorin für Kinderbücher sieht Lisa Evans den Fokus ihres Spiels in den Emotionen. Daneben soll es zur Hauptgeschichte auch mehrere Sub-Plots geben. Mit ungefähr vier Stunden Spielzeit könnt Ihr rechnen. Keine Sorge: viel zu lesen wird es wohl nicht geben. Zu Beginn bekommt man zwar ein etwas längeres Guidebook, doch die restlichen Dialoge sind eher kurz und knapp. Das komplette Abenteuer wird auf Deutsch übersetzt werden. Unser erster Eindruck war ganz gut, wenngleich die Demo aufgrund der Kürze wenig Aussagekraft hat.

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2 Kommentare

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MissSuki vor 2 Wochen
Auf Mutropolis und Rosewater werde ich gespannt warten.
Mario B. (Gast) vor 1 Woche
Das klingt doch sehr vielversprechend. Freue mich schon.

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