Murder on the Atlantic von Intracorp - Oder: Eines der fesselndsten Adventures überhaupt: Ich wollte, doch ich hatte keine Ahnung



Ich wollte, doch ich hatte keine Ahnung



Und so geht das Spiel dann auch los: Ich stehe vor dem ersten Raum auf Deck A. Es ist der Wintergarten. Die Taste "E" sagt mir, dass ich nichts Interessantes sehe. Auf zum nächsten Raum: Wieder nichts zu sehen. Einige Räume später finde ich eine zerrissene Halskette. In der Luft liegt ein starker Flieder-Duft. Ich kombiniere, dass hier wohl eine Dame gewesen sein muss, die ein Fliederparfum aufgetragen hatte. Ist das vielleicht schon das Opfer?

Der Funker wurde niedergeschlagen. Warum nur?
Der Funker wurde niedergeschlagen. Warum nur?
Wieder einige Räume weiter stehe ich vor dem Funker, der mir unter anderem berichtet, dass er niedergeschlagen wurde, gerade als er ein Telegramm empfing. An dessen Inhalt kann er sich nicht mehr erinnern und - ganz seltsam - das Telegramm ist auch verschwunden. Auf Deck A habe ich alles erkundet, meine 'Excel'-Tabelle hat 43 Räume aufgenommen. Zeit für den Besuch von Deck B. Hier sind viele Räume gesperrt und auch sonst finde ich nicht viel heraus. Auf Deck C stehe ich erstmals vor einem Schloss. Das Handbuch verrät mir, dass ich sechsstellige Codes benötige, mit denen ich verschlossene Türen öffnen kann. Ok, darum kümmere ich mich später und notiere mir die Position des Schlosses in 'Excel'. Wenige Räume weiter hängt etwas lose von der Decke herab. Ob ich wirklich eintreten will? Klar will ich! Zack: Ich befinde mich wieder am Anfang des Spiels. Das war also eine der Fallen, vor denen das Handbuch gewarnt hat. Insgesamt drei Räume mit verschiedenen Fallen notiere ich später in meiner Tabelle.

Ist das alles?



Eine der todbringenden Fallen.
Eine der todbringenden Fallen.
Nach einer ersten Erkundung stehen neben den drei Fallen auch acht verschlossene Türen in meiner Tabelle. Ich habe mir angehört, was die 31 Personen an Bord zu sagen haben und mehr als 870 Räume angeschaut. Auch drei Leichen habe ich gefunden. Einige der Gewinnspielfragen kann ich auch bereits beantworten und ich habe die ersten Schlösser geöffnet. Das war noch recht leicht, da dem Spiel ein kleiner Zettel beilag, auf dem fünf Codes standen. Damit komme ich in den Maschinenraum im untersten Deck. Einen Code lieferte mir eine Notiz, die ich im Spiel selbst gefunden habe. Damit öffne ich eine Tür, hinter der ich etwas finde, das wie eine große Schreibmaschine aussieht. Da es im Spiel einige Hinweise auf die Nazis gibt, muss ich gleich an eine Enigma denken. Immerhin habe ich in der Spielschachtel auch eine offensichtlich verschlüsselte Nachricht gefunden. Das Handbuch sagt, dass ich die T-Taste drücken soll, um die Decodierung zu starten. Ich drücke also T und es passiert: Nichts. Vielleicht ist das doch nur eine Schreibmaschine?

Da es an Bord offensichtlich nichts mehr zu entdecken gibt und die Zeit im Spiel nicht voranschreitet, mache ich mich ans Kombinieren. Ich erstelle einen Zeitplan, notiere mir, wer wann wo gewesen ist, und kann wieder ein paar Fragen mehr beantworten. Aber irgendwas passt da doch nicht? Was ist mit der verschlüsselten Nachricht? Wieso sind noch die Hälfte der Schlösser zu? Und auch zwei Fallen ließen mich noch immer sterben, obwohl ich der Meinung war, dass ich die richtige Lösung gefunden hatte. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass ich etwas übersehen habe. Das Internet ist auch keine große Hilfe, denn eine Lösung zu dem Spiel findet man nirgendwo. Eine Seite mit Tipps war noch nicht einmal so weit gekommen, wie ich zu diesem Zeitpunkt.

Vielleicht ist das von mir geladene Image doch nicht in Ordnung? Ich lade ein zweites Image. Doch die Dateien sind identisch. Eine dritte DOS-Version zeigte ebenfalls keine Unterschiede. Ich werfe einen Blick in die Datei mit dem Speicherstand: Hier wird tatsächlich nur der aktuelle Raum hinterlegt. Das erklärt immerhin, warum ich nicht alle Fallen lösen konnte, denn dieser Spielfortschritt wird nicht abgespeichert.

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2 Kommentare

jokobo (Gast) vor 4 Jahren
Sehr spannend und außerordentlich gut geschrieben!
Uka (Gast) vor 3 Jahren
Nice review!
A few years ago I spent quite a lot of time on this game - I have C64 and PC US versions in boxes, and I can only say that IntraCorp did not a veru good job on adapting the game by Bertrand Brocard! For example, the original passengers list had about 400 names, while the US version only has 40...
So, the best version to play would be the 1986 French edition for Amstrad CPC. I have not played the German edition, but even the UK C64 1987 edition is somewhat bugged and abridged, to say nothing of the US 1988 edition.

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