Neuigkeiten: Alt-Minds:

Ein Zwischenfazit

Alt-MindsSeit unserem letzten Blogeintrag sind inzwischen zwei Wochen vergangen. Zwei Wochen, in denen sich bei 'Alt-Minds' einiges getan hat. Zwei Wochen, in denen aber vor allem eines deutlich wurde: Im Deutschsprachigen Raum ist die Zahl der Mitspieler auf unter zehn gesunken. Zwar finden sich auf der Homepage noch immer mehr als zehn Spieler, Punkte sammeln aber nur noch wenige. Dadurch tauchen auch einige Probleme auf, speziell in den auf mehr Spieler ausgelegten Abschnitten wie dem Geo-Caching oder Aufgaben mit dem Deucalion. Und haben wir eigentlich noch den Eindruck, dass da wirklich etwas live passiert?


Das Problem mit den Videos

In den ersten Wochen hatten wir Spieler überwiegend die Aufgabe, Videos zu analysieren. Dazu hat das Spiel eine Schnittstelle zu Dailymotion und streamt die Videos direkt in das Dashboard, die zentrale App, auf der alle Fäden in 'Alt-Minds' zusammenlaufen. Das funktionierte Anfangs auch recht gut, trotz der Probleme, dass es zum Teil Probleme mit der Einzelbildvorschau im Analysetool gab. Zur Erinnerung: Man kann die Videos an einer beliebigen Stelle anhalten und dann einzelne Bilder vor oder zurückschalten, um interessante Stellen zu finden und per Farb-, Kontrast-, oder Helligkeitsregler versteckte Botschaften zu finden. Inzwischen laufen diese Videos aber nicht mehr überall. Zum Teil lädt das Video Ewigkeiten, um dann nach wenigen Sekunden wieder nachladen zu müssen, zum Teil startet es gar nicht erst. Die Probleme liegen allerdings nicht am Spiel, sondern wohl an den Internetzugängen oder Providern der Teilnehmer. Auch wenn die Entwickler daran nicht Schuld sind, zeigen sich hier die Probleme eines rein internetbasierten Spiels.


Deucalion: Verwirrter Punktelieferant

Der Deucalion ist eine Künstliche Intelligenz, die von den Spielern im Spielverlauf gefunden wurde und inzwischen allen Spielern als eigene App zur Verfügung steht. Im Deucalion kann man beliebig Wörter eingeben. Kennt die App das Wort, gibt es eine Antwort und Punkte. Ähnlich funktioniert das Prinzip bei Videos, Bildern oder Dokumenten. Hin und wieder zeigt Deucalion sogar Videos, der Spieler, der im richtigen Moment die Seite aufruft, bekommt auch dafür Punkte. Und Deucalion sammelt die immer wichtiger werdenden Alpha-Codes. Zahlenreihen, die mit den Experimenten der verschwundenen Wissenschaftler im Zusammenhang stehen. Für all das gibt es massig Punkte, zum Teil auch deutlich mehr als für die eigentlichen Missionen. Wer also viele Wörter in den Deucalion eingibt oder fleißig Alpha-Codes abtippt, kann schnell fehlgeschlagene Missionen im Highscore ausbügeln.

Alt-MindsLeider ist Deucalion aber nur eine kurze Zeit zu gebrauchen. Immer wieder erreicht er einen verwirrten Zustand und muss dann von der Community stabilisiert werden. Dafür steht ein kleines Spiel zur Verfügung, in dem Buchstaben durch ein Raster von einer oberen Reihe in eine untere verschoben werden müssen. Das Spiel hat nur ein Problem: Es macht kaum Spaß. Um überhaupt auch nur ein paar Prozentpunkte Richtung stabilen Zustand zu kommen, müssen fünf Level gespielt werden. Entsprechend verwundert es kaum, dass nur wenige Spieler der Community dabei helfen, Deucalion zu stabilisieren. Und so bleibt Deucalion vorerst Instabil und nicht nutzbar.


“Die Community hat mir mitgeteilt…“

Wenn die Community dann doch dafür gesorgt hat, dass Deucalion wieder zurechnungsfähig ist, oder Chloé, unser Kontakt zur Stiftung, die uns für die Suche engagiert hat, wieder davon schreibt, dass mehrere Mitglieder der Community ihr etwas mitgeteilt haben, fragt man sich, wer von uns paar Personen das wohl gewesen sein mag. In diesen Momenten merkt man deutlich, dass das Spiel eben doch nicht live läuft und sich zumindest aktuell niemand unter Chloés Namen einloggt. Leider, denn Chloé bittet immer wieder darum, ihr Erkenntnisse per Mail zu senden. Eine Antwort auf diese Nachrichten hat jedoch noch niemand bekommen.


Interessante Missionen

DeucalionNach so viel Kritik wird es nun aber auch einmal Zeit, die positiven Seiten von 'Alt-Minds' herauszustellen. Und das sind auf der einen Seite oftmals die Missionen, auf die uns die Ermittler schicken. So mussten mehrfach Orte anhand von Hinweisen auf Videos oder Satellitenbildern gefunden werden, was echte Ermittlungen im Internet bedeutet: War es dieses Haus, das man im Video gesehen hat? Passt der Ort, den ich bei Google 'Maps' gefunden habe, mit dem im Video gezeigten Strandabschnitt überein?
Spannend ist es auch dann, wenn man Hinweise auf Personen finden muss. Wir bekommen ein Dokument, das stellenweise geschwärzt ist. Mit den Analysetools schaffen wir es, den versteckten Text zu entziffern. Natürlich in kyrillischer Schrift. Also basteln wir uns mit einer virtuellen Tastatur den Text zusammen, bemühen ein Übersetzungstool und landen schließlich auf der Webseite eines Auktionshauses. Der Name scheint zu passen, also haben wir unsere Person gefunden. In diesen Momenten erweist sich 'Alt-Minds' als spannend und macht die Mitspieler zu echten Detektiven.


Geo-Caching

Als Detektiv in der realen Welt können sich seit rund einer Woche auch Besitzer von GPS-fähigen Smartphones betätigen, denn die ehemals angekündigte App ist inzwischen verfügbar. Auch, wenn es sich dabei nur um eine Webseite handelt, funktioniert das Ganze recht gut. Das Handy ortet unseren Standort und zeigt Magnetquellen in der Umgebung. Diese Magnetquellen müssen nun gescannt werden, je näher man an der Quelle steht, desto weniger Energie benötigt ein Scanvorgang. Jedes Scannen fördert bestimmte Symbole zu Tage, die wiederum für Alpha-Codes stehen. Wer nicht durch die Straßen seiner Stadt oder die Wiesen des Heimatdorfs laufen möchte, kann die App auch von zu Hause nutzen, dann jedoch mit deutlich erhöhtem Energieverbrauch. Natürlich ist die Energie in der App begrenzt. Per Zahl-SMS kann man die Wartezeit für die Aufladung überbrücken oder den Energiebalken höher steigen lassen, um so dauerhaft mehr Energie zur Verfügung zu haben. Den Preis von zwei Euro zuzüglich SMS-Gebühren dürften aber nur die wenigsten zahlen.


Und wie fühlt es sich nun an?

Die große Innovation, die wir Anfangs erhofft hatten, ist 'Alt-Minds' bislang leider nicht. Dazu hätten die Spielcharaktere tatsächlich lebendiger wirken müssen, allen voran Chloe, von denen man einfach Antworten per Mail erwartet. Andere Charaktere hingegen melden sich per Facebook von den Orten, an denen sie aktuell ermitteln. Leider nur auf Französisch, aber immerhin. Den Eindruck eines Live-Spiels haben wir leider dennoch nicht. Vom Gefühl ist es eher eine Weiterentwicklung des ähnlich gelagerten 'In Memoriam', die man unter Zeitdruck spielt.

geschrieben am 21.12.12 um 11:26 von Tobias Maack


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