Wahl zum Spiel des Jahres 2016 und Leserumfrage

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48 Kommentare

Indiana vor 4 Jahren
Schwierige Wahl. Sowohl beim Adventure des Jahres als auch bei der Enttäuschung. Ich bin echt gespannt, welche Spiele das Rennen machen.
sinnFeiN vor 4 Jahren
oh ja... heuer wirds, glaub ich, fast ein Renne zwischen mehreren Kandidaten :)

viel Erfolg und Spaß allen Teilnehmern :)
ealchrisatcorner (Gast) vor 4 Jahren
ich habe abgebrochen, weil ich in den listen, selbst bei den storytellern nichts gefunden habe, das es wert wäre, einen preis zu bekommen. total mieses jahr.
k0SHiiiii (Gast) vor 4 Jahren
Interessant, was alles als "Adventure" durchgeht ;-)
realchrisatcorner (Gast) vor 4 Jahren
Da hat der Kosh Recht. Eigentlich waren da auch 60 % Storyteller in der Adventureliste. Macht es dann doch konsequent und wählt das beste dramaturgische Game 2016 und beerdigt gleichzeitig das Adventure.
advfreak vor 4 Jahren
Ich muss leider auch den beiden zustimmen. Das Jahr 2016 war eine Frechheit was Adventures betrifft. Ich hab mich auch durch die Liste geklickt, traurig die Auswahl (für die der Corner ja nix dafür kann!!!).

Ich hab nur ein gutes Adventures in diesem Jahr gespielt und das war natürlich ein interaktiver Film.

Dafür fallen mir zig Enttäuschungen ein: Katy Rain, Sherlock, Agatha, Dreamfall, Minecraft Story...

Die Wahl ist eine Qual! :(
Amberl (Gast) vor 4 Jahren
War bestimmt nicht das Beste Jahr Adventure mäßig, aber Nelly Cootalot, Tales oder Detective Hayseed fand ich schon sehr gut. Und Uncharted 4 ist in der Kategorie "Storyteller" sowieso unschlagbar. Schade das es "The Last Guardian" nicht mehr in die Liste geschafft hat.
sinnFeiN vor 4 Jahren
Amberl hat geschrieben:War bestimmt nicht das Beste Jahr Adventure mäßig, aber Nelly Cootalot, Tales oder Detective Hayseed fand ich schon sehr gut. Und Uncharted 4 ist in der Kategorie "Storyteller" sowieso unschlagbar. Schade das es "The Last Guardian" nicht mehr in die Liste geschafft hat.
Uncharted 4 ist für mich dieses Jahr auch eine Bank. Da kommt wenig dieses Jahr heran :)

Bei Adventures ist es immer die Frage, wie eng man denn das Genre definiert. Wenn man es ganz eng definiert, bleibt man wahrscheinlich bei 5 Spielen (Nelly, Shardlight, Deponia Doomsday, Her Majesty's Spiffing und Oxenfree fallen mir mal spontan ein) und das wars. Nimmt mans aber weiter, wie es durchaus mittlerweile üblich ist (selbst Charles Cecil, Dave Gilbert oder Daedalic, um nur einige Genregrößen zu erwähnen, sehen das Genre deutlich breiter), passen alle sehr wohl. Der Knackpunkt ist immer, wieviel Action und wie wenig Rätsel ein Spiel dabei haben darf. Action hatten schon "klassische" Adventures, Rätsel hatten auch manche Titel mehr als andere. Ob Telltale-Spiele Adventures sind, ist streitbar - meine Frage ist dann aber immer, welches Genre sie denn dann seien? Wenn man die klassischen, alten Genres nimmt und keine dazu erfindet, ist es schlussendlich ein Adventure. Mit den alten Action-Adventures hat es genau so nix zu tun.

Geht man mit den anderen Genres ähnlich eng um wie mit dem Adventure-Genre, gäbs auch längst keine reinrassigen Shooter (Doom und selbst da sind RPG-Elemente jetzt drin), RPGs (Pillars of Eternity als einer der letzten) oder Simulationen (Seit Falcon 4.0 gabs kaum mehr wirklich ernstzunehmende Sims) mehr. Eine Erweiterung der Genres findet man schon zwangsweise, weil man sonst nicht soriteren kann. So sind Firewatch und Telltales Batman völlig andere Spiele - gleichzeitig fallen sie für einige Leser unter den Mantel der narrativen Spiele oder gar interaktiven Filme. Firewatch ist in der Interaktivität aber kein Vergleich zu Batman :). Selbst da ist die Kategorisierung schon breit.

wie gesagt, ist es aber auch nur eine Vorschlagliste aus dem, über das wir so berichtet haben :). Wenn nix dabei ist, wars vielelicht ein schlechtes Jahr für einen selbst (das wars für mich in Sachen RPG - da gabs wirklich kaum was). Ein schlechtes Gaming-Jahr wars sicherlich kaum, wie z.B. der überragende Zusammenschnitt (<2 min) eindrucksvoll zeigt - da sind auch Adventures drin :)
https://www.youtube.com/watch?v=c3cbhHY ... Jg&index=1
realchrisatcorner (Gast) vor 4 Jahren
Das ist falsch. Es gibt klare Genrekonventionen und die kann man sogar wissenschaftlich nachlesen. Die sind nicht subjektiv oder ausgedacht, sondern nach medienwissenschaftlichen objektiven Methoden erschlossen. A kann nicht gleichzeitig B sein etc. Würde zuweit führen hier jetzt die Belege auszubreiten. Eine Defintion ist kein Bauchefühl und hat nichts mit Meinung und Geschmack zu tun.

Die jüngsten Telltalegames sind reinrassige Interaktive Filme.

Firewatch ist ein Walking Simulator.

Narrative Spiele sind kein Genre, sondern alle Spiele, die Erzählen.

Oxenfree ist kein Adventure, sondern ein Puzzleplattformer.

Und die Tasache, dass z.B. Indy 3 ein Hybrid aus Action Adventure und Adventure ist, ändert nichts daran, was ein Adventure.

Begriffe sind nicht beliebig. Einfach mal Aristoteles` Kategorienlehre lesen. Identitätsgesetz etc.

Auch Eure Aufteilung zwischen Storyteller und Aventure ist willkürlich und hat keine Methode.

Und Daedalic ist keine wissenschaftliche Auroritöt und Charles Ceciul auch nicht. Die wollen nur Geld verdienen und fassen ihre personale (und die ist irrelevant) Defintion so weit, wie sie wollen, um Kundenkreise zu bekommen.

Silence ist zu 90% ein ganz gewöhnlicher interaktiver Film und zu 10 % Adventure.

Defintionen sind nicht beliebig. A und B können nicht A sein. Und wenn B dasselbe ist wie A ist es kein B sondern ein A.

In letzter Zeit sind ast nur Interaktive Filme wieder aus der Höhle geholt worden und als New Adventure verkauft worden. Das Genre hat aber schon einen Namen.

Das einzige neue Genre ist der Walking Simulator, der jetzt mittlerweile auch nicht mehr übergangsweise als Adventure bezeichnet wird.

Cecil und Co suchen einfach nur Wege zu überleben und der Begriff Adventure ist für sie der Versuch, die Stammspielerschaft in die neuen Genres zu ziehen, da sie offenbar mit dem Adventure nicht mehr weit kommen.

Konsequent wäre Eure Umfrage, wenn Ihr überhaupt nicht mehr nach dem Adventure des Jahres sucht, sondern das Narrative Spiel des Jahres wählt oder eben für die verschiedenen Kategorien einen Preis einführt.

Und wenn eben nur 4! Adventures in der Liste Adventure wären, ist das eben so.
sinnFeiN vor 4 Jahren
Unabhängig jetzt von der Blattlinie - kurz meine Meinung zum Streitthema, weil ich einige Vorwürfe schon fast amüsant finde.

Wo bei Oxenfree Platforming und Puzzles drin sind, muss man mir jetzt erklären. ALs Liebhaber von diversen Plattformern, ob alt ('Sonic') oder neu ('Mark of the Ninja' und 'Apotheon') wirds schwierig da irgendwas mit Platforming zu finden. Das braucht nämlich meist eine gewisses Timing.
Da ich in dem Bereich echt auch ein wenig gearbeitet hab und Forschung betrieben hab, ist mir bewusst, dass es Genres gibt. Den Genre-Benennern ist es aber bewusst, dass es subjektiv ausgedachte Genres sind, die NICHT allgemeingültig sind und jeder sie anders verwendet. Eine Einteilung folgt für die eigene Arbeit nach Regeln, die aber nirgends genau definiert sind :). Deshalb kann ich da ganz klar sagen: Genre-Bestimmungen sind schwammig.
zu diesem Thema lese man beispielsweise "Mittelalter - Computer - Spiele" von Carl Heinze inklusive weiterführender Natur. Da wird übrigens auch 'The Abbey' recht nett aufgearbeitet.
https://www.amazon.de/Mittelalter-Compu ... cc83f35663

Es ist schon schwierig zu sehen, welche Genre-Begriffe man nimmt, gleichzeitig muss man in der postmodernen Welt sehr wohl sehen, dass Genres verschwimmen. Dann gibt es auch noch regionale Unterschiede. In den USA ist es nicht mal eine Frage, ob Telltale-Spiele, 'Firewatch' oder 'Oxenfree' Adventures sind. Im Gegenteil, Oxenfree wird teilweise sogar als klassisches Adventure genannt. (das erfinde ich nicht, namhafte Seiten wie 'The Verge' sagen das beispielsweise: http://www.theverge.com/2016/1/15/10760 ... c-xbox-one)
Die jüngsten Telltalegames sind reinrassige Interaktive Filme.
'Walking Dead: A New Frontier' und 'Batman' hat auch Erkundungs-Sequenzen, die durchaus über "normale" interaktive Filme hinweggehen. Siehe den drastischen Unterschied zwischen 'Late Shift' und benannten Titeln.
Firewatch ist ein Walking Simulator.
würd ich ebenso schwer bestreiten, weil da deutlich mehr Interaktivität vorkommt als bei einschlägigen Titeln - siehe 'Dear Esther'
Und die Tatsache, dass z.B. Indy 3 ein Hybrid aus Action Adventure und Adventure ist, ändert nichts daran, was ein Adventure.
'Indy 3' als Action-Adventure zu sehen ist ungefähr so weit gefehlt wie 'Moorhuhn' als Shooter zu bezeichnen. Das ist maximal ein Shoot 'em up
Begriffe sind nicht beliebig. Einfach mal Aristoteles` Kategorienlehre lesen. Identitätsgesetz etc.
Begriffe sind nicht beliebig, deren Anwendung sehr wohl. Im deutschen Raum ist ein Krapfen etwas anderes als im österreichischen Raum. Hier kann es übrigens auch ein Haufen Exkremente sein.
Auch Eure Aufteilung zwischen Storyteller und Aventure ist willkürlich und hat keine Methode.
siehe http://www.adventurecorner.de/news/4461 ... orytellers
Hat Methode. Alles, was über den gängigen Begriff des Adventures hinausgeht, ist Storyteller. Man müsste nur updaten, dass aus P&C Adventure einfach nur Adventure ist. Ob das Spiel per Controller oder Maus gesteuert wird, ändert nichts am Genre. Sonst wäre Doom auf der Konsole ein anderes Spiel als Doom am PC.
Und Daedalic ist keine wissenschaftliche Auroritöt und Charles Ceciul auch nicht. Die wollen nur Geld verdienen und fassen ihre personale (und die ist irrelevant) Defintion so weit, wie sie wollen, um Kundenkreise zu bekommen.
Üblichkeit und Wissenschaftlichkeit ist auch wieder sehr weit weg. Wie gesagt, postmodernes Zeitalter, Genre-Begriffe verschwimmen, viele namhafte Entwickler sehen das sehr ähnlich.
Silence ist zu 90% ein ganz gewöhnlicher interaktiver Film und zu 10 % Adventure.
Hängt von der Definition von interaktivem Film ab, aber das wäre i-Tüpfelchen-Reiterei. Moment... die ganzen Posts sind genau das.
Die Gewichtung zeigt aber deutlich, dass Adventure-Elemente drin sind, weshalb es auch als Adventure getestet wurde.
Defintionen sind nicht beliebig. A und B können nicht A sein. Und wenn B dasselbe ist wie A ist es kein B sondern ein A.
Sofern A und B Labels sind und anders definiert werden, ist es sehr wohl möglich. Da, wie oben gezeigt, schon die Geister an der Definition von Genres sich scheiden, ist das aber ein leidiges Thema.
In letzter Zeit sind ast nur Interaktive Filme wieder aus der Höhle geholt worden und als New Adventure verkauft worden. Das Genre hat aber schon einen Namen.
New Adventure ist mir ungefähr so neu wie HOPA und IHOG. Nie gehört, gibt es anscheinend.
Das einzige neue Genre ist der Walking Simulator, der jetzt mittlerweile auch nicht mehr übergangsweise als Adventure bezeichnet wird.
Zu dem Thema befrage man mal Entwickler und Erfinder des Genres, die den Begriff hassen und unpassend finden...
Cecil und Co suchen einfach nur Wege zu überleben und der Begriff Adventure ist für sie der Versuch, die Stammspielerschaft in die neuen Genres zu ziehen, da sie offenbar mit dem Adventure nicht mehr weit kommen.
Sicher ein Grund, gleichzeitig entwickelt sich, wie schon oft gesagt, jedes Genre weiter. Ein RPG aus den 80ern/90ern ist NICHT zu vergleichen mit 'The Elder Scrolls: Skyrim' oder 'The Witcher III: Wild Hunt'. Da existieren schon fast keine Ähnlichkeiten mehr. Trotzdem wird es RPG genannt. Die Spieler des Labels akzeptieren das übrigens auch. Genauso wie die meisten MMO-Veteranen es akzeptieren, dass 'Destiny' oder 'The Division' als MMO bezeichnet wird. Was es grundgenommen nicht ist.
Konsequent wäre Eure Umfrage, wenn Ihr überhaupt nicht mehr nach dem Adventure des Jahres sucht, sondern das Narrative Spiel des Jahres wählt oder eben für die verschiedenen Kategorien einen Preis einführt.
Bezüglich Änderung gibts eh bald noch eine Umfrage, wo wir immer gern Vorschläge, auch solcher Art, sehen wollen. Deswegen auch noch kurz: Thx für die Diskussion, denn ich glaube, dass sie überfällig ist.

Solche Grundsatzdiskussionen sind insofern wichtig, weil man dann durchaus sieht, dass nicht jeder der eigenen Meinung ist :). Jeder sieht die Welt sehr, sehr subjektiv - auch ganz ohne postfaktisches Zeitalter. So ist die Auswahl von Adventure oder nicht auch pur subjektiv.
Nimmt mans interdisziplinär und vergleicht die Filmwelt, dann merkt man das noch eher, weil das Medium älter sind. Ein Film der goldenen Hollywood-Zeit hat fast nichts mehr gemein mit heutigen Filmen. Trotzdem werden für beide Zeitspannen die selben Genre-Begriffe benutzt. Einziger Unterschied ist, dass manche Filme plötzlich nicht mehr in ein Genre fallen - Postmoderne juchee - sondern in so einige Sparten. So wird 'Alien' als feministischer Sci-Fi Action Horror Road Movie bezeichnet (und ich hab sicher noch einige Genres vergessen, die ich da mal für diesen einen Film herausgesucht hab). Nach dem "klassischen Adventure" Genre kann das aber gar nicht sein. Denn der Film kann nicht Sci-Fi sein, weil er doch so viel anderes ist. Ist er aber unbestreitbar.

Tschuldigung, wenns ein wenig länger bist... ich liebe solche Diskussionen einfach - manche sagen, dass ich dafür schon fast lebe :D

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