Carsten Fichtelmann ist wieder Mehrheitseigentümer von Daedalic

Er und sein Co-Geschäftsführer Stephan Harms kaufen 41 von 51 Prozent der Anteile von Bastei Lübbe zurück. Fichtelmann ist wieder Mehrheitseigentümer.

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14 Kommentare

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Schäfer Timmäh (Gast) 19.05.20 23:30 Uhr #11
Wasch isch dasch: Daedalic? Wasch wollt ihr mit Daedalic? Wir wische nischt, wo dieschesch Daedalic liegt!

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rcatcorner (Gast) 21.05.20 00:17 Uhr #12
Da kommt die Corona-Krise entgegen. Insolvenzen muss man ja im Moment nicht sofort anmelden. Ich glaube, dass das nur wieder ein Notnagel auf Zeit ist. Wahrscheinlich haben sie es für 1 Euro verkauft, nur um es los zu sein. Interessant, dass die Banken da noch mitmachen. Wobei, im Moment ist da ja eine gewisse Kulanz. Dann gibt es noch die 1%-KFW-Kredite für Unternehmen. Vielleicht haben sie die genutzt.

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rcatcorner (Gast) 24.05.20 20:31 Uhr #13
sinnFeiN hat geschrieben:
19.05.2020, 22:33
Würde mich auch wundern. Narrativ würd was gehen, aber da müssen die Budgets niedrig gehalten werden.
Da wird nicht viel passieren. Die Verbindlichkeiten, wie im letzten Geschäftsbericht von Bastei, welche für Gollum aufgenommen wurden, hängen jetzt voll und ganz an DD. Die müssen jetzt erst mal gucken, wie sie Gollum noch über die Bühne bringen. Es hieß ja auch damals in einem Artikel, dass selbst dieses Budget ausgeht. Die brauchen jetzt Investoren. Dass der Laden an die Gründer zurückgeht, finde ich auch kein gutes Zeichen. Man wird bei Bastei sicher versucht haben, den Laden an den Mann zu bringen.

Was Ihr da jetzt für Hoffnungen rauslest, finde ich wieder naiv. Die waren vorher komplett abgeschrieben und jetzt schauen vielleicht die Nasenlöcher oben raus, um wieder etwas zu atmen. Habt Ihr übrigens mal die ersten Bilder von Gollum gesehen? Ich prophezeihe instant einen Flop. Das sieht nämlich furchtbar aus.

Was jetzt passieren wird. Die werden erst mal schauen, dass sie überleben, versuchen Investoren zu finden (Das wird schwierig), und dieses Gollum über die Bühne zu bringen. Natürlich wird man wieder jede Menge Ankündigungen machen, um geschäftig zu wirken. Ob was davon umgesetzt wird interessiert später niemanden mehr. Ich kann mir nicht vorstellen, dass daraus, der Laden, nochmal was wird.

Klüger wäre es gewesen, den Laden geordnet in Insolvenz gehen zu lassen, um dann einen neuen zu gründen und nochmal bei 0 anzufangen. Kaum einer der Geld in der Tasche hat, wird doch da jetzt noch investieren. Ich würde es z.B. nicht tun.

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sinnFeiN 24.05.20 22:27 Uhr #14
Naiv? Nein. Einfach ein bisschen hoffend positiv? Ja.

Jetzt fragst du dich sicher warum. Nun:

Auf reddit und bei resetera kommt das Ding relativ gut an. Vor allem resetera (der Nachfolger von NeoGAF) ist da interessant. Da sitzen einige Brancheninsider drin. Teilweise sind sie von der Grafik beeindruckt, andere schreiben hingegen, dass es wegen des geringen Budgets nicht besser aussehen kann. Daedalic kriegt da relativ viel Respekt. Warum? Weil sie ihrer Meinung nach vorher noch hässliche, billige 2D-Adventure ohne Animationen gemacht haben :D. Der Thread ist schon ne Weile her - zur Zeit der ersten Screenshots. Kann mich aber noch an Diskussionen auf twitter und dort erinnern.

Deswegen: Ja, es ist sicher ein Risiko. Ein vorprogrammierter Fail aber nicht. Der Herr der Ringe Online lebt noch immer und stützt ein Handvoll Entwickler. Obwohl Turbine und Codemasters damals so dämlich war, Lifetime Accounts in einem Abo-Spiel zu verkaufen. Einmal zahlen, für immer gratis spielen. Nach nicht mal einem Jahr hatte sich das schon rentiert. Grafisch ist es unterirdisch, spielerisch von gestern und es hat auch noch einen katastrophalen In-game-Item-Shop, der teilweise in Pay2Win abgedriftet. Trotzdem spielen das noch genügend Spieler*innen mit Leidenschaft. Die Herr der Ringe Community kann da schon helfen, wenn es halbwegs gut beworben wird :).

Ich würde abwarten. Einer ihrer zuletzt gepublishten Spiele, das wie ein Darkest Dungeon Klon aussah aber keiner war (Iratus: Lord of the Dead, 3.029 Steam-reviews, 89% positive Reviews, 79 Metacritic), hat sich auch erstaunlich gut verkauft. Dafür ist der ebenso frappante WarCraft 3 Klon (A Year of Rain) abgedreht worden. Da ist einfach die Spanne der Möglichkeiten relativ groß.

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