Gabriel Knight 20th Anniversary Edition - Review

Die 'Gabriel-Knight'-Spiele haben mich in meinen jungen Jahren wohl am meisten geprägt und trugen ihren Teil dazu bei, aus mir einen Adventure-Fan zu machen. Nach dem teilweise offenen Ende des dritten Teils hatte ich mir von keiner anderen Serie so sehr eine Fortsetzung gewünscht wie von dieser. Als nun die 20th Anniversary Edition von Phoenix Online und Autorin Jane Jensen angekündigt wurde waren Hoffnung und Vorfreude so groß, wie sonst nur dann, wenn das Christkind Geschenke bringt. Würde ein Remake gut genug sein, um die Reihe wiederzubeleben? Im Test werfen wir einen Blick darauf, ob unsere Erwartungen erfüllt wurden.

Bilder

Fazit

Wertungs-Lupe 79%

'Gabriel Knight' ist damals wie heute ein gutes Spiel. Es überzeugt vor allem durch seine Charaktere und die gute Story. Freilich, sie ist heute vielleicht nicht mehr ganz so gruselig, doch das ganze Setting wirkt authentisch. Genug Spannung kommt auch auf. Auch die Spielzeit ist recht lang und einige Rätsel können den Spieler schon mal vor die ein oder andere Herausforderung stellen. Prima, sollte man meinen, das scheint ja ein klasse Remake zu sein. Doch leider ist dem nicht ganz so. Das größte Problem für mich ist, dass dieses Remake eigentlich überflüssig ist. Natürlich wünsche ich mir sehr, dass es Pinkerton Road schafft, der Gabriel-Knight-Reihe neuen Atem einzuhauchen, da ich daran hänge. Aber trotz allem muss gesagt werden, dass die beklemmende Atmosphäre des Originals einfach nicht mehr aufkommen will. Die HD-Grafiken sind zwar hübsch anzusehen, aber zu steril. Auch die Neubesetzung der Titelfigur ist sehr gewöhnungsbedürftig. Daher geht viel von der alten Stimmung verloren. Andererseits bietet die 20th Anniversary Edition auch einige gute Verbesserungen, zum Beispiel Musik in MP3-Qualität, eine überarbeitete Steuerung und eine bessere Freischaltung der Locations zugunsten des Spielflusses. Alles in allem fährt man aber vermutlich besser damit, sein altes Original auszugraben und die DOS-Box anzuschmeißen.

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5 Kommentare

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hereIam (Gast) 15.11.14 20:08 Uhr #1
Sehr schöner und ausführlicher Testartikel. Das Fazit trifft allerdings nur auf die ältere Generation zu, die das Original besitzt (oder zumindest kennt). Jüngere Spieler wie ich, die mit HD-Grafik aufgewachsen sind, bringt dieses Remake dazu, sich einmal mit diesem Klassiker zu beschäftigen, dessen Namen ich schon öfters in Foren gehört habe, an das ich mich in Original-Fassung aber niemals rangewagt hätte.

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marenk 18.11.14 18:52 Uhr #2
Schön zu sehen, dass das Spiel auch neue Spieler findet :).

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Nount (Gast) 05.12.14 10:53 Uhr #3
Danke für den Test! "Weniger gruselige Atmosphäre" ist für manche Leute ein ganz großer Pluspunkt :D

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Indiana 05.12.14 11:44 Uhr #4
Nount hat geschrieben:Danke für den Test! "Weniger gruselige Atmosphäre" ist für manche Leute ein ganz großer Pluspunkt :D
Stimmt. Ich habe neulich Ethan Carter angefangen und war irgendwie recht müde... Keine gute Idee... :mrgreen:

G
Gasti (Gast) 05.06.16 07:50 Uhr #5
Man kann den bunten Look mit Reshade/SweetFx korrigieren; Farbsättigung runter (oder Technicolor Modus), Film Grain rein (bringt Bildrauschen) und Vignette (Abdunkeln der Bildecken). Damit sieht's dann deutlich atmosphärischer aus.

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