Reviews: Game of Thrones - A Telltale Games Series:

Game of Thrones Episode 102: The Lost Lords


Mit 'Iron and Ice' hat Telltale Games einen ziemlich guten Piloten für ihre neue interaktive Mini-Serie ‘Game of Thrones hingelegt, aber es gab doch einige Kritikpunkte. Grafisch, spielerisch sowie für Neulinge der Fantasy-Welt war es nicht das ideale Spiel. Die neue Episode ‘The Lost Lords‘ hat natürlich die Erwartungshaltung besser zu werden, aber kann sie diese fundamentalen Macken ausbessern? Oder kann sie vielleicht sogar für Fans besser als Episode 1 sein? Laut Ankündigung der Entwickler wird es dieses Mal ziemlich blutig und somit wird natürlich das Zielpublikum der Erwachsenen noch einmal verdeutlicht. Blutiger als die erste Episode muss aber auch hier nichts unbedingt Gutes heißen.

Wir fühlen der neuen Episode deshalb kräftig auf den Zahn und stürzen uns ein weiteres Mal in die Welt von ‘Game of Thrones‘. Wer die erste Episode noch nicht gespielt hat, sollte darauf achten, dass sich zwangsweise der eine oder andere Spoiler in den ersten Absatz eingeschlichen hat. Dieses solltet Ihr deshalb auslassen.

Dieser Test wird mit jeder Episode erweitert und deshalb gibt es vorläufig auch noch keine Wertung in Prozent.

 

GoT2

Die verlorenen Lords – und die Auferstandenen

Beshka

Auch dieses Mal erwartet uns eine GoT-typische Anzahl an Charakteren

Yunkai – der Winter wird hier nicht so schnell einziehen. Die malerische Metropole mit ihren mächtigen Stufen-Pyramiden und der Harpyie auf der Spitze thront über einer wüstenähnlichen Gegend samt fruchtbarem Gürtel um einem Fluss. Man fühlt sich wie in Geschichten um Babylon, Kairo oder gar 1001 Nacht. Wir befinden uns aber drei Tage nach der Befreiung Yunkais durch Daenarys Sturmtochter, letzte der Tagaryens – kurz Drachen-Königin. Asher Forrester – einer von vier spielbaren Charakteren – treibt hier als Söldner sein Unwesen. Zusammen mit Beshka soll ein Kopfgeld für einen der gesuchten Sklavenmeister eingetrieben werden. Daenarys will alle Sklaven befreien und hat dieses Kopfgeld ausgesetzt. In einer Taverne gelingt ihnen das nun auch, wenn auch nur für kurze Zeit. Eine andere Söldnergruppe, die verlorene Legion, will ihnen das streitig machen und ein Scharmützel bricht aus. Wir müssen überleben!


In die Welt vollständig eintauchen

Eleana

Schönere Lichteffekte und nicht mehr ganz so verwaschene Charaktere

Die erste Episode präsentierte sich schon in einer selten gesehenen dichten Atmosphäre und Telltale Games ist es gelungen in ‘The Lost Lords‘ die Messlatte noch ordentlich nach oben zu legen. Die ganze Episode hindurch fühlt sich wie eine verlängerte TV-Serien-Episode an – mit Interaktion! Gut, die Interaktionsmöglichkeiten halten sich in Grenzen, denn Gespräche, Kämpfe und manchmal kurze Laufphasen, wo wir zumindest ein oder zwei Gegenstände betrachten können, sind die einzigen Beispiele. Trotzdem fühlt man sich von Beginn an in den Bann gezogen. 

Auch grafisch haben sich die Charaktere sichtbar verbessert. Nur der malerische Filter, der dem Spiel absichtlich drüber gelegt wird, lässt weiter entfernte Charaktere und Gegenstände weiter stark verschwimmen.
Neben den bereits bekannten Charakteren Mira Forrester und Gared Tuttle gesellen sich noch der bereits genannte Asher und ein Vierter hinzu, den wir euch nicht näher beschreiben wollen. Denn für Fans vom ‘Lied von Eis und Feuer‘ ist dies noch mehr Pflichtkauf als die erste Episode. Alle anderen sollten zumindest in Wikipedia kurz einmal ein paar Hauptcharaktere und das Hintergrundsetting durchlesen, sonst ist man schnell ratlos.

Tyrion

Können wir Tyrion vertrauen?

Betrachten wir die Entscheidungsstatistiken, so fällt auf, dass drei von fünf Entscheidungen von den Spielern ziemlich eindeutig getroffen werden (Stand: 04.02.) und nur zwei stärker umstritten sind. Trotzdem kann man kaum sagen, dass diese Entscheidungen weniger schwer wiegen, im Gegenteil, die Entscheidungszeit im Dialog ist immer sehr knapp bemessen und man grübelt davor und danach stark darüber nach.

 

 

 

 

 

--> Hier geht es zum Test der ersten Episode

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Galerien

Fazit:

Die erste Episode war für mich, als GoT-Liebhaber schon ein Genuss, aber Episode 2 ist noch ein ordentliches Stück höher einzuordnen. Trotzdem fallen nebenher bei genauem Betrachten noch immer die typischen Schwächen, oder Stärken, je nach Blickwinkel, von Telltale-Spielen auf. Viel zu Spielen gibt es nicht, meistens sind es Kämpfe, die dieses Mal genaueres Timing als zuvor brauchen (drückt erst dann die Taste, wenn sie komplett aufleuchtet, nicht vorher) und Rätsel gibt es ohnehin keine. Dafür die berühmtcberüchtigten Entscheidungen in Dialogen und genau die reißen das Spiel noch einmal eine Stufe höher. Auch hier fühlt man sich wie ein wichtiger Bestandteil in Westeros.

Es bleiben zwei Stunden herrliche Unterhaltung für Fans, die man nicht missen sollte, wenn man mit Telltales Adventure-Stil zurechtkommt.

Fazit von Matthias Glanznig:

Ich würde unterschreiben, dass die zweite Episode eine Steigerung bedeutet. Zwar gibt es nicht viel, aber wenigstens mehr Bewegungsfreiheit als zuletzt und selbst die stilistisch immer noch durchwachsene Grafik funktioniert besser (wenngleich die Schauplätze nach wie vor leblos wirken). Warm bin ich mit dieser Reihe allerdings noch nicht geworden. Einerseits finde ich den Ansatz durchaus interessant, die Struktur einer TV-Episode im Spiel zu übernehmen. Gleichzeitig tue ich mir mit der Umsetzung bislang schwer, da es bedeutet, etwa ein Dutzend mal in zwei Stunden den Charakter zu wechseln. Für eine richtige Exposition bleibt angesichts dessen ganz einfach selten die nötige Zeit. Selbst nach zwei Episoden geht mir offen gesagt kaum eine Figur sonderlich nahe. Was die Entscheidungen angeht, so gibt es diesmal immerhin aber die eine oder andere Aktion, die tatsächlich unterschiedliche Konsequenzen zeigen könnte. Was passiert zum Beispiel, wenn wir beim Arrangieren der Hochzeit komplett versagen? Ob die Geschichte hier tatsächlich kleine Abzweigungen nimmt (oder es im Endeffekt ohnehin wieder egal ist...), wird wohl erst die dritte Episode zeigen. Allzu hoch werde ich meine Erwartungshaltung bislang noch nicht schrauben. Immerhin hat mich 'The Lost Lords' aber neugierig genug gemacht, um die Geschichte weiterhin im Auge behalten zu wollen.

geschrieben am 05.02.15, Peter Färberböck

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